Das Coronavirus legt auch den Spielbetrieb in der Oberliga Niederrhein lahm. Ob noch gespielt werden kann und wie sonst mit Auf- und Abstieg verfahren wird, ist unklar. Fatlum Zaskoku, Vize-Kapitän von Tabellenführer SV Straelen, hat sich mit RevierSport darüber unterhalten.

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Das sagt Straelens Vize-Kapitän zu einem möglichen Saisonabbruch

Charmaine Fischer
23. März 2020, 13:20 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Das Coronavirus legt auch den Spielbetrieb in der Oberliga Niederrhein lahm. Ob noch gespielt werden kann und wie sonst mit Auf- und Abstieg verfahren wird, ist unklar. Fatlum Zaskoku, Vize-Kapitän von Tabellenführer SV Straelen, hat sich mit RevierSport darüber unterhalten.

An der Römerstraße herrscht zurzeit gespenstische Ruhe. Hier, wo normalerweise um diese Jahreszeit Hochbetrieb herrscht, wenn die Saison langsam auf die Zielgerade zugeht. Doch das Corona-Virus legt momentan das komplette öffentliche Leben in ganz Deutschland lahm – eine Situation, wie es sie bislang nie gegeben hat. „Der aktuelle Zustand ist eine Frage der Solidarität und Gemeinschaft. Ich kann nur appellieren, dass jeder die Maßnahmen der Regierung einhält“, fordert Zaskoku. „Wer darüber hinaus helfen kann, also zum Beispiel für schwächere Menschen einkaufen gehen, der sollte das tun. Das habe ich auch schon getan.“

Souveräner Spitzenreiter mit 20 Siegen in 22 Spielen

Für den Mittelfeldregisseur und sein Team lief die Saison bis zur Corona-Pause perfekt: Mit satten 19 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten 1. FC Monheim sind die Straelener souveräner Spitzenreiter der Liga. In 22 Spielen konnten 20 Siege eingefahren werden. „Das ist zweifelsohne eine außergewöhnliche Saison bisher und darauf sind wir stolz“, betont der 32-Jährige.


Der Aufstieg ist der von Ex-Nationalspielerin Inka Grings trainierten Mannschaft eigentlich kaum noch zu nehmen. Doch seit dem Stillstand herrscht Ungewissheit, wie und ob der Ligabetrieb weiter fortgeführt wird. „Aus meiner Sicht bringt es nichts, sich mit irgendwelchen Szenarien zu beschäftigen. Allerdings kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass wir nach so einer Saison in der nächsten Spielzeit wieder in der Oberliga spielen. Da muss und wird der Verband eine passende Regelung finden“, sagt der SVS-Vize-Spielführer.

Weil der eigentliche Kapitän der Straelener, Fabio-Daniel Ribeiro, die gesamte Saison über mit Verletzungen zu kämpfen hatte, trug Zaskoku die meisten Partien über die Binde um den Arm. Dabei führte der auf der Sechser-Position agierende Spieler den Liga-Primus von einem Erfolg zum nächsten und ist mit seinem Klub auf den besten Weg in Richtung Regionalliga. 

Dritter Aufstieg in vier Jahren

Sollte dem Deutsch-Albaner der Aufstieg mit dem SV Straelen letztendlich gelingen wäre das sein dritter innerhalb von vier Jahren. Als spielender Co-Trainer und Kapitän führte er bereits Westfalia Herne von der Westfalenliga in die Oberliga. In der vergangenen Saison zog er bei Landesligist FC Kray im Mittelfeld die Fäden und stieg ebenfalls in der Funktion als Spielführer mit dem Verein in die Oberliga auf. Aus sportlicher Sicht ist ihm auch in Straelen der Aufstieg kaum noch zu nehmen. 


Doch wegen der Corona-Krise bleibt die Lage angespannt - Zaskoku versucht jedoch positiv in die Zukunft zu blicken: „Wie ganz viele Mannschaften müssen wir die Situation annehmen. Und das tun wir auch. Ich glaube, Fußball ist grade das kleinste Problem. Nichtsdestotrotz verfolgen wir unsere individuellen Trainingspläne und versuchen fit zu bleiben.“

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