02.12.2018

Ausschreitungen

Verletzte bei SGW - Aachen

Foto: Thorsten Tillmann

Die SG Wattenscheid besiegte in der Regionalliga West am Samstag Alemannia Aachen mit 1:0. Jubeln konnte das Team erst 15 Minuten später als nach normalen Spielen am Samstag. Denn die Partie wurde 15 Minuten später als geplant angepfiffen - wegen Ausschreitungen. 

Sebastian van Santen erzielte in der Nachspielzeit den erlösenden Siegtreffer für die SG Wattenscheid. Ein Tor aus 40 Metern -  ein irrer Last-Minute-Treffer, der Mitspieler Berkant Canbulut die Sprache verschlug. „Das war ein Tor, das ich gar nicht erklären kann“, sagte Wattenscheids Nummer „10“ im Anschluss an die Partie. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Trubel in der Gästekurve bereits gelegt. Denn aufgrund von Ausschreitungen musste das Spiel 15 Minuten später angepfiffen werden. 

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Wie die Aachener Nachrichten berichten, soll ein Ordner beobachtet haben, wie Aachener Zuschauer eine große Fahne ins Stadion schmuggeln wollten. Solch eine Aktion diene oftmals dazu, um unerkannt Pyrotechnik zu zünden. Der nachfragende Ordner soll von einer Fangruppe attackiert worden sein - Verletzungen bestätigten sich aber nicht. 


Der Vorwurf der Körperverletzung sei trotzdem erfüllt betonte der Polizeisprecher gegen den Aachener Nachrichten. Zudem stürmten Aachener Anhänger offenbar ein Kassenhäuschen, um die Begegnung ohne Eintritt zu verfolgen. Daraufhin ließ die Polizei den Aachener Block räumen. um zu kontrollieren, dass keine Pyroartikel ins Stadion gelangen. Leider musste die Polizei nach eigener aussage auch Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Aachener Zuschauer einsetzen. 

Offenbar gab es auch unter den Aachener Besuchern Verletzte. Denn der Verein gab auf seiner Homepage bekannt: "Das Auswärtsspiel gegen SG Wattenscheid 09 wurde am Samstag von Vorkommnissen überschattet. Im Zuge der Einlasskontrollen wurden leider ein Ordner und mehrere Fans der Alemannia verletzt. Wir bedauern das Geschehene zutiefst und wünschen allen Betroffenen baldige Genesung. Als Verein nehmen wir die Situation sehr ernst und werden mit allen Beteiligten das Gespräch suchen, um die Situation in aller Gründlichkeit aufzuklären." cb

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