Nach Pokalaus

BVB U19: Schwächen dürfen nicht unterschätzt werden

Leon Koch
01. September 2019, 09:48 Uhr

Foto: Tillmann

Der Saisonstart der U19 von Borussia Dortmund war durchwachsen und auch im Pokal war schon in der ersten Runde gegen RB Leipzig Schluss. Der BVB sucht mit dem neuen Trainer Michael Skibbe noch nach seiner Form und hat in vielen Bereichen Verbesserungspotential. 

Dass die Mannschaft um Sturm-Talent Youssoufa Moukoko hochbegabt ist, steht außer Frage. Dennoch zeigten sich in den letzten Spielen und insbesondere im Pokal noch erhebliche Schwächen bei den Schwarz-Gelben. Zwar erspielten sich die Borussen einige Chancen, die Qualität dieser ließ jedoch bis auf wenige Ausnahmen zu wünschen übrig. Wenn das Team mal gefährlich vor das Tor kam, war es der individuellen Klasse der Einzelspieler geschuldet.

Womit man bei der ersten Schwachstelle wäre. Die Offensive ist überragend besetzt, harmoniert jedoch bisher nur gegen schwache Abwehrreihen und findet gegen gut gestaffelte Defensiven wenig Mittel. Besonders gegen die Leipziger verzweifelte die Offensivreihe um Moukoko, Khadra und Bakir und fand kaum Lösungen, um das Abwehrbollwerk der "Bullen" zu durchbrechen.

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Ein weiteres großes Manko zeigt sich in der Defensive des BVB. Bei schnellen Angriffen der Gäste wirkte die Hintermannschaft der Borussia teilweise vogelwild und ohne Orientierung. Was besonders aufgrund der erfahrenen Ramzi Ferjani und Emir Terzi für Verwunderung sorgte, denn das Duo war bisher für seine defensive Kompaktheit bekannt.

Man könnte auch meinen, die Skibbe-Elf hatte gegen die Rasenballsportler einfach nur einen schlechten Tag erwischt, was bestimmt auch mit reingespielt hat, doch das wäre nur die halbe Wahrheit, denn im Liga-Alltag präsentierten sich die Dortmunder ebenfalls noch nicht wirklich sattelfest.

So wurden die Spiele gegen die vermeintlich schwächeren Teams wie den Wuppertaler SV (9:2) und Arminia Bielefeld (6:2) zwar deutlich gewonnen, doch sobald es die Schwarz-Gelben mit Gegnern auf Augenhöhe zu tun bekamen, setzt es Niederlagen, wie gegen Borussia Mönchengladbach (1:2), den 1.FC Köln (0:2) und jetzt RB Leipzig.

Es liegt also noch viel Arbeit vor Cheftrainer Michael Skibbe und seiner Mannschaft, um den letztjährigen Erfolg mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft vielleicht wiederholen zu können. Denn sollten die Borussen ihre Fehler nicht abstellen, könnte es passieren, dass der BVB zum ersten Mal seit 2015 nicht an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnehmen könnte. 

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