Der BVB steht in der Champions League vor dm Aus. Die Brennpunkte nach dem 0:3 in Tottenham. 

CL

BVB - Verlierer Hakimi, Bankdrücker Schmelzer

Sebastian Weßling
14. Februar 2019, 07:46 Uhr

Foto: firo

Der BVB steht in der Champions League vor dm Aus. Die Brennpunkte nach dem 0:3 in Tottenham. 


Verlierer des Spiels: Achraf Hakimi
Findige Wortspielexperten haben längst entdeckt, dass Hakimi und Harakiri recht ähnlich klingen. Auch auf dem Fußballplatz liegt beides eng beieinander. So stark und dynamisch der Außenverteidiger oft nach vorne spielt, so anfällig erweist er sich in der Rückwärtsbewegung. Gegen Tottenham verlor er vor dem 0:1 den Ball (47.) und vor dem 0:2 den Kontakt zu Gegenspieler Jan Verthongen (83.). Und in der Offensive gelang wenig bis gar nichts – es war nicht nur wegen der 0:3-Niederlage ein gebrauchter Tag für Achraf Hakimi.

Bankdrücker des Spiels: Marcel Schmelzer
Noch schlechter als Hakimi erging es freilich Marcel Schmelzer: Obwohl in Lukasz Piszczek ein Außenverteidiger fehlte, obwohl Dan-Axel Zagadou eine zehnwöchige Verletzungspause hinter sich hat, obwohl Abdou Diallo als Linksverteidiger selten souverän und sicher wirkt – für Schmelzer war kein Platz in der Startaufstellung. Erst spät wechselte ihn Trainer Lucien Fave ein, als nämlich Zagadou ausgepumpt vom Platz ging. 


Gewinner des Spiels: Heung-Min Son
Es ist wenig überraschend, dass in dieser Kategorie ein Tottenham-Spieler auftaucht, und es ist auch wenig verwunderlich, dass es Heung-Min Son ist. Der Südkoreaner machte im elften Spiel gegen den BVB seinen neunten Treffer und leitete damit die BVB-Niederlage ein – mit einem eingesprungenen Volley, der höchsten Ansprüchen genügte. Son arbeitete weiter erfolgreich an seinem Ruf, ein BVB-Schreck zu sein.

Aussage des Spiels: Mario Götze
Aushilfsstürmer Mario Götze wollte die Hoffnung noch lange nicht fahren lassen. „Wir sind zu Hause eine Macht, es ist noch alles möglich“, sagte er auf die Frage, wie er nach dem 0:3 in Wembley die Chancen für das Rückspiel am 5. März sehe. „Es sind nur Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen.“ Es war eine Aussage, die überraschte: Der BVB hat nun vier Spiele in Folge nicht gewonnen, hat zudem in den vergangenen drei Spielen immer mindestens drei Tore kassiert. Götzes Einschätzung war denn auch erkennbar von dem Wunsch getragen, seinen Mitspielern Hoffnung zu machen – nötig wäre es nach dem 0:3-Debakel in England.

Autor: Sebastian Weßling

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15.02.2019 - 00:53 - TSG 1899

Alle Fehler korrigiert. Geht doch.

14.02.2019 - 10:19 - TSG 1899

... und natürlich fand das Spiel in Sinsheim statt. ;-)
Ich habe mich schon gewundert, warum ich Samstag allein im Dortmunder Stadion war.

14.02.2019 - 09:48 - TSG 1899

@Pearks
Gut gesehen. Offensichtlich wird hier kein Bericht Korrektur gelesen.

"Der Südkoreaner machte im elften Spiel gegen den BVB seinen neunten Treffer und leitete damit den BVB-Sieg ein"

Habe ich das Eigentor gestern übersehen? :-)

"Götzes Einschätzung war denn auch erkennbar von dem Wunsch getragen, seinen Mitspielern Hoffnung zu machen – nötig wäre es nach dem 0:3-Debakel in Hoffenheim."

Hier hat der Kommentor erst ab der 75. Minute den Fernseher eingeschaltet. Von daher konnte er die drei BVB-Treffer natürlich nicht sehen, also folgerichtig 0:3.

14.02.2019 - 09:33 - Kuk

„Es sind nur Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen.“ kann ich nicht nachvollziehen.
Taktische Ausrichtung
In der k.o.-Phase sind auswärts erzielte Treffer besonders wertvoll.
Mit drei Spielern (Sancho, Pulisic und Götze), die ihe Stärke in der Offensive haben, ist dieses Ziel kaum zu erreichen. Eine Chance (Zagadou nach einem Standard) und eine Halbchance von Pulisic sind deutlicher Beweis.
Matchplan:
In der Hinrunde schienen viele Wechsel geplant oder vorprogrammiert und führten auch nach Rückständen oft zum Erfolg. Weder bei einer Führung noch bei Spielen im k.o.-Modus kann ich derzeit ähnliche Konzepte auch nur ansatzweise erkennen.
Auswechslungen:
Sind so viele Spieler nicht in Form, dass der Trainer lieber auf Auswechslungen verzichtet als ihnen eine Chance zu geben und um Verletzungen bei Stammkräften durch Überbelastung vorzubeugen ?
Defensivverhalten
Die Fehler im Spielaufbau und bei gegnerischen Flanken wiederholen sich. Das erinnert sehr an die Zeit unter Peter Bosz, auch wenn sie etwas später in der Saison begann ! Und ähnlich wie in der Vorsaison ist keine Lernkurve erkennbar - Durchhalteparolen hört man von immer mehr Spielern in immer kürzeren Abständen. Die zeigen lediglich, dass das Problem noch nicht erkannt und schon gar nicht gelöst ist.

So hat der BVB wie im Vorjahr eine Lehrstunde gegen Tottenham erhalten und auch in dieser Höhe völlig verdient verloren.

14.02.2019 - 08:46 - hoelwil

Götze lebt leider in der Märchenwelt von OZ. Den Zauberer der aus ihm aber noch mal einen durcgschlagskräftigen Spieler macht ,gibts auch da nicht. Götze mit seinem Dauertrab Spiel ist auf höherem Niveau erledigt und Baslers Aussage von gestern abend trifft auch zu 100% zu.

14.02.2019 - 08:30 - Pearks

"Der Südkoreaner machte im elften Spiel gegen den BVB seinen neunten Treffer und leitete damit den BVB-Sieg ein"

"Götzes Einschätzung war denn auch erkennbar von dem Wunsch getragen, seinen Mitspielern Hoffnung zu machen – nötig wäre es nach dem 0:3-Debakel in Hoffenheim."