3. Liga

Carl Zeiss schmeißt Schwergewicht Pannewitz raus

Dominik Hamers
09. Januar 2019, 19:29 Uhr

Foto: dpa

Drittligist Carl Zeiss Jena hat sich von Kevin Pannewitz getrennt. Der Klub gab die außerordentliche Kündigung bekannt.

Der FC Carl Zeiss Jena hat sich von seinem Spieler Kevin Pannewitz getrennt. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, haben die Verantwortlichen des Klubs dem 27 Jahre alten Defensivspieler die außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Der Klub hat das inzwischen bestätigt. 


Für diesen außergewöhnlichen Schritt gibt es mehrere Gründe. Pannewitz soll nach der Winterpause völlig außer Form gewesen und mit reichlich Übergewicht aus dem Urlaub zurückgekehrt sein. Angeblich habe der Profi bei einer Körpergröße von 1,85 Meter über 100 Kilogramm gewogen – für einen ambitionierten Fußballer wäre das eindeutig zu viel. Fotos zeigen den gebürtigen Berliner mit einem leichten Bauchansatz. 

Dass er nicht sein Idealgewicht hatte, soll aber nicht der einzige Grund für die Kündigung gewesen sein. Pannewitz, so die Thüringer Allgemeine, habe den nach einer Spiel- und Trainingspause obligatorischen Fitnesstest abbrechen müssen. Das soll er damit begründet haben, dass er mit einer Erkältung zu kämpfen hatte. 

Gesundheitliche oder disziplinarische Unregelmäßigkeiten sind bei Pannewitz jedoch keine Neuheit. Trainer Lukas Kwasniok hatte bereits zu Wochenbeginn gegenüber Bild erklärt, dass er den Ärger über den körperlichen Zustand seines Spielers satt habe und den Profi öffentlich angezählt: „Das schaut man sich nicht ewig an. Ich habe schon vor Weihnachten mit ihm darüber gesprochen, was für Vorstellungen ich von Profi-Fußball habe.“ 

Die deckten sich offenbar nicht mit denen des 27-Jährigen. Denn die Auffassung des defensiven Mittelfeldmannes vom Leistungssport sorgte seit seinen ersten Einsätzen im bezahlten Fußball für Irritationen. Beim VfL Wolfsburg und Hansa Rostock fiel er ebenfalls durch Eskapaden auf. In Jena legte sein Schwager Timmy Thiele ein gutes Wort für ihn ein. Die Verantwortlichen gaben dem Problem-Profi noch eine Chance. Die hat er nicht genutzt.

Autor: Dominik Hamers

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