Das Coronavirus hat unsere Gesellschaft mittlerweile fest im Griff. Unter dem Motto

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Coronavirus - AL-ARZ Libanon Essen möchte seinen Beitrag leisten

Chris McCarthy
19. März 2020, 10:33 Uhr
Die Mannschaft von Al-ARZ Libanon möchte helfen - Foto: Thorsten Tillmann

Die Mannschaft von Al-ARZ Libanon möchte helfen - Foto: Thorsten Tillmann

Das Coronavirus hat unsere Gesellschaft mittlerweile fest im Griff. Unter dem Motto "Soziales Engagement statt Fußball" möchte Kreisligist AL-ARZ Libanon Essen nun helfen.

Da auch im Amateurbereich derzeit nicht an Fußball zu denken ist, hat sich Kreisligist AL-ARZ Libanon Essen nun entschlossen, sich in der spielfreien Zeit sozial zu engagieren. Am Mittwochabend bot der Klub via Facebook seine Hilfe an, sowohl durch zur Verfügung gestellte Räume als auch persönliche Unterstützung für Hilfsbedürftige.

„Die Idee entstand mehr oder weniger aus dem Nichts“, erklärt der erste Vorsitzende Nemr Fakhro gegenüber RevierSport und ergänzt: „Wir haben eine Whatsapp-Gruppe für den Vorstand und haben uns überlegt, wie wir die Gesellschaft in diesen Zeiten unterstützen können und da ist die Idee gekommen.“

Als erstes kam den Verantwortlichen dabei das Vereinsheim in den Sinn, da sich derzeit ohnehin keine Menschen versammeln dürfen. Die etwa 60 Quadratmeter große Lokalität wird kostenlos zur Verfügung gestellt, beispielsweise für die Stadt Essen, die Feuerwehr, Krankenhäuser, Ärzte, das Technische Hilfswerk oder ähnliches.




Mannschaft ist im Boot

Auch die Mannschaft möchte nun abseits des Platzes ihren Teil leisten. Fakhro ist begeistert: „Als wir das in die Mannschaftsgruppe stellten, war die Reaktion der Mannschaft sehr gut. Die Spieler boten ihre Hilfe an, betonten, dass sie im Boot sind, das ist eine tolle Sache.“

Die Spieler sollen versuchen, den Menschen zu helfen, deren Alltag sehr eingeschränkt ist. Via Facebook bot AL-ARZ Libanon Essen beispielsweise an, Einkäufe und Botengänge zu übernehmen oder einfach dabei zu unterstützen, mit den Liebsten eine Videotelefonie durchzuführen.

Die Aktion lief auf Facebook erst gestern Abend an. „Die Resonanz war gigantisch, wir haben bereits über 5.000 Aufrufe“, betont Fakhro, der nun einen weiteren Schritt gehen möchte: „Wir überlegen, eine Rufnummer zu schalten, wo Leute sich melden können“.

AL-ARZ Libanon Essen hofft, in Zeiten der Corona-Krise als Beispiel fungieren zu können. Fakhro appelliert: „Alle Sportvereine sind in einer schwierigen Phase. Es ist wichtig, an die Mitmenschen zu denken, gerade die älteren Generationen. Wir möchten unterstützen.“ 

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