Uerdingen

Das hat Heiko Vogel mit dem KFC vor

Fabian Kleintges-Topoll
30. April 2019, 14:52 Uhr

Foto: RS

Die Antritts-Pressekonferenz von Norbert Meier in der Krefelder Grotenburg liegt gerade mal drei Monate zurück. Am Dienstagmittag stellte sich mit Heiko Vogel der vierte Trainer der Saison beim KFC Uerdingen vor.

Das Aufkommen der anwesenden Presse war wieder mal groß, als der sportlich gekleidete ehemalige Basel- und Jugendtrainer des FC Bayern den Presseraum der Grotenburg betrat. Der 43-Jährige hatte gerade seine erste Trainingseinheit bei seinem neuen Arbeitgeber hinter sich gebracht. „Ich bin absolut happy und froh hier zu sein. Es wird eine anstrengende Zeit“, waren die ersten Worte von Vogel, der beim KFC „ein unglaublich spannendes Projekt“ erwartet.

Der gebürtige Pfälzer weiß um die guten Möglichkeiten bei den Krefeldern, „aber die Entwicklung steht klar im Vordergrund.“ Schon bei seinem ersten Tag beim KFC war Vogel voller Tatendrang und Vorfreude auf seinen neuen Job. „Ich mag es, wenn ein Verein positive Ambitionen hat. Die will ich erfüllen“, blickte der 43-Jährige auf einen möglichen Aufstieg im kommenden Jahr. Alle Spieler des prominent besetzten Drittligakaders sind Vogel bekannt. „Mario Erb war in der Bayern-Jugend sogar drei Mal mein Kapitän“, sagte der Trainer, der keinen Grund sieht, dem Innenverteidiger die Binde wegzunehmen.

Mit Blick auf die turbulente Vergangenheit seines neuen Klubs will Vogel nicht mehr viel zu tun haben, im Gegenteil: „Die negativen Schlagzeilen sind mir bewusst, aber ich würde viel lieber positive schreiben“, stellte Vogel klar. So zum Beispiel der Gewinn des RevierSport-Niederrheinpokals. Der erste Kontakt zu Klub-Boss Mikhail Ponomarev kam im Übrigen bereits vor einigen Wochen zustande. Zu den ersten Aufgaben gehören laut Vogel definitiv die Gespräche mit den Spielern und Verantwortlichen. „Die waren konstruktiv, reflektiv und selbstkritisch. Das ist das, was zählt. Niemand ist perfekt und fehlerfrei. Aus manchen Dingen muss man lernen und nach vorne schauen.“

"Die Mannschaft ist lebendig"


Vogels Spielphilosophie ist vor allem auf Ballbesitz und die Stabilität der Abwehr ausgerichtet. Zur von enormer Erfahrung geprägten Kaderstruktur der Uerdinger sagte der Jugendfußballspezialist: „Die Qualität und vor allem die richtige Mischung ist entscheidend. Aber wenn ich mich zwischen zwei Spielern der gleichen Qualität entscheiden müsste, dann entscheide ich mich immer für den jüngeren“, sagte Vogel ohne einen großen "Jugendwahn" anzukündigen.

Was der neue Trainer sehr wohl durchsickern ließ sind Veränderungen für die kommende Saison. „Die wird es definitiv geben." Die genaue Größe eines erneutigen etwaigen Umbruchs wird sich zeigen. Fix ist, dass der 43-Jährige mit Patrick Dippel einen Co- und Videotrainer mit nach Krefeld bringen wird. Die vorherigen Interimstrainer Frank Heinemann und Stefan Reisinger komplettieren das Team des Trainers, der mit dem FC Basel bereits in der Champions League gespielt hat.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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Kommentieren

01.05.2019 - 13:37 - firlefanz1905

Wenn die Spieler nicht hören wollen, haut Heikos sie einfach um. Kräftig genug scheint er ja zu sein :-)
Dann laufen die Spieler schon :-)

01.05.2019 - 00:46 - Rock Roll Junkie

Mit Heiko Vogel hat man, glaube ich, einen guten Trainer geholt, der mit seiner Vita sicherlich auch den nötigen Respekt von den Spielern bekommen wird. Zum "Konstrukt" bei unserem KFC kann ich nur sagen : Es ist immer leicht über Investoren und Geldgeber zu sprechen wenn man selber mit dem Arsch nicht hoch kommt. Die Fanbase von RWE und manch anderem Verein werden wir sicherlich niemals haben, aber Tradition haben wir allemal und eine realistische Chance auch - in diesem Sinne auch viel Glück für all die anderen Traditionsvereine

01.05.2019 - 00:25 - Überdingen

Der Trainer hat nur bis zum Wochenende geplant....sehr weise....kommt unserer Mentalität entgegen;))))))

30.04.2019 - 17:27 - RWEimRheingau

Auch der Trainer braucht in Krefeld kein Eigenheim zu kaufen, eine Mietwohnung mit kurzfristiger Kündigungsfrist wird reichen!

30.04.2019 - 15:29 - F.C.Knüppeldick

Mein Gefühl sagt mir,dass Herr Ponomarev noch weitere Trainer in der nächsten laufenden Saison begrüßen wird,denn u.a. waren die letzten Stationen von Herrn Vogel, in Graz,bei Bayern 2 und Bayern Jugend nicht gut.Bei Basel lief es in der Meisterschaft gut,auch deshalb, weil man keine großartige Konkurrenz damals hatte.Dazu ist der Kader überaltert,aber sie wollen ja nachlegen,da bin ich aber mal gespannt.Aber nur auf ehemalige gute Spieler zurückzugreifen,ist auch der falsche Weg.So wie es RB Leipzig gemacht hat,ist es genau richtig,auch wenn alle den Verein haten,aber da steckt Sinn und Verstand hinter!