Giovanni Reyna ist bei Borussia Dortmund der nächste Jungstar mit Aussicht auf eine große Karriere. Kein Wunder - bei der Familie.

Dortmund

BVB: Giovanni Reyna: Pommes, Drake - und Bundesliga

14. Februar 2020, 10:44 Uhr

Foto: firo

Giovanni Reyna ist bei Borussia Dortmund der nächste Jungstar mit Aussicht auf eine große Karriere. Kein Wunder - bei der Familie.

Manchmal geht es dem Senkrechtstarter Giovanni Reyna ein wenig zu schnell. „Es ist verrückt“, sagt der Jungstar von Borussia Dortmund: „Meine Freunde gehen zu Hause zur High School - und ich spiele hier in Deutschland Fußball in der Bundesliga.“

Dabei ist Reyna in vielen Dingen ein ganz normaler Teenie. Er liebt den Rapstar Drake, das Zocken an der Konsole und Pommes frites. Wie das eben so ist mit 17. Parallel aber hat er ein Talent für Fußball, über das BVB-Coach Lucien Favre sagt: „Du bist blind, wenn du die Stärken nicht siehst, nicht siehst, wie gut er schon ist.“

Wieder einmal können sie sich in Dortmund glücklich schätzen, ein Supertalent an Land gezogen zu haben, obwohl noch größere Fische im See danach schnappten. „An ihm war so ziemlich jeder größere Klub Europas dran“, betonte Sportdirektor Michael Zorc nach der Verpflichtung im vergangenen Sommer stolz. „Aber wir waren bei ihm sehr früh im Thema.“

Sehr früh im Thema war auch „Gio“ Reyna - familienbedingt. Sein Vater Claudio hat ebenfalls in der Bundesliga (VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen) und zudem 112-mal für die Nationalmannschaft der USA gespielt, er nahm an drei Weltmeisterschaften teil. Auch seine Mutter Danielle war Nationalspielerin (sechs Einsätze).

Da klingt der Weg vorgezeichnet. Doch der jüngste Sohn - benannt nach dem Niederländer Giovanni van Bronckhorst, an dessen Seite Claudio Reyna bei den Glasgow Rangers spielte - war zunächst auch ein ambitionierter Basketballer. Bis er mit 13 merkte, dass es im Fußball wohl noch bessere Chancen gibt: Er ließ sich beim New York City FC ausbilden, wo der Vater praktischerweise sein Sportdirektor war.


Ohne seine Oma Maria wäre Giovanni Reyna heute nicht in Dortmund

Weitere Familienbande: Ohne seine Oma Maria wäre Giovanni Reyna heute nicht in Dortmund. Weil seine Großmutter Portugiesin ist, durfte der Jungstar ihre Staatsbürgerschaft annehmen und als minderjähriger Nicht-EU-Ausländer vor Vollendung seines 16. Lebensjahres nach Europa wechseln.

Sein Vater ist argentinischer und portugiesischer Herkunft, geboren ist Gio Reyna im englischen Sunderland. Er könnte somit theoretisch für vier Nationen spielen, doch es werden wohl die USA: Dort ist er schon Kapitän der U17.

Seine Stärken sind, siehe oben, ohnehin offensichtlich. „Er ist in der Lage, Tore zu machen und auch vorzubereiten“, lobt Lucien Favre. Doch: „Er kann für sein junges Alter auch bereits sehr, sehr clever verteidigen.“

Wer sah, wie Reyna im Pokalspiel bei Werder Bremen (2:3) durch die gegnerische Abwehr tanzte und den Ball in den Winkel schlenzte, hat einen nachhaltigen Eindruck von seinen Fähigkeiten erhalten. Es wird für Giovanni Reyna wohl verrückt weitergehen. sid

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