U19-Bundesliga

Daran muss die U19 des VfL Bochum noch arbeiten

Leon Koch
12. August 2019, 08:25 Uhr

Foto: Mark Bohla

Das 0:4 zum Auftakt der neuen Spielzeit gegen Fortuna Düsseldorf war ein Wink mit dem Zaunpfahl für die U19 des VfL Bochum. Es liegt noch viel Arbeit vor der Mannschaft um Cheftrainer Matthias Lust, wenn auch einige positive Ansetze zu sehen waren. 

Trotz der eigentlich weitestgehend eingespielten Defensive um Moritz Römling, Stylianos Kokovas und Kapitän Florian Püschel offenbarten die Bochumer über das gesamte Spiel große Lücken im Abwehrverbund und luden die Gäste damit immer wieder zu Chancen ein. Besonders wenn die Fortuna das Spiel schnell machte und über die Außen auf das Tor zulief, wirkten die Verteidiger des VfL immer wieder vogelwild. Sicherlich auch eine Abstimmungssache, die mit der Spielpraxis besser wird, doch die Räume, die die Bochumer anboten, waren zu groß.

Eine weitere Schwäche zeigten die Hausherren im Abschluss. Die Chancenverwertung besonders im ersten Durchgang ließ zu wünschen übrig und brachte die Heimelf um ihren, bis dato, verdienten Lohn. Eine Vielzahl von Möglichkeiten verlief sich teilweise schon vor dem gegnerischen Gehäuse, da die Genauigkeit beim letzten Pass meist fehlte. Das zentrale offensive Mittelfeld um Julian Schmidt, Jonathan Kyeremateng und Tolga Özdemir zeigte sich zwar bemüht, blieb in seinen Aktionen aber oft glücklos und reagierte überhastet. 

Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig

Doch trotz des verpatzten Saisonstarts war nicht alles schlecht beim VfL. Die ersten Minuten präsentierte sich der VfL hellwach und agiler als der Gegner. Selbst nach dem frühen Gegentreffer ließen die Bochumer den Kopf nicht hängen und suchten direkt wieder den Weg nach vorne. Fehlende Moral konnte VfL-Cheftrainer Matthias Lust seiner Mannschaft also nicht vorwerfen, denn auch nach dem 0:2-Nackenschlag kurz nach dem Wiederanpfiff gaben sich die Hausherren nicht auf und liefen Angriff auf Angriff. Dass diese Mühen nicht belohnt wurden, störte Trainer Lust später mit am meisten, wie er im Gespräch verriet: „Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, hatten dann aber entweder das Glück nicht auf unserer Seite oder haben im Abschluss die falsche Entscheidung getroffen. So ist es manchmal einfach.“

In der einen Woche bis zum Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen steht also noch einiges auf dem Trainingsplan der Talentwerk-Elf, um den Saisonstart vergessen zu machen und die ersten drei Punkte der noch jungen Spielzeit einzufahren. Dabei muss die Truppe von Michael Lust die Fehler der Partie gegen Düsseldorf zwingend abstellen, denn sonst droht es ein waschechter Fehlstart zu werden.

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