Bundesliga

Borussia Dortmund: Heimbilanz gegen die Bayern macht Mut

06. November 2020, 07:35 Uhr
Foto: dpa

Foto: dpa

Tabellenzweiter gegen Spitzenreiter – alle Augen in Fußballdeutschland sind auf das Prestige-Duell der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gerichtet. Das Team von Lucien Favre liegt in der Heimbilanz gegen den FCB knapp vorne.

Es ist wieder einmal angerichtet: Auch wenn der Charme des Topspiel-Klassikers der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) wohl etwas unter dem coronabedingten Zuschauerausschluss zu leiden haben wird, empfängt auf dem Papier der Tabellenzweite BVB den Ligaprimus FCB, beide haben nach sechs Spielen 15 Punkte auf dem Konto.

Mut machen wird der Elf von Trainer Lucien Favre vermutlich die Heimbilanz. Denn während die Schwarz-Gelben in der Münchener Allianz-Arena vor allem in den vergangenen Jahren doch oft deutlich unter die Räder kamen – das Torverhältnis aus den letzten drei Ligaspielen bei den Bayern lautet 0:15 – und insgesamt 41 von 63 Pflichtspielen in München verloren, siegte der BVB zu Hause in bislang 62 Spielen verschiedener Wettbewerbe immerhin 22-mal, die Bayern 21-mal. 19 Vergleiche auf Dortmunder Boden endeten unentschieden. 

2018 trafen Reus und Alcacer für Dortmund

Der letzte Liga-Heimsieg der Dortmunder gegen die Bayern ist gleichzeitig der bislang letzte Erfolg überhaupt gegen die Münchner und datiert vom 10. November 2018 – beim 3:2 im Signal-Iduna-Park traf Kapitän Marco Reus doppelt, der inzwischen abgewanderte Stürmer Paco Alcácer markierte den Endstand. Zuvor hatte der FCB-Torjäger Robert Lewandowski die Gäste zweimal in Führung gebracht.

Auch im Supercup 2019 konnte der BVB die Mannschaft von Trainer Hansi Flick schlagen. Nach 90 Minuten hieß es gegen den damals allerdings noch unter der Leitung von Niko Kovac stehenden Rekordmeister 2:0, wiederum Alcácer und Jadon Sancho besorgten vor 81.465 Zuschauern die Tore für Dortmund. Das jüngste Spiel auf heimischem Geläuf fand dagegen ebenfalls unter Corona-Bedingungen statt: Joshua Kimmich markierte im Mai dieses Jahres am 28. Spieltag der vergangenen Saison durch ein sehenswertes Tor den 0:1-Endstand im Geisterspiel. 

Warmschießen in der Champions-League

Im Vorfeld des 126. Deutschen Klassikers – von den bisher 125 Pflichtspielen zwischen beiden Teams gewann der FCB mit 62 fast doppelt so viele wie der BVB – nutzten die Kontrahenten ihre Champions-League-Spiele unter der Woche zum Warmschießen. Der FC Bayern ballerte am Dienstag nach fulminanter Schlussphase mit drei Toren in den letzten zehn Minuten RB Salzburg mit 6:2 aus dessen eigener Arena, Borussia Dortmund kam am Mittwoch vor allem durch einen brillierenden Erling Haaland zu einem locker-leichten 3:0-Erfolg beim FC Brügge – eine deutliche Verbesserung zum letzten Königsklassenspiel gegen Zenit St. Petersburg, das das Favre-Team nur mit Ach und Krach 2:0 zu Hause gewinnen konnte. 


Autor: Leon Peters

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren