Shinji Kagawa wechselte im Sommer 2019 von Borussia Dortmund zu Real Saragossa in die zweite spanische Liga. Dort verlief sein Start zwar noch ganz gut, mit der Zeit enttäuschte der Japaner jedoch immer mehr. 

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Borussia Dortmund: So läuft es für Shinji Kagawa in Spanien

Tizian Canizales
24. Mai 2020, 20:44 Uhr
Shinji Kagawa beim Training mit dem Bundesligisten Borussia Dortmund. Foto: firo

Shinji Kagawa beim Training mit dem Bundesligisten Borussia Dortmund. Foto: firo

Shinji Kagawa wechselte im Sommer 2019 von Borussia Dortmund zu Real Saragossa in die zweite spanische Liga. Dort verlief sein Start zwar noch ganz gut, mit der Zeit enttäuschte der Japaner jedoch immer mehr. 

Als Shinji Kagawa Borussia Dortmund im Sommer 2019 gen Spanien verließ, dürfte der ein oder andere BVB-Fan eine Träne verdrückt haben. Zwar hatte Kagawa in Dortmund schon da länger nicht mehr das gezeigt, was er eigentlich drauf hat, dennoch genoss und genießt er viele Sympathien im Schwarz-Gelben Lager. „Shinji ist ein verdienter Borusse, der mit unserem Klub Titel gewonnen und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, sagten beispielsweise BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Kagawa habe "in Dortmund immer eine zweite Heimat und viele Freunde".

Kagawa löst Social-Media-Hype aus und enttäuscht dann

Diese verließ er dann aber dennoch, um sich seinen großen Traum von einem Spanien-Wechsel zu erfüllen. Bei dem Zweitligisten Real Saragossa wurde der erfahrene Japaner als großer Hoffnungsträger vorgestellt, er enttäuschte Fans und Verantwortliche aber zusehends. 


Zwar hatte Kagawa mit seiner Ankunft einen kurzzeitigen Hype in den Sozialen Medien ausgelöst, der jedoch aufgrund seiner Leistungen relativ schnell verpuffte. „Viel Lärm um nichts“ titelte die spanische Sportzeitung AS im Januar 2020 schließlich vernichtend. 

Dabei schien der Start Kagawas nach Maß zu verlaufen. „Seit ich hier bin, ist alles perfekt. Es ist wahr, dass die Leute mich sehr gut behandeln. Ich bin sehr glücklich, in Saragossa zu sein“, sagte Kagawa noch im November gegenüber spanischen Sportzeitung "Marca". 


Bis dato hatte er in zwölf Ligaeinsätzen immerhin zwei Tore erzielt. Dass diese bis zur Coronapause Anfang März seine letzten bleiben würden, hätten wohl die wenigsten gedacht. Kagawa, in den ersten Wochen noch gesetzt, verlor seinen Stammplatz. Sein letztes Ligaspiel über 90 Minuten absolvierte er Ende September. 

Lediglich im Pokal stand er noch drei Mal über die volle Distanz auf dem Feld, legte gegen RCD Mallorca sogar ein Tor vor. Seit einem deutlichen 0:4 gegen Real Madrid im Januar 2020 ist in diesem Wettbewerb allerdings Schluss. Aktuell pausiert die Liga wegen der Coronakrise. 

Zweimal Meister und Pokalsieger mit Borussia Dortmund

Glorreichere Zeiten erlebte der mittlerweile 30-Jährige bei Borussia Dortmund. Der BVB holte Kagawa im Sommer 2010 von Cerezo Osaka aus Japan und formte ihn zu einem Weltklasse-Mittelfeldspieler. Kagawa wurde in seiner Premierensaison direkt Deutscher Meister, holte 2011/12 dann sogar das Double. 


In der Folge transferierte Borussia Dortmund den Japaner dann für 16 Millionen Euro zu Manchester United. Von dort kehrte er zwei Jahre später für die Hälfte der Summe zum BVB zurück - er hatte sich nicht durchsetzen können. Er blieb bis zum Winter 2019. 

Zwar holte Kagawa mit Borussia Dortmund in der Saison 2016/17 den DFB Pokal, insgesamt rutschte er in der Mittelfeldhierarchie jedoch immer weiter ab. Am Ende ließ er sich für ein halbes Jahr zum türkischen Klub Besiktas Istanbul verleihen, wo er aber auch nicht bleiben sollte. Nun scheint sich mit Real Saragossa das nächste enttäuschende Kapitel seiner Karriere anzubahnen. 

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