Franz Pfanne führt die U23 des BVB derzeit als Kapitän aufs Feld. Trotz Derby-Frust beim 3:3 gegen die U23 des S04 glaubt der 26-Jährige nicht daran, dass sein Team im Saisonendspurt noch ins Straucheln gerät.

RL West

BVB-II-Kapitän: "Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt"

Stefan Bunse
27. April 2021, 21:54 Uhr
Foto: firo.

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Franz Pfanne führt die U23 des BVB derzeit als Kapitän aufs Feld. Trotz Derby-Frust beim 3:3 gegen die U23 des S04 glaubt der 26-Jährige nicht daran, dass sein Team im Saisonendspurt noch ins Straucheln gerät.

Zwei Jahre spielte Franz Pfanne für den SV Rödinghausen in der Regionalliga West. Enrico Maaßen holte den gebürtigen Bauzener 2018 vom FSV Budissa Bauzen nach Ostwestfalen zum SV Rödinghausen. Und nahm ihn anschließend vor dieser Saison mit zur U23 des BVB. Dort avancierte der Abräumer im defensiven Mittelfeld zum absoluten Leistungsträger. Der 26-Jährige absolvierte in dieser Saison bislang 34 von 35 Spielen bei Borussia Dortmund II. In Abwesenheit von Steffen Tigges führt er den Nachwuchs der Schwarz-Gelben auch als Kapitän aufs Feld.

 
Ausgerechnet vor dem Rückspiel beim SV Rödinghausen, der dem BVB II im Hinspiel beim 1:2 die bislang einzige Saisonniederlage beibringen konnte, gab es beim 3:3 im Derby gegen die U23 des FC Schalke 04 einen kleinen Rückschlag im Meisterrennen. Kapitän Franz Pfanne war anschließend stinksauer, befürchtet aber keine Langzeitwirkungen.

„Das fühlt sich wie eine Niederlage an. Wenn du 3:0 fühlst und in der letzten Sekunde das Gegentor kriegst, dann fühlt es sich einfach wie ein Schlag in die Fresse an“, erklärte Pfanne nach dem Spiel. Besonders wurmte ihn, dass er den Eindruck hatte, dass bei einigen Akteuren im Spiel gegen den S04 die letzte Konsequenz gefehlt habe.

„Schalke konnte sich so oft von den Außenpositionen ins Zentrum spielen, die haben wir nicht zugemacht. In so einem Derby musst du auch mal ein bisschen härter in den Zweikampf gehen. Das haben wir größtenteils nicht gemacht, was extrem schade ist.“ Deshalb sei er auch etwas lauter geworden. Pfanne: „Das gehört dazu. Das war nicht persönlich, sondern weil ich das Beste für die Mannschaft will.“ Besonders ärgerlich sei das, weil es in den Spielen davor besser gelaufen sei.  

"Wir machen jetzt hier gar nichts schlecht. Wir wissen um unsere Qualität"

Deshalb kommt ihm das spielfreie Wochenende auch gar nicht so gelegen, er hätte die Scharte aus dem Schalke-Spiel gerne sofort wieder ausgewetzt. Dennoch glaubt er nicht, dass das Negativerlebnis mit dem Gegentor zum 3:3 der Schlusssekunde sich auf den Schlussspurt im Meisterrennen auswirken wird. „Das war sehr enttäuschend für uns und für die Fans“, sagte Pfanne. Aber: „Wir werden dadurch nicht untergehen. Das wird uns stärker machen. Das war vielleicht nochmal ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt.“

 
Schließlich habe man immer noch einen komfortablen Vorsprung gegenüber dem Rivalen Rot-Weiss Essen. „Wir haben noch sieben Punkte Vorsprung. Wir sind Tabellenführer. Ich glaube jede Mannschaft hat in so einer langen Saison mal ein Spiel dabei, das nicht so gut ist.“

Dann ballte er verbal die Faust: „Aber wir machen jetzt hier gar nichts schlecht. Wir wissen um unsere Qualität. Wir hätten das Spiel auch noch höher gestalten können, wenn wir die Konter besser ausspielen. Das war vielleicht ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt nochmal so kurz vor dem Saisonschluss. Einmal nochmal alle wachrütteln und für unser großes Ziel fighten.“ Dass es nun zu seinem alten Verein geht, sei aber eher sekundär: „Rödinghausen hat sogar zwei Wochen frei. Ich freue mich auf das Spiel, aber es ist eigentlich ein Spiel wie jedes andere. Es geht wieder um drei Punkte.“ 

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28.04.2021 - 08:52 - Klaus Thaler

„Das war vielleicht ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt nochmal so kurz vor dem Saisonschluss.“

Da hat der Gute aber vollkommen recht. Der Dämpfer für Dortmund kam zum richtigen Zeitpunkt für RWE. Und die nächsten Dämpfer werden nicht lange auf sich warten lassen. RWE gewinnt am Wochenende sein Nachholspiel gegen Lippstadt und schwupps sind es nur noch 4 Punkte. Dann gewinnt RWE in Wuppertal und Dortmund vergeigt in Rödinghausen, dann ist es auf einmal nur noch 1 Punkt und das Torverhältnis könnte dann auch schon ausgeglichen sein. Und dann sind es noch 4 Spieltage. Wen flattern dann wohl mehr die Nerven. Das muß nicht so kommen, liegt aber durchaus im Rahmen der Möglichkeiten.

28.04.2021 - 08:05 - Anton Leopold

Die ansteigende Nervosität nehme ich mit großer Befriedigung und einiger Vorfreude zur Kenntnis. Sie kann sich wie ein Betäubungsmittel über die Psyche legen. Bitte mehr davon!

27.04.2021 - 22:46 - fussballnurmi123

In dem Spiel halten wir alle Rödinghausen die Daumen. Danach könnte (falls RWE seine Hausaufgaben macht) der Vorsprung des BVB II bei nur noch einem mageren Pünktchen liegen. Und danach sind immer noch vier Spieltage zu absolvieren.