Dortmund

BVB-Profi Weigl über geplatzten Wechsel

Sebastian Weßling
18. Februar 2019, 15:42 Uhr

Foto: firo

BVB-Profi Julian Weigl spricht über seinen geplatzten Wechsel nach Paris. Ein klares Bekenntnis zu Dortmund über den Sommer hinaus vermeidet er.

Es geht gerade alles recht schnell im Leben des Julian Weigl. Gegen Ende der Hinrunde wollte der Mittelfeldspieler nur noch weg von Borussia Dortmund. Er spielte kaum, weil in seinem angestammten Revier im zentralen Mittelfeld die Zugänge Axel Witsel und Thomas Delaney auf beeindruckende Art und Weise agierten. Und er hatte ein attraktives Angebot von Paris Saint-Germain vorliegen, wo sein Förderer Thomas Tuchel Trainer ist – jener Mann, der ihm einst in Dortmund zum Durchbruch verhalf und ihn vom Zweitliga- zum Nationalspieler machte.


Aber Weigl durften nicht weg, die Klubbosse legten ihr Veto ein: Der 23-Jährige wird gebraucht in Dortmund, als Ersatzmann für Witsel – und neuerdings auch als Innenverteidiger, nachdem der BVB einen dramatischen Personal-Engpass im Abwehrzentrum erlebte. „Natürlich war es am Anfang schwer, wenn man so eine Chance in Aussicht hat“, sagt Weigl nun im Gespräch mit Eurosport. „Nachdem die Hinrunde sehr unbefriedigend war, haben wir Gespräche geführt. Von Borussia Dortmund gab es keine Bereitschaft mich gehen zu lassen, was auch eine Wertschätzung mir gegenüber ist.“ Also musste er bleiben – und akzeptierte dies, ohne Stunk zu machen. „Ich weiß, was ich an dem Verein habe“, so Weigl. „Deswegen gab es keinen Grund, Stunk zu machen oder mich wegzustreiken, dafür habe ich die Jungs auch alle viel zu gerne.“ Und nach und nach wuchs auch das Verständnis für die Vereinsbosse: „Natürlich kann man es dann schon verstehen, wenn man es analytisch sieht und sich die Gespräche nochmal genau in den Kopf holt“, sagt der Mittelfeldspieler. „Dann konnte ich das auch akzeptieren.“

Ein Wechsel im Sommer aber ist damit keinesfalls ausgeschlossen: „Das wird man sehen“, sagt Weigl. „Bis dahin ist es noch eine lange Zeit. Der Fokus gilt jetzt komplett unserer Saison. Wir wollen weiter erfolgreich sein. Was im Sommer passiert, kann ich jetzt noch nicht sagen.“ Zumal seine derzeitige Stellung als Stammspieler in der Innenverteidigung eher nicht von Dauer sein dürfte, schon bald – wenn auch noch nicht gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend (20.30 Uhr/live in unserem Ticker) – dürfte Abwehrchef Manuel Akanji nach überwundenen Hüftproblemen in die Mannschaft zurückkehren. „Wie sich das dann in Zukunft gestaltet, wird man sehen“, meint Weigl. „Wir sind alle froh, wenn Manuel Akanji wieder zurück ist, weil er einfach eine unheimliche Qualität hat, die wir auch brauchen. Und wer weiß, vielleicht rutsche ich ja irgendwann noch mal eins vor.“

Für das Nürnberg-Spiel ist der 23-Jährige guter Dinge: „Gerade die drei Spiele, die wir nicht so gestaltet haben, wie wir uns das vorstellen, die schärfen unsere Sinne“, meint er. „Wir halten noch mehr zusammen. Wir analysieren natürlich auch die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Ich glaube, die Aufmerksamkeit für die kleinen Fehler und für Dinge neben dem Platz ist jetzt wieder größer. Ich glaube, dass wir mit einer sehr guten Mentalität am Montag auf dem Platz stehen werden.“

Autor: Sebastian Weßling

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18.02.2019 - 19:48 - Kuk

Solange Weigl's Einsatzzeiten nahd keine 0 sind und keine Perspektive (B-Elf oder Verletzungen mehrerer Innenverteidiger sind dies niemals) wird er wechseln.
Philipp früher oder später auch.
Jg. Spieler im erweiterten Kreis der Nationalmannschaft -da hat der Bundestraier Recht- ohne Spielpraxis ist immer schewierig.
Mehr deutsche Nationalspieler als Reus würden dem BVB gut anstehen.
@Ruhrperle
Die Einschätzung, dass Weigl nicht den robiustesten Körper besitzt teile ich.
Wenn aber ein Trainer, der schon mit im gearbeitet hat, und fast alle Spieler dieses Planeten verpflichten könnte, Weigl ein Angebot unterbreitet, dann wird Weigl vielleicht doch eine hohe Qualität haben.

18.02.2019 - 16:55 - Ruhrperle

" Gegen robuste Spieler haben wir Schwierigkeiten ", Bürki nach dem Spiel in Tottenham. " Gegentore nachStandards oder Flanken...es wird nicht gut verteidigt...wir setzen uns zu wenig durch... müssen rigoroser verteidigen ".
Weigl ist ja nicht besonders robust gebaut , gegen physisch überlegene Spieler - davon gibt`s in der CL genug - wird er immer Schwierigkeiten haben. Der BVB hat einige Leichtgewichte an Bord - Frage ist , ob die sich gegen harte und athletische Spieler behaupten können .