Seit Anfang April fungiert Ex-RWO-Profi Werner Wildhagen als Sportlicher Leiter beim A-Ligisten Croatia Mülheim. Mit dem erfahrenen Mann soll es für den Klub in Richtung Bezirksliga gehen. 

Kreisliga A

Croatia Mülheim: Mit neuem Sportlichen Leiter ins "Haifischbecken"

Leon Peters
26. Mai 2021, 15:45 Uhr
Foto: Thomas Gödde

Foto: Thomas Gödde

Seit Anfang April fungiert Ex-RWO-Profi Werner Wildhagen als Sportlicher Leiter beim A-Ligisten Croatia Mülheim. Mit dem erfahrenen Mann soll es für den Klub in Richtung Bezirksliga gehen. 

Dank einer mittlerweile stabilen Inzidenz unter 100 ist auch in Mülheim seit kurzem wieder kontaktloser Sport mit bis zu 20 Personen möglich. Eine Lockerung, von der selbstverständlich auch der A-Ligist SC Croatia Mülheim um seinen neuen Sportlichen Leiter Werner Wildhagen Gebrauch macht. "Ja natürlich. Ich bin so oder so der Ansicht, dass draußen das Infektionsrisiko sehr gering ausfällt", kommentiert der 63-Jährige die jüngsten Entwicklungen. Corona ist auch für den früheren Spieler von Rot-Weiß Oberhausen und seinen neuen Klub eine Herausforderung - an solchen mangelt es beim SC ohnehin nicht.


"Leider hat uns inmitten der Pandemie unser A-Jugendtrainer in Richtung FSV Duisburg verlassen. Das Problem: er hat nahezu die gesamte Mannschaft mitgenommen. Insofern ist es jetzt natürlich auch meine Aufgabe, das Team neu zusammenzustellen", berichtet Wildhagen, der in Giuseppe Gambino zumindest schon einmal einen neuen Übungsleiter für das Niederrheinliga-Team gefunden hat. Die auseinandergefallene Elf zusammenzuflicken ist in diesen Zeiten jedoch alles andere als einfach. Gerade viele jüngere Sportler verlieren durch die lange andauernden Corona-Beschränkungen den Kontakt zu ihrem Verein. Ein Phänomen, das beispielsweise auch in der B-Jugend-Mannschaft der Mülheimer zu beobachten ist. "Da sind uns manche leider weggelaufen. Daher ist es natürlich klar, dass wir jederzeit leistungsorientierte, junge Fußballer suchen", versichert der für die Personalplanung zuständige Mann.

Ziel: Sich im "Haifischbecken" behaupten

Wildhagen sieht sich mit seiner neuen Aufgabe im Gepäck auch als Bindeglied - in mehrfacher Hinsicht. "Natürlich möchte ich jungen und ambitionierten Spielern immer erst einmal den Schritt in die erste Mannschaft ermöglichen. Auf der anderen Seite habe ich durch meine langjährige Erfahrung auch beste Kontakte zu höherklassigen Vereinen. Ziel ist es somit auch, in einem möglichen nächsten Schritt die Spieler an diese Vereine zu vermitteln", erklärt er.  


Die Voraussetzungen für derartige Abläufe sieht Wildhagen, der unter anderem schon für die zweite Mannschaft von RWO, für den 1. FC Bocholt und für die U23 von ETB SW Essen als Trainer zuständig war, bei Croatia in jedem Fall gegeben. "Unsere erste Mannschaft hat mit Danijel Colic einen sehr guten Coach. Das Team wird für die neue Saison auch größtenteils zusammenbleiben. Wir haben natürlich gute kroatische Jungs dabei, aber insgesamt ist der Klub natürlich komplett vielfältig", schildert der Sportchef, für den es darum geht, den SC im "Haifischbecken" Ruhrgebiet weiter zu etablieren. "Klar, wenn du hier in einem Ballungsgebiet bist, sind natürlich immer einige Vereine um dich herum. Daher haben wir immer Konkurrenz", weiß er. 

Für den Verein ist die Richtung, die Wildhagen und der erste Vorsitzende Robert Babic künftig einschlagen wollen, klar. "Es soll in die Bezirksklasse gehen", gibt ersterer die Marschroute vor. Er ist sich sicher: das Potenzial dafür weist der Verein mit seinen etwa 300 Mitgliedern und einer stetig verbesserte Arbeit im Jugendbereich allemal auf.

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren