BL

Brennpunkte zum Schalker 1:1 in Nürnberg

Thomas Tartemann
12. April 2019, 21:58 Uhr

Foto: dpa

Schalkes Profis lieferten beim 1:1 (0:0) in Nürnberg eine indiskutable Leistung ab und wurden nach Abpfiff beim Gang in die Fankurve beschimpft. Wir haben die Aufreger des Spiels zusammengefasst.

Abrechnung des Spiels: “Außer Nübel könnt ihr alle gehen”, dröhnte es den S04-Profis nach dem schwachen Gestocher gegen den Club entgegen. Ein deutliches Votum, was die Anhängerschaft nach vielen enttäuschenden Spielen von ihrem Team hält. Stürmer Guido Burgstaller: “Das ist natürlich hart und tut weh.”

Zweikampfschwäche des Spiels: Fünf Schalker Profis brachten das Kunststück fertig, ein eminent wichtiges Kellerduell mit einer Zweikampfquote von nicht einmal 30 Prozent zu bestreiten. Den schwächsten Wert der Königsblauen wies Guido Burgstaller, der eigentlich Kampf, Einsatz und Leidenschaft als Grundtugenden vereint, auf. Der Österreicher gewann nur 17 Prozent seiner Duelle. Ebenfalls bedenklich: Daniel Caligiuri (29 Prozent), Omar Mascarell, Breel Embolo (beide 27 Prozent) und Nassim Boujellab (22 Prozent).

Statistenrolle des Spiels: Steven Skrzybski kehrte nach seiner Verletzung in die Startelf zurück, musste aber zur Pause in der Kabine bleiben. Bis zu dem Zeitpunkt war er kaum aufgefallen und brachte es auf nur zehn Ballkontakte.

Zitat des Spiels: “Ich kann den Kardiologen anrufen, dass es dem Herzen gut geht. Das ist auch nötig”, meinte Schalkes Trainer Huub Stevens mit selbstironischem Augenzwinkern. Stevens sah in Nürnberg den schwächsten S04-Auftritt seit seinem Amtsantritt.

Lob des Spiels: “Am Ende können wir uns bei Alexander Nübel bedanken, dass wir überhaupt noch die Chance hatten, den Ausgleich zu erzielen”, meinte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider in Richtung Torwart Nübel, der mehrere Nürnberger Großchancen und einen Elfmeter von Hanno Behrens vereitelt hatte. Selbst FCN-Trainer Boris Schommers musste anerkennen: “Der gegnerische Torwart ist anscheinend besonders motiviert, wenn es gegen den 1. FC Nürnberg geht, überragend zu halten. Oder wir spielen so gut, dass der gegnerische Torwart überragend halten muss.”

Fehlentscheidung des Spiels: Schiedsrichter Dr. Robert Kampka gab einen einwandfreien Treffer von Hanno Behrens, der vor Alexander Nübel am Ball war, nicht. Kampka hatte ein gestrecktes Bein von Behrens gesehen. “Der Schiedsrichter hat zur Halbzeit gesagt, dass er zu früh gepfiffen hat. Dass der Schiedsrichter einen Fehler gemacht hat, weiß er. Wenn er sagt, er habe zu früh gepfiffen, dann zeigt das Größe”, meinte FCN-Trainer Schommers nach dem Spiel.


Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

13.04.2019 - 15:15 - Schalker1965

Ein eindeutiger Beleg für fehlende Einstellung bzw. Arbeitsverweigerung. Kämpfen geht immer!

13.04.2019 - 15:12 - Schalker1965

Eine einzige Schande! Offensichtlich ist es diesem Sauhaufen völlig egal, ob Schalke absteigt. Die Berater sind wahrscheinlich bereits auf der Suche nach neuen Vereinen.