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Das sagt Bocholt-Trainer Jan Winking zum Traumstart

Tim Rother
29. September 2020, 15:58 Uhr
Der eine coacht, der andere spielt: Jan Winkings Bruder Tim (Foto) ist Kapitän des 1.FC Bocholt. Foto: Thorsten Tillmann.

Der eine coacht, der andere spielt: Jan Winkings Bruder Tim (Foto) ist Kapitän des 1.FC Bocholt. Foto: Thorsten Tillmann.

Fünf Spiele, fünf Siege – der 1.FC Bocholt hat in der Oberliga Niederrhein einen Start nach Maß hingelegt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Cheftrainer Jan Winking, „mehr aber auch nicht.“

Der 1.FC Bocholt ist in der Oberliga Niederrhein zusammen mit der SSVg Velbert (ebenfalls fünf Siege) aktuell das Team der Stunde. Die Mannschaft von Cheftrainer Jan Winking legte einen Traumstart hin und grüßt nach fünf Spieltagen mit 15 Punkten von der Tabellenspitze. „Wir entwickeln uns gerade Woche für Woche weiter, haben eine sehr hohe Leistungsstabilität und sind auch als Team zusammengewachsen“, analysiert der Coach.

Dass Bocholt in den vergangenen Wochen mehr und mehr zu einem verschworenen Haufen wurde, lag laut Winking vor allem am 3:2-Last-Minute-Sieg gegen Niederwenigern am ersten Spieltag. „Ich denke, das war enorm wichtig und hat uns allen einen Schub gegeben“, betont er und ergänzt: „Davon konnten wir beispielsweise auch im Spiel gegen Baumberg zehren.“

„Man merkt der Mannschaft einfach an, dass der Glaube da ist“

Das Top-Spiel der Oberliga Niederrhein vergangene Woche Mittwoch gewann Bocholt nämlich ebenfalls mit 3:2. Dabei lagen die Schwarz-Weißen bis zur 87. Minute noch mit 1:2 zurück: „Man merkt der Mannschaft einfach an, dass der Glaube da ist und wir immer das Gefühl haben, unsere Qualität durchdrücken zu können.“ Das könne auch im weiteren Verlauf der Saison zu einer großen Stärke von Bocholt werden. „Allerdings“, so Winking, „haben wir noch 39 Spiele vor der Brust. Da brauchen wir uns überhaupt nicht ausruhen, sondern müssen weiter gierig sein, weiter gut trainieren und weiter den Konkurrenzkampf schärfen. Wir sind auf einem guten Weg, mehr aber auch nicht.“

„Ein voller Hünting mit neuer Tribüne gibt dir dann sicherlich nochmal einen Schub“

Nach dem Herzschlag-Finale gegen Baumberg gab es für Bocholt zuletzt einen souveränen 5:1-Heimsieg gegen den 1.FC Kleve. Dabei waren rund 720 Zuschauer am Hünting – eine Kulisse, die der Mannschaft auch in Zukunft bei Heimspielen eine zusätzliche Motivation einimpfen soll. „Man sieht einfach, dass Bocholt als Traditionsverein ein schlafender Riese ist. Man kann früh Euphorie entfachen“, sagt Winking. „Ich bin mir sicher, dass wir künftig auch die maximale Zuschauerzahl von 1.000 Personen im Stadion ausreizen werden. Ein voller Hünting mit neuer Tribüne gibt dir dann sicherlich nochmal einen großen Schub.“

Auf das nächste Spiel vor heimischer Kulisse muss die Winking-Elf aber noch warten. Zunächst steht das Auswärtsspiel bei Aufsteiger Teutonia St. Tönis (Sonntag, 15:30 Uhr) an. „Ich glaube, dass es eine harte Nuss wird“, orakelt der Coach, „aber wenn wir unser Spiel durchdrücken bin ich davon überzeugt, dass wir unsere Punkte holen werden – im Optimalfall natürlich wieder drei.“

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