Dortmund

BVB-Trainer Favre wird für riskante Rotation belohnt

Stefan Loyda
18. Oktober 2020, 08:00 Uhr
So jubelte BVB-Kapitän Marco Reus nach seinem Jokertor gegen Hoffenheim. Foto: dpa

So jubelte BVB-Kapitän Marco Reus nach seinem Jokertor gegen Hoffenheim. Foto: dpa

Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus fand sich beim 1:0-Sieg in Hoffenheim auf der Bank wieder. Er sieht in dem Erfolg einen Grundstein für die kommenden Englischen Wochen und das Derby gegen Schalke

Wäre das schief gegangen, hätte sich BVB-Trainer Lucien Favre wohl wieder viel anhören dürfen. Vor dem Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim rotierte der Schweizer vier Stammspieler aus der Startelf. Und das zusätzlich dazu, dass sich Manuel Akanji nach seinem positiven Corona-Test noch in Quarantäne befindet oder Roman Bürki nach seiner Atemwegsinfektion auf der Bank gesessen hatte. Gerade gegen den Bayern-Bezwinger hätte es auch gut und gerne knüppeldick werden können, obwohl bei ihnen unter anderem Top-Torjäger Andrej Kramaric coronabedingt gefehlt hatte.

Neben Raphaël Guerreiro, Erling Haaland und Jude Bellingham gehörte auch Kapitän Marco Reus zu denen, die sich im Kraichgau plötzlich auf der Bank wiederfanden. Doch im Interview bei Sky zeigte sich der Torschütze nach dem 1:0-Erfolg gegen die Sinsheimer cool. Zumal die kommenden Wochen hart werden. Allein am Dienstag wartet das Champions League Spiel gegen Lazio Rom, am kommenden Wochenende geht es ins Revierderby gegen Schalke 04. Reus: „Wir haben in der Phase immer Englische Wochen gehabt. Dieses Jahr wird es noch strammer und enger. Im Prinzip müssen wir viel regenerieren, auf unseren Körper achten und ihn pflegen, uns gut ernähren und viel trinken.“

Umso wichtiger war es für die Borussen auch, mit einem Sieg gegen Hoffenheim in die harte Phase zu starten. „Wir haben uns in den letzten Jahren immer schwer getan. Es war eine ausgeglichene Partie, beide Mannschaften hatten nicht die zwingenden Torchancen, aber es hatte sich herauskristallisiert, dass wer das erste Tor schießt, dieses Spiel gewinnt.“ Ob es wegen des 4:1-Siegs der Hoffenheimer gegen die Bayern höher zu bewerten war, fand Reus nicht: „Auch hier waren drei Punkte zu vergeben, die haben wir geholt. Hoffenheim spielt ein gutes System und einen guten Ball. Klar, hatten sie drei Spieler nicht dabei wegen Corona, das hat man auch ein bisschen gesehen, aber es war trotzdem sehr schwierig.“

Und im Endeffekt hat sich auch Favres Rotation mehr als nur gelohnt.

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18.10.2020 - 10:48 - Kuk

Kaderspieler sollten die Qualität haben, jedereiet andere Spieler ersetzen zu können.
Favre hatte offenbar einen ausgeklügelten Plan, der voll aufging.
Der BVB hatte zudem viele Chancen, um das Ergebnis deutlicher gestalten zu können.