Diese Spieler dürfen Wuppertal verlassen

12.12.2018

RL West

Diese Spieler dürfen Wuppertal verlassen

Foto: Thorsten Tillmann

Der Wuppertaler SV befindet sich bereits in den Planungen für die neue Saison. Schon im Winter soll der Grundstein für den Kader 2019/2020 gelegt werden.

Wie RevierSport erfuhr, teilte WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler am vergangenen Samstag fünf Spielern mit, dass sie sich in der kommenden Winterpause trotz gültiger Verträge bis zum 30. Juni 2019 nach neuen Vereinen umschauen können.


Nach unseren Informationen handelt es sich hierbei um die Offensivspieler Kamil Bednarski, Enes Topal und Semir Saric sowie die Defensivspezialisten Meik Kühnel und Gino Windmüller. Bölstler wollte auf Anfrage dieser Redaktion keine Namen kommentieren. Alle fünf genannten Akteure blieben in dieser Saison unter den Erwartungen und können auch mit ihren Einsatzzeiten nicht zufrieden sein.

Dass Bednarski den Verein verlassen will, ist seit Wochen ein offenes Geheimnis. Der Sommerzugang von Rot-Weiss Essen konnte sich beim WSV nie so richtig akklimatisieren. Er wird nach unseren Infos mit dem SC Wiedenbrück, einen seiner Ex-Klubs, in Verbindung gebracht. Die abstiegsbedrohten Ostwestfalen sind auf der Suche nach einem Angreifer. Für Wiedenbrück traf Bednarski in 96 Spielen satte 43 mal ins Schwarze.

Auch Topal und Saric, die in dieser Serie nur auf rund 350 Spielminuten kommen, dürfte eine Luftveränderung gut tun. Kühnel und Windmüller sind Opfer des prallgefüllten defensiven Mittelfeldes. Hier tummeln sich aktuell mit Kühnel, Windmüller, Daniel Grebe, Sascha Schünemann und Jan-Steffen Meier gleich fünf Spieler um zwei Plätze auf der Doppelsechs. Kühnel, der im Sommer aus Aachen nach Wuppertal wechselte, kam bislang über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht hinaus. Windmüller verlor unter Trainer Adrian Alipour seinen Stammplatz aus der vergangenen Spielzeit.

Wuppertal muss sparen

Der Wuppertaler SV ist nicht gerade auf Rosen gebettet. Aufgrund der schlechten Zuschauerzahlen - Schnitt von 2596 Besuchern pro Partie - haben die Verantwortlichen einen Sparkurs angekündigt. "Wir müssen schon im Winter Geld einsparen. Wir haben mit rund 3300 Fans pro Spiel gerechnet. Da sind wir leider deutlich drunter geblieben. Gegen Oberhausen kamen keine 4000, gegen Aachen und Essen keine 5000 Besucher. Diese Begegnungen haben wir vor der Saison als Schlagerspiele ausgerufen und mit deutlich mehr Zuschauern kalkuliert," erklärt Bölstler. Aufgrund des Sparkurses dürften den Wuppertalern einige Vertragsauflösungen sehr gelegen kommen.


Drei Testspieler, ein Abgang

Am Dienstag stellten sich mit zwei Torhütern, einem Nachwuchsmann aus Polen und einem Schlussmann aus der Mittelrheinliga, sowie Defensiv-Allrounder Miguel Blanco-Lopez (zuletzt Eintracht Frankfurt U19) drei Testspieler vor. Derweil hat Akif Sahin, bis dato die Nummer drei unter den WSV-Keepern, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Autor: Krystian Wozniak

Kommentieren

13.12.2018 - 20:37 - am Zoo

Also ich habe nichts gegen einen Umbruch im Kader des WSV. Der Jetzige ist zu breit aufgestellt und es reicht nicht für ganz oben. Bölstler und unser Trainer sind "eng" und wissen vermutlich was sie tun. Ich lasse mich hoffentlich positiv überraschen :-)
@Überdingen: Das wäre ein Ding, würde die Saison aber auch nicht retten.....

13.12.2018 - 17:08 - Jünther, Jötz und Jürgen

Was das Sportlich betrifft bin recht entspannt. Das hat Bölstler in den letzten Jahren wirklich gut gemacht. Jünter Pröpper kann nicht, wurde ja schon festgestellt. Vielelicht kommt Muskulus aus Uerdingen zum WSV. Der möchte mal wieder ein richtigesHeimspiel haben. Wer weiss es.........

13.12.2018 - 08:45 - Bronkai

Bin mir gerade sehr unsicher wo der Weg aktuell hinführt. Mit Windmüller und Kühnel würde man Top Spieler abgeben. Ein Winterwechsel von Kramer wird provoziert und auch scheinbar gewünscht, wobei die Summe von 20-30.000 lächerlich wäre. Bednarski soll auch gehen. Dazu noch die beiden Offensivspieler Topal und Saric?
Wenn sich Erwig-Drüppel oder Hagemann verletzt, bzw. nicht in Form sind, hätte man ein ziemlich großes Problem. Außer Bölstler hat wieder einen Knaller in der Hinterhand, wofür wir Geld brauchen.

12.12.2018 - 23:25 - Überdingen

Vielleicht könnte ein Sieg vor vielen Zuschauern im Pokal gegen einen Drittligisten die Saison noch retten.Vielleicht aber auch nicht...;)
Sportliche Grüße

12.12.2018 - 21:15 - Abpraller

Vor der Saison Schlagerspiele in der viertklassigen RL - West auszurufen war schon immer eine riskante Nummer.
Realistisch gesehen sollte man für die nächste Saison mit knapp 2000 Zuschauern kalkulieren.
@Jünther, Jötz und Jürgen
Günter Pröpper, diese Zeiten sind lange vorbei.
Ebenso wie die RL - West, die damals zweitklassig war.
Und damals hat sich auch kein Mensch über die Aufstiegsrunde zur Bundesliga aufgeregt.
Im Gegenteil, diese Aufstiegsrundenspiele waren extrem spannend.

12.12.2018 - 14:36 - Jünther, Jötz und Jürgen

Überraschend sind schon die Namen Windmüller und Kühnel. Kühnel ist mit seiner fehlenden Körperlichkeit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die beiden dürften auch mit zu den bestbezahlten Spielern im Kader gelten.
Bednarski finde ich schade. Hätte ihm mehr Spielzeit gewünscht. Sollten aber Kramer und Bednareski zur Winterpause wechseln, gibt es im Kader eine große Lücke - und Günter Pröpper kann definitiv nicht aushelfen.

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