Während die Stimmung in der Profiabteilung von Borussia Dortmund derzeit besser sein könnte, gibt es aus dem Nachwuchsbereich überwiegend Positives zu berichten, denn die Profis von morgen entwickeln sich prächtig. 

Jugend

BVB - Zufriedenstellende Bilanz der Nachwuchsabteilung

Chris McCarthy
13. Oktober 2019, 09:43 Uhr

Foto: firo

Während die Stimmung in der Profiabteilung von Borussia Dortmund derzeit besser sein könnte, gibt es aus dem Nachwuchsbereich überwiegend Positives zu berichten, denn die Profis von morgen entwickeln sich prächtig. 

„Es ist toll, dass wir beim BVB eine Handvoll Spieler von großer individueller Klasse haben“, zieht Nachwuchs-Cheftrainer Michael Skibbe, der seit dem 1. Juli für die A-Junioren verantwortlich ist, gegenüber der offiziellen Website des Vereins eine „insgesamt zufriedenstellende“ Bilanz.


Während der Saisonverlauf der U19 bisher als "sehr schwankend" zu bezeichnen sei - der BVB ist in der A-Junioren Bundesliga West derzeit vier Punkte von Spitzenreiter 1. FC Köln entfernt - gibt es durchaus einige Erfolgsgeschichten zu vermelden. Dazu zählt Skibbe neben dem 2:1-Sieg in der UEFA Youth League gegen Barcelona und dem 6:1-Erfolg über Leverkusen vor allem die Entwicklung einiger Nachwuchsspieler. 

Neben Senkrechtstarter Youssoufa Moukoko (14), dessen 15 Saisontore in sieben Spielen bereits bei Bundestrainer Jogi Löw angekommen sind, ist dabei auch Giovanni Reyna hervorzuheben. Der 17-jährige offensive Mittelfeldspieler, der im Sommer von New York City FC kam, "tut unserer Offensive richtig gut und ist für die Mannschaft ein großer Gewinn“, so sein Trainer. Reyna durfte bereits bei den Profis vorspielen.

Bei einem Torverhältnis von 27:11 ist klar, wo bei der U19 des BVB der Schuh noch drückt. Zwar hat Dortmund zehn Tore mehr als die nächstbesten Offensiven der Liga (Köln, Fortuna Düsseldorf), aber „wir müssen uns in der Defensivarbeit unbedingt verbessern und dürfen dem Gegner keine Chancen aus dem Nichts gestatten", so Skibbe.

Am Sonntag, 20. Oktober um 11 Uhr, trifft die U19 der Schwarzgelben im Nachwuchs-Leistungszentrum Brackel zum Derby auf Schalke 04. 

U16, U15 und U14 in ihren Klassen auf Kurs

In den weiteren Jahrgängen der Dortmunder wird ebenfalls gute Arbeit geleistet. Die U17 von Sebastian Geppert ist nach neun Spielen ungeschlagener Tabellenführer der B-Junioren Bundesliga West und hat mit Rechtsverteidiger Lion Semic und Kapitän Dennis Lütke-Frie zwei U17-Nationalspieler in den Reihen.


Semic und Mittelfeldspieler Öktan Gürpüz kamen sogar schon in der UEFA Youth League unter Skibbe zum Einsatz. Noah Mrosek, Nnamdi Collins, Farouk Cisse und Samuel Bamba gehören zudem zum erweiterten Kreis der DFB-U16.

Die U16-, U15- und U14-Mannschaften des BVB sind in ihren Klassen ebenfalls in den Spitzengruppen vertreten. Sie entwickeln dabei ebenso wie die U17 und die U19 weiterhin fleißig die Profis von morgen. 

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15.10.2019 - 12:44 - Gladbeck04

Genauer betrachtet muss man schon auch kritische Fragen stellen: Pulisic, Brunn Larsen und Sancho wurden spät zugekauft und sind keine wirklichen Eigengewächse. Der letzte wirklich über Jahre ausgebildete Spieler, der es dann bei den Profis geschafft hat ist Mario Götze. Grund dafür könnte die "Titelwut" in allen Altersklassen sein, die an anderer Stelle in dieser Zeitung übrigens von Miro Klose kritisiert wird. Viele BVB-Spieler in den mittleren Altersstufen wirken körperlich frühreif und offenbar gibt es immer wieder eine große Fluktuation zwischen den Altersstufen. Für Entwicklungsarbeit und Geduld spricht das nicht unbedingt.

13.10.2019 - 20:49 - Frankiboy51

Damit steigt Chris McCarthy auf der Youssoufa Moukoko Platzierungsrangliste merklich nach oben.

13.10.2019 - 14:10 - Kuk

Reus, Götze, Pulisic und Bruun Larssen haben in der Dortmunder Jugend gespielt.
Könnte es sein, dass der Favre-BVB die DNA, ganz große Spieler (Dembele, Sancho) zu entwickeln, verliert ?
Ich beobachte, dass die jungen Spieler Weigl, Dahoud, Zagadou, zu wenig Einstzminuten für eine adäquate Entwicklung bekommen,

13.10.2019 - 11:57 - Hüller

Der BVB hat schon jahrelang eine gute Jugendabteilung. Immer in der Spitze der Ligen. Aber leider ist die Durchlässigkeit zur Profimannschaft gegen Null.
Schade eigentlich.