Mit dem Bundesliga-Restart war mit Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud bei Borussia Dortmund ein neues Duo im zentralen Mittelfeld geboren. Und der Plan ging auf – bis zum alles entscheidenden Spiel gegen Bayern München (0:1).

Bundesliga

BVB: Der Plan mit Delaney und Dahoud geht nicht mehr auf

Tim Rother
27. Mai 2020, 11:25 Uhr
Gewann gegen München nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe: Borussia Dortmunds Mahmoud Dahoud (links). Foto: dpa.

Gewann gegen München nur 40 Prozent seiner Zweikämpfe: Borussia Dortmunds Mahmoud Dahoud (links). Foto: dpa.

Mit dem Bundesliga-Restart war mit Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud bei Borussia Dortmund ein neues Duo im zentralen Mittelfeld geboren. Und der Plan ging auf – bis zum alles entscheidenden Spiel gegen Bayern München (0:1).

4:0-Kantersieg im Revierderby gegen den FC Schalke, 2:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg – der Bundesliga-Restart für Borussia Dortmund war eigentlich geglückt. Beim wahrscheinlich vorentscheidenden Spiel um die Meisterschaft gegen den FC Bayern verlor die Mannschaft von Cheftrainer Lucien Favre am Dienstagabend jedoch mit 0:1.


Und neben der Erkenntnis, dass damit die BVB-Titelträume wohl geplatzt sein dürften, ist mittlerweile auch klar: Thomas Delaney und Mahmoud Dahoud im zentralen Mittelfeld waren in Dortmund nicht mehr als ein Alternativ-Plan.

Hintergrund: Emre Can und Axel Witsel fehlten der Borussia nach der Corona-Pause aufgrund von muskulären Problemen. Der BVB musste demnach ohne sein Herzstück in der Schaltzentrale auskommen. Favres Plan: Delaney und Dahoud sollen es richten.

Delaney und Dahoud bleiben gegen München blass

Und genau das taten sie. Gegen Schalke und Wolfsburg funktionierte das neuentdeckte Duo immerhin so gut, dass für den BVB am Ende zwei Siege heraussprangen. Kein Wunder also, dass sich Favre auch für das Spiel gegen die Bayern für Delaney und Dahoud entschied. Doch gegen den deutschen Rekordmeister ging der Plan nicht mehr auf.


Auf der einen Seite strahlte Delaney trotz toller Zweikampfquote kaum Ruhe aus, wirkte nervös und erlaubte sich viele unnötige Ballverluste. Auf der anderen Seite agierte Dahoud oft zu mutlos im Spiel nach vorne und fand gegen eine wohlgemerkt äußerst stabile Münchener Abwehr kaum eine Lücke. 

Nicht mehr als ein Alternativ-Plan

Keine Frage: Auch in anderen Mannschaftsteilen waren die Dortmunder den Bayern am Dienstagabend unterlegen. Den Schuh der Niederlage hat sich also das gesamte BVB-Team anzuziehen. Jedoch zeigte die fehlende Stabilität im zentralen Mittelfeld, wie elementar diese Position im Kampf um Titel ist.


Die weitere Schlussfolgerung aus dieser Niederlage: Dahoud und Delaney dürften für Borussia aufgrund der Ausfälle von Witsel und Can nicht mehr als ein Alternativ-Plan gewesen sein. Der Belgier und der deutsche Nationalspieler sind nun mal das Herzstück und der Motor des Dortmunder Spiels – vor und nach der Corona-Pause!

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27.05.2020 - 13:42 - Kuk

Gut, dass der BVB Alternativen hat, die in zwei wichtigen Spielen ihren Beitrag zu zwei Siegen leisteten.
Favre kann sie gerne öfter -nicht zwingend gemeinsam- einsetzen und damit das Spiel des BVB noch variabler und unberechenbarer gestalten.
Can und Dahoud kann ich mir gut vorstellen, Witsel und Delaney haben schon oft erfolgreich zusammen gespielt.