Nach einem misslungenen Saisonstart hat sich die Laune beim Oberligisten 1. FC Bocholt schlagartig gebessert. Drei Siege holte der FCB zuletzt in Folge - und kegelte nun den Wuppertaler SV aus dem RevierSport-Niederrheinpokal. 

Oberliga Niederrhein

Das sagt Bocholts Trainer zum Pokal-Coup gegen Wuppertal

Justus Heinisch
10. Oktober 2019, 15:06 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Nach einem misslungenen Saisonstart hat sich die Laune beim Oberligisten 1. FC Bocholt schlagartig gebessert. Drei Siege holte der FCB zuletzt in Folge - und kegelte nun den Wuppertaler SV aus dem RevierSport-Niederrheinpokal. 

Ein einziger "Abnutzungskampf" sei das Pokalspiel gegen den klassenhöheren WSV gewesen, resümierte Bocholts Trainer Manuel Jara. "Wir wussten, dass Wuppertal momentan vielleicht nicht die breiteste Brust hat. Da wollten wir Stress verursachen", so Jara. "Wir hatten nichts zu verlieren." Dementsprechend ging dann der Oberligist auch jeden Zweikampf an. 


Nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit ging es in die Verlängerung. Bocholt, das in der 88. Minute durch Niklas Möllmann in Führung hätte gehen können, rettete sich ins Elfmeterschießen. Dort mutierte Tobiasz Weinzettel zum Helden des Abends. Er parierte einen Strafstoß und brachte Bocholt so in die nächste Runde (5:4).

Dass ausgerechnet Weinzettel zum Matchwinner wurde, steht symptomatisch für die Bocholter Entwicklung: Noch vor rund einem Monat schien der polnische Torhüter nicht hundertprozentig im Team angekommen zu sein. Kein Wunder, wurde Weinzettel mitten in der laufenden Saison verpflichtet. Nun kommt der Ex-Profi von Wisla Krakau immer mehr in Fahrt. Bocholt hat sich in allen Belangen stabilisiert, die Qualität kommt nun besser zum Tragen. Nach drei Siegen in der Liga steht der FCB auf dem sechsten Tabellenplatz. 

ETB vor der Brust

"Wir haben diese Phase überstanden. Wir machen eigentlich nicht viel anders, sind unserer Linie nur treu geblieben. Wir wussten immer um die Rückendeckung des Vorstands", merkte Jara an, der das Teamwork lobte und sich über Rückkehrer aus dem Verletzten-Lazarett freute.


Gemeinsam mit einigen Bocholtern saß er nach dem Pokalspiel noch am Vereinsheim zusammen und genoss den Erfolg. Wohlwissend, dass viel Arbeit auf ihn wartet, zumal die Oberliga-Tabelle eine enge Angelegenheit ist: "Wir müssen noch etwas drauflegen bis Weihnachten. Wir sind in unseren Leistungen aber stabiler geworden, deshalb bin ich zuversichtlich." 

Die Englische Woche wird Bocholt gegen den ETB Schwarz-Weiß abschließen. Auf dem Spiel liege nun der komplette Fokus, so Jara. Auch aufgrund des kräftezehrenden Pokalspiels seien gegen den ETB nun andere gefordert. So hat sich Philipp Meißner gegen Wuppertal eine Verletzung zugezogen und wird für rund zwei Wochen ausfallen - mit Verletzungen kennen sie sich am Hünting aus. Davon kann Maximilian Güll, der in der Vergangenheit länger ausfiel, ein Liedchen singen. Er sollte nun aber fit sein, um Meißner gegen Essen zu ersetzen. Für Güll ein doppelter Grund zur Freude: Der ETB ist sein Ex-Verein.

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