Weigl drängt zurück

BVB-Trio fehlt im Training

Sebastian Weßling
10. September 2018, 13:50 Uhr

Foto: firo

Während einige BVB-Profis gegen Frankfurt verletzt fehlen dürften, kehrt ein bisheriger Stammspieler zurück – und drängt auf seinen ersten Einsatz.

Es ist eine kleine Gruppe, die am Montagmorgen auf dem Trainingsplatz von Borussia Dortmund die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitag (20.30 Uhr/live in unserem Ticker) aufnimmt. Neben den Nationalspielern auf Länderspielreise fehlen auch Jacob Bruun Larsen, der zuletzt leicht erkältet war, sowie Christian Pulisic, Ömer Toprak und Sebastian Rode mit muskulären Problemen. Bruun Larsen und Pulisic allerdings sollen am Nachmittag schon wieder mittrainieren, Toprak und auch der verletzt von der Nationalmannschaft zurückgekehrte Raphael Guerreiro werden gegen Frankfurt definitiv fehlen.

Ein anderer aber wird dabei sein: Julian Weigl, der die Saisonvorbereitung verletzt verpasst hatte, ist wieder vollkommen fit und drängt zurück in die Mannschaft. Im Testspiel beim Drittligisten VfL Osnabrück hatte er erstmals seit Mai wieder in der ersten Mannschaft des BVB gespielt und einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. „Das war sehr wichtig für mich“, sagt er. „Ich bin schon etwas länger fit, habe auch bei den Amateuren mitspielen können. Aber es ist etwas Anderes, wenn du mit deinen Jungs spielen kannst. Das Tempo ist einfach viel höher. Mir hat das riesigen Spaß gemacht.“

Weigl verpasste die komplette Vorbereitung


Es war das Ende einer langen Leidenszeit für den 23-Jährigen, der monatelang wegen Adduktorenbeschwerden gefehlt hatte – auch im Urlaub waren die nicht abgeklungen. Deswegen konnte Weigl in der komplette Vorbereitung unter dem neuen Trainer Lucien Favre nicht mitwirken – wie schon im Jahr zuvor unter Peter Bosz. „Es ist auf jeden Fall unglücklich, wenn ein neuer Trainer kommt und du die ganze Vorbereitung verpasst“, sagt er nun. „Das Team findet sich ein, auch mit den Neuzugängen.“

Anders als im Vorjahr aber war Weigl zumindest körperlich etwas weiter, konnte im Trainingslager in Bad Ragaz schon einige Einheiten absolvieren. „Und ich habe körperlich sehr viel an mir gearbeitet, auch in der Reha“, sagt er nun. „Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, nicht zu früh reinzugehen.“ Eine Lehre aus der Vorsaison, als der Wiedereinstieg möglicherweise etwas überhastet erfolgte und Weigl die komplette Vorrunde hindurch mit der mangelnden Fitness zu kämpfen hatte. „Und ich bin derzeit auch sehr fleißig, ich hoffe das bleibt so“, sagt der Mittelfeldspieler und lacht. „Vor und nach dem Training mache ich meine Übungen.“

Und dann will er möglichst schnell in die Startelf zurückkehren, nachdem im Bundesligaspiel bei Hannover 96 (0:0) zumindest auf der Bank saß. Körperlich zumindest sei er vollkommen fit, sagt Weigl. „Aber von meinem Leistungsvermögen her bin ich natürlich noch nicht bei 100 Prozent, weil ich noch keine Spiele gemacht habe“, schränkt er ein. „Um auf das Niveau zu kommen, auf das ich wieder will, brauche ich natürlich Spiele.“

Und die möglichst bald: „Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein geduldiger Mensch“, sagt er grinsend. „Natürlich erhoffe ich mir jedes Mal, dabei zu sein und auch zu spielen.“

Autor: Sebastian Weßling

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10.09.2018 - 15:46 - Kuk

Da wird interessant, wer im 18-er Kader ist.
Hitz, Zagadou, Hakimi u/o Toljan (bd. Können LV + RV) scheinen sicher,
Wolf, Philipp und Sancho wohl auch. Weigl, Götze, Kagawa, Bruun Larsen, ... für max. einen weiteren Platz.

Die Härtefälle nehmen zu !
ROTATION !!!