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DFB: Neue Task Force nimmt Arbeit auf - RWE-Boss zieht erste Bilanz

18. November 2020, 10:54 Uhr
Nicht nur beim DFB: RWE-Vorstand ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ein gefragter Mann. Foto: Thorsten Tillmann

Nicht nur beim DFB: RWE-Vorstand ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ein gefragter Mann. Foto: Thorsten Tillmann

Die Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” hat ihre Arbeit offiziell aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag führte das Gremium in zwei Workshopphasen viele Diskussionen. Mit von der Partie: Marcus Uhlig, Vorstand von Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen.

Mitte September 2020 berichtete RevierSport, dass Rot-Weiss Essen eine große Ehre zuteil wurde. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte RWE-Vorstand Marcus Uhlig in die neu ins Leben gerufene Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” berufen.

Diese Arbeitsgruppe nahm am Dienstag, 17. November 2020, ihre Arbeit auf. Im Mittelpunkt standen zunächst die verschiedenen Perspektiven der Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen auf die 3. Liga. Die Diskussionsgrundlage bildete hierbei das Markenleitbild der 3. Liga, das im Sommer 2019 einer Auffrischung unterzogen worden war. In Phase zwei der Sitzung legte die Task Force ihre wichtigsten Themen fest. Die fünfstündige Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, für die Moderation zeichneten Florian Scheibe und Linda Kübel von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verantwortlich.

"Es war alles sehr professionell organisiert. Das Ganze macht schon den Eindruck, als gäbe es die Bereitschaft und den Willen, die 3. Liga in ihrer jetzigen Form zu optimieren. Was meiner Meinung nach auch nötig ist. Wir bekommen eine echte Chance, die 3. Liga zu verändern, zu verbessern. Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieser Task Force sein darf", erklärte Uhlig am Mittwoch gegenüber RevierSport.

Uhlig gehört zur Arbeitsgruppe "Struktur"

In den Workshops wurde deutlich: Es geht um mehr als die reine wirtschaftliche Stabilität. Die Task Force verständigte sich auf drei Kernbereiche: Struktur, Sport, Wirtschaftlichkeit. Diese sollen in den nächsten Monaten in kleineren Arbeitsgruppen zielgerichtet bearbeitet werden, um anschließend die Ergebnisse zusammenzuführen und in mögliche Maßnahmen münden zu lassen. Neben den Treffen der einzelnen Arbeitsgruppen sind bis Juli 2021 auch zwei weitere Sitzungen der kompletten Task Force vorgesehen.


RWE-Boss Uhlig gehört der Arbeitsgruppe "Struktur" an. Er sieht sich allen voran als Vertreter der Regionalliga-Traditionsklubs an, wie der 49-jährige RWE-Funktionär gegenüber RevierSport erläutert. "Nach unserem medialen Vorstoß im Frühjahr für eine zweigeteilte dritte Liga sehe ich meine Rolle in dieser Task Force insbesondere als Vertreter der Traditionsklubs in der Regionalliga", sagt Uhlig. Er ergänzt: "Ich finde es positiv, dass die Task Force sehr heterogen und vielschichtig besetzt ist. Auch Fan- und Spielervertreter sind vertreten. Das dokumentiert den Willen, wirklich alle relevanten Gruppen frühzeitig, transparent und proaktiv mit in den Veränderungsprozess einzubeziehen."

Aufgabe und Anspruch des Gremiums ist es, bestehende Ansätze aufzugreifen, neue Ideen zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen abzuleiten, die im Gesamtkontext zur Stärkung der 3. Liga beitragen und ihre nachhaltige Entwicklung fördern. Durch die umfassende Einbindung verschiedener Bereiche und Perspektiven sollen Potenziale der 3. Liga entdeckt, verbessert und langfristig optimiert werden. Die Art und Weise der Ergebnisse ist hierbei nicht festgelegt.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, bilanziert: “Das war ein guter Auftakt. Die Task Force ist breit aufgestellt, wir haben zahlreiche verschiedene Blickwinkel und Personen, die sich intensiv und leidenschaftlich mit der 3. Liga beschäftigen. Das sind gute Voraussetzungen, um die Zukunft der 3. Liga nachhaltig zu gestalten. Der weitere Prozess wird sicher herausfordernd, phasenweise erschöpfend und im Ergebnis auch nicht immer angenehm werden, da es viele Meinungen und Ansätze unter einen Hut zu bringen gilt. Im Vordergrund sollte dabei immer die inhaltlich beste und nachhaltigste Lösung für die 3. Liga stehen. Ziel bleibt es, die 3. Liga als Profispielklasse zu stärken.


