Der Fußballverband Niederrhein gab bekannt, wie er die Aufstiegsfrage beantworten möchte. RevierSport hat mit Stefan und Michael Lorenz gesprochen. Beide Ex-Spieler von Rot-Weiss Essen würden mit ihren Vereinen von der etwaigen Entscheidung profitieren.

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Dank Aufstiegsregelung: Lorenz-Brüder im Gleichschritt in die Landesliga

Fabrice Nühlen
14. Juni 2020, 09:15 Uhr
Stefan Lorenz ist Trainer bei BG Überruhr. Foto: Thorsten Tillmann

Stefan Lorenz ist Trainer bei BG Überruhr. Foto: Thorsten Tillmann

Der Fußballverband Niederrhein gab bekannt, wie er die Aufstiegsfrage beantworten möchte. RevierSport hat mit Stefan und Michael Lorenz gesprochen. Beide Ex-Spieler von Rot-Weiss Essen würden mit ihren Vereinen von der etwaigen Entscheidung profitieren.

Am Freitag vermeldete der Fußballverband Niederrhein (FVN), wie der Auf- und Abstieg nach dem Saisonabbruch geregelt werden soll. Die Aufsteiger werden durch den Tabellenstand vom 13. März ermittelt. An diesem Tag wurde die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen. Weil aber in einigen Ligen die Mannschaften im oberen Tabellendrittel unterschiedlich viele Spiele absolviert haben, wird die Quotientenregelung hinzugezogen. Absteiger gibt es keine.

Zwei Mannschaften, die sicher in die Landesliga aufsteigen, sind BG Überruhr und Arminia Klosterhardt. Während Überruhr in der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 6 souverän mit 59 Punkten der designierte Meister ist, folgt Klosterhardt den Essenern mit 47 Punkten in die Landesliga. Klosterhardt hätte eigentlich in einer Relegationsrunde um den Aufstieg gespielt. Nun dürfen alle Zweitplatzierten aufsteigen. Endgültig soll diese Regelung am 24. Juni auf dem außerordentlichen Verbandstag des FVN beschlossen werden.

RevierSport hat zu dieser Entscheidung des FVN mit Stefan und Michael Lorenz gesprochen. Stefan Lorenz ist seit Januar 2019 Trainer bei BG Überruhr, während sein älterer Bruder Michael seit November 2018 Sportlicher Leiter bei Arminia Klosterhardt ist. Die beiden ehemaligen Spieler von Rot-Weiss Essen waren erfreut über die Meldung des Fußballverbands Niederrhein.

Stefan Lorenz (BG Überruhr): „Wir freuen uns natürlich sehr, dass uns nach dem Abstieg in der vergangenen Saison der direkte Wiederaufstieg geglückt ist. Es ist ein komisches Gefühl, dass wir am grünen Tisch aufsteigen, weil die Emotionen fehlen. Wenn der Verbandstag unseren Landesliga-Aufstieg am 24. Juni endgültig beschließt, wollen wir es unter Beachtung der Hygiene-Vorschriften krachen lassen. Unser Anspruch in der nächsten Spielzeit ist ein einstelliger Tabellenplatz. Wir wollen uns mit einem deutlich verjüngten Kader in der Landesliga etablieren. Insgesamt habe ich dafür ein gutes Gefühl, wenn wir unsere Hausaufgaben machen. Dass ich zusammen mit meinem Bruder aufsteige, ist eine schöne Sache. Klosterhardt hat es verdient und ich gönne dem Verein den Aufstieg.“

Michael Lorenz (Arminia Klosterhardt): „Es war eine schwere Entscheidung für den Fußballverband Niederrhein. Natürlich würden wir uns über die Bestätigung dieser Regelung am 24. Juni freuen, auch wenn wir die Saison gerne sportlich zu Ende gebracht hätten. Es ist aber eine große Bestätigung für den Weg, den wir eingeschlagen haben. Diese Entwicklung ist unabhängig von der Liga. Persönlich hätte es mich gefreut, wenn unser Edel-Fan Peter Sellmann den Aufstieg miterlebt hätte. Leider ist er im Mai verstorben. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Bruder und freue mich für ihn und Überruhr. Er hat gemeinsam mit seiner Mannschaft gute Arbeit geleistet.“

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