Start am Freitag

Das sind die Brennpunkte der 3. Liga

Justus Heinisch
15. Juli 2019, 12:16 Uhr

Foto: firo

Am kommenden Freitag startet die neue Drittliga-Spielzeit. Hier gibt es einen Überblick über die Mannschaften. 

Die Aufstiegsfavoriten: Der KFC Uerdingen ist einer der finanzstärksten Vereine der Liga. Auch auf dem Transfermarkt haben die Krefelder ihre Muskeln spielen lassen und beispielsweise mit Andreas Maxsö vom FC Zürich einen Verteidiger mit Europa-League-Erfahrung verpflichtet. Heiko Vogel trainiert also ein Team, das durchaus zum Favoritenkreis auf den Aufstieg gezählt werden darf. Auch mit dem Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt ist zu rechnen. Eintracht Braunschweig, der 1. FC Kaiserslautern und der Hallesche FC - nach starker Vorsaison - dürften ebenso nach oben schielen.

Die Toptransfers: Maxsö ist sicherlich ein Spieler, der heraussticht. Doch auch andere Teams haben sich namhaft verstärkt. Ingolstadt holte Maximilian Beister aus Uerdingen, Braunschweig Martin Kobylanski aus Münster. Duisburg zog mit Marvin Compper einen ehemaligen Nationalspieler an Land. Kaiserslautern verpflichtete Andri Runar Bjarnason, einen fünfmaligen isländischen Auswahlspieler.

Die Absteiger: Neben Ingolstadt sind auch der 1. FC Magdeburg und der MSV Duisburg in die dritthöchste Spielklasse abgestiegen. Beide gehen mit einer runderneuerten Mannschaft an den Start und wollen oben mitspielen. Ob es allerdings für den direkten Wiederaufstieg reicht, ist gerade beim MSV fraglich. In der Vorbereitung hatte Trainer Torsten Lieberknecht mit Personalsorgen zu kämpfen.


Die Aufsteiger: Neu in der Liga sind zudem Viktoria Köln, der Chemnitzer FC, Waldhof Mannheim und die Reserve Bayern Münchens. Die Letztgenannten besitzen laut dem Portal "transfermarkt.de" den höchsten Marktwert aller Teams. Bayern II wird von Sebastian Hoeneß trainiert, dem Neffen von Uli Hoeneß. Mannheim hat derweil noch die Euphorie des langersehnten Aufstiegs im Rücken. Köln krempelte sein Team um und holte mit Pavel Dotchev einen neuen und drittliga-erfahrenen Coach.

Die Wundertüten: Kaum eine Spielklasse in Deutschland ist dermaßen ausgeglichen, hart umkämpft und bisweilen verrückt wie die Dritte Liga. Wer zum Beispiel darauf gewettet hat, dass der VfL Osnabrück in der Saison 2018/19 Meister wird, dürfte jetzt finanziell ausgesorgt haben. So gibt es auch in der anstehenden Saison diverse Wundertüten. Beim SC Preußen Münster ist beispielsweise vieles neu, Trainer sowie Mannschaft. 15 Spieler gingen, elf vorwiegend junge Akteure kamen bislang. Wie ruhig die Saison an der Hammer Straße verläuft, hängt davon ab, wie schnell sich Sven Hübschers Team findet. Unter den vielen Mannschaften könnte Hansa Rostock für eine Überraschung sorgen. Trainer Jens Härtel stieg vor schon mit Magdeburg in die Zweite Liga auf. Er weiß also, wie man in dieser Liga Erfolg hat.

Das Kuriosum: Sich finanziell in der Drittklassigkeit zu behaupten, ist für viele Klubs ein Ritt auf der Rasierklinge. Mehreren Vereinen drohte in den Vorjahren die Insolvenz. Die SpVgg Unterhaching entschied sich nun dazu, an die Börse zu gehen. Die Bayern sichern sich damit nach eigenen Angaben den Etat für die kommenden drei Spielzeiten. So will der Verein sein mittelfristiges Ziel erreichen, in die 2. Bundesliga zurückzukehren. 

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