Die Mitglieder der Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga”

Dr. Friedrich Curtius (DFB, Generalsekretär)
Dr. Stephan Osnabrügge (DFB, Schatzmeister)
Peter Frymuth (DFB, Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung)
Oliver Bierhoff (DFB, Direktor Nationalmannschaften und Akademie); Stellvertreter: Joti Chatzialexiou (DFB, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften)
Dr. Holger Blask (DFB GmbH, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb)
Tom Eilers (Vorsitzender Ausschuss 3. Liga)
Dr. Markus Merk (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Kaiserslautern)
Manfred Schwabl (Klubvertreter 3. Liga, SpVgg Unterhaching)
Christian Seiffert (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Saarbrücken)
Frank Strüver (Klubvertreter 3. Liga, KFC Uerdingen)
Peter Peters (DFL, 1. Stellvertretender Präsidiumssprecher)
Steffen Schneekloth (Vertreter 2. Bundesliga, KSV Holstein Kiel)
Marcus Uhlig (Vertreter Regionalliga, Rot-Weiss Essen)
Dr. Rainer Koch (Vertreter Regional- und Landesverbände, 1. DFB-Vizepräsident)
Oliver Manthey (Fanvertreter, Unsere Kurve)
Stephanie Dilba (Fanvertreterin, F_in – Netzwerk Frauen im Fußball)
Erik Domaschke (Vertreter Spieler, SV Meppen)
Sören Bertram (Vertreter Spieler 1. FC Magdeburg)

Tobias Wiemann (stellvertretender Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat)
Dr. Henning Stiegenroth (Vertreter TV-Partner, Leiter Content und Sponsoring Telekom Deutschland GmbH)
Steffen Busch (externer Experte, Summit Sportmarketing)

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Kommentieren

19.11.2020 - 10:48 - Außenverteidiger

@Micki: Im Mittelpunkt sollten Führungskräfte immer stehen wollen. Wichtig ist die gute Arbeit. Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Jobprofils. Dafür wird er bezahlt und muss sich so verhalten.
Die 68er Mentalität hat dafür gesorgt, dass jeder Indianer sich als Häuptling sieht. Wären die Generationen besser ausgebildet im wirtschaftlichen Bereich, wüssten sie die wichtige Bedeutung der Führungskräfte. Stattdessen bekommt jeder das Gefühl eine Führungskraft sein zu können und muss mehr arbeiten. :D Naja, selber Schuld die Arbeitnehmer.

Kleiner Tipp an die Task Force: Solange jeder Verein in Deutschland zwei Profiteams in den Profiligen stellen darf, kommts grundsätzlich zu Problemen. Entweder man sagt ganz klar, pro Verein nur ein Profiteam oder man hebt dir Bindung auf und sagt, egal in welcher Liga dürfen zwei Profiteams spielen. Die DFL Kapitalmacht wird langfristig immer mehr zweite Teams hochspülen.

18.11.2020 - 17:12 - derdereuchversteht07

Micki1805
Wir sind jedenfalls froh jemanden wie dich an unserer Seite zu wissen, der halt ganz anders ist wie MU.
Wenn du rausbekommen hast welchen Quatsch, lass es uns einfach wissen.
Vielleicht kannst du ja mit lapofgoods ein Team bilden.
So zusagen ein Quatschteam.
Gutes Gelingen.
Ach so und schönen Gruß an den Pommeskopp.

18.11.2020 - 16:59 - Red-Whitesnake

Ach so.. Micki1805 ist Krefeld-Fan.
Mal kurz geguckt und auch einen Krefelder in der Namensliste mit Posten gefunden.
Fränki Strüver, Klubvertreter 3.Liga ist auch dabei.
Dann kann ja nix passieren.
Wird dann nur noch ein Beisitzer für das Taka-Tuka-Land gesucht.
"Pippi" Langstrumpf steht nicht zur Wahl. ;-))))

18.11.2020 - 16:37 - Du schöner RWE

Micki, man hast Du Probleme. Frage doch mal bei Euren Russen nach, ob er in die Task force will.

18.11.2020 - 16:32 - Micki1805

Endlich kann Herr Uhlig noch mehr profilieren - das ist auch ein Pöstchenjäger - der muss auch im Mittelpunkt stehen.
Mal gespannt, was diese tolle Kommission wohl erarbeitet. Bestimmt nur wieder irgendeinen Quatsch, den keiner braucht.