30.10.2018

Essen

Bloch hat große Ziele mit RuWa Dellwig

Foto: Thorsten Tillmann

Matthias Bloch wechselte letztes Jahr aus der Oberliga von der SpVg Schonnebeck in die Kreisliga A zu RuWa Dellwig. Schuld daran waren nicht etwa seine schlechten Leistungen, sondern berufliche Gründe. 

In Dellwig konnte der 27-Jährige eine Ausbildung beginnen. Uns verriet er, welche Ziele er noch mit seinem Verein hat und warum der Wechsel in eine drei Klassen tiefere Mannschaft gar nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt.

RuWa musste gegen Aufsteiger Barisspor Essen am vergangenem Sonntag mit einem 0:0 einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg hinnehmen. Hat Sie das Ergebnis im Hinblick auf das Spitzenspiel am kommenden Wochenende gegen die SG Essen-Schönebeck verunsichert?
Verunsichert kann man jetzt nicht sagen. Klar ärgert es uns, dass wir wichtige Punkte liegen gelassen haben. Wir haben aber großes Vertrauen in unsere Stärken und wissen, was wir können. Solche Spiele wie das gegen Barisspor hat man nun mal ab und zu. Die Mannschaft war spielerisch zwar nicht besser als wir, aber sie haben gekämpft und sich den Punkt verdient. Es gewinnt nunmal nicht immer die bessere Mannschaft.

Am Sonntag steht ein absolutes Top-Spiel gegen Tabellennachbar Schönebeck an. Wie groß ist die Vorfreude bei im Team?
Die Vorfreude ist natürlich groß. Wir wollen zeigen, dass das Ergebnis gegen Barispor nur ein Ausrutscher war. Für uns stehen ja auch jetzt zwei Top-Spiele an. Nach Schönebeck müssen wir eine Woche später gegen Spitzenreiter Katernberg spielen. Auf beide Partien freuen wir uns und da möchten wir unbedingt zeigen, was wir drauf haben.

Sie sind vor zwei Jahren aus beruflichen Gründen aus der Oberliga in die Kreisliga A gewechselt. Inwiefern war das eine Umstellung für Sie?
Der Unterschied ist natürlich riesig und man kann das eigentlich gar nicht miteinander vergleichen. In der Oberliga wird viel, viel mehr abverlangt und es wird viel taktisch gearbeitet. In der Kreisliga wird eher gekämpft. Da musste ich mich schon anpassen und das war schwieriger, als ich mir das vorgestellt habe.

Sie gehen mittlerweile in Ihre zweite Saison bei RuWa Dellwig. Welches Fazit ziehen Sie bis jetzt?
Es gefällt mir hier echt sehr gut. RuWa ist ein sehr familiärer Verein und das war mir wichtig. Außerdem spielen auch viele Kollegen von mir hier wie zum Beispiel Dustin Hoffmann, Marcel Schlomm und Som Sebastian Essome, die ebenfalls schon Oberliga-Fußball gespielt haben. Wir wissen alle, dass wir keine Profis mehr werden und bei uns steht der Spaß im Vordergrund.

Welche Ziele haben Sie noch mit RuWa Dellwig?
Ich habe noch große Ziele