Darum wechselte der VfL-Trainer Hoogland aus

14.04.2019

Bochum

Darum wechselte der VfL-Trainer Hoogland aus

Foto: firo

Zu Beginn der zweiten Halbzeit griff VfL Bochum-Trainer Robin Dutt zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Beim Stande von 2:1 für Greuther Fürth wechselte er Innenverteidiger Tim Hoogland aus. Nach dem Abpfiff folgte die Erklärung. 

Mitte der ersten Halbzeit leistete sich VfL-Routinier Tim Hoogland beim Stande von 1:1 nicht zum ersten Mal in diesem Spiel einen leichtfertigen Ballverlust, Greuther Fürth konterte und verpasste nur knapp einen eigenen Treffer. VfL-Trainer Robin Dutt tobte und brüllte am Spielfeldrand nach der Szene. Den zweiten Gegentreffer in Halbzeit eins kassierte der VfL dennoch. Die Quittung: Nach dem Pausenpfiff erntete der Pott-Klub Pfiffe von den eigenen Anhängern und Tim Hoogland hatte Feierabend. Der Innenverteidiger erlebte einen Nachmittag zum Vergessen (RS-Note: 5,5) und wurde durch den 22-Jährigen Dominik Baumgartner ersetzt. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel begründete Dutt den Wechsel.


„Wir hatten viele Laufduelle, Fürth hat Spieler mit enormer Geschwindigkeit in den eigenen Reihen“, begann der VfL-Trainer und führte weiter aus: „Deswegen haben wir Baumi gebracht, der sehr schnell und kopfballstark ist.“ Schon oft wurde Dutt während der insgesamt enttäuschenden Rückrunde vorgeworfen, Spielern, die im Leistungstief stecken zu lange zu vertrauen. Mit der Hoogland-Auswechslung hat er aber nun ein klares Signal an die Mannschaft gesendet: Wer keine Leistung bringt, muss auch mal vom Feld.

Hoogland-Tief zieht sich durch das ganze Jahr

Während der Hinrunde galt Hoogland als „Mr. Unverzichtbar“ in der Bochumer Defensive - auf ihn war einfach Verlass. Er verteidigte resolut, war extrem präsent, nahezu ohne einen Fehler in den Spielen. Für die restlichen Spieler auf dem Platz war er ein Leuchtturm, an dem sie sich orientieren können. Im Januar 2019 verlängerte Hoogland dann vorzeitig seinen Vertrag bis 2020. Doch seitdem kommt der ehemalige Schalke-Profi nicht mehr ansatzweise an die Form der Vorrunde heran. Auch intern wurde das Leistungstief längst registriert. Gegen Greuther Fürth war deswegen auch die Auswechslung folgerichtig. 

Autor: Christian Hoch

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16.04.2019 - 10:35 - na-und

Hoogland aufzustellen ist ja nur noch ein Witz. Aber das trifft für Fabian und Celozzi ebenso zu. Diese körperliche und geistige Langsamkeit dieser Altherrenspieler machen einen ja schon wütend als Zuschauer. Jetzt müssen halt die Jüngeren mal ran. Schlechter können die doch gar nicht sein. Am Beispiel von Saglam sieht man ja sehr gut,
wie falsch vernachlässigt er vom Trainer wurde. Und für die neue Saison müssen neue Abwehrspieler her.

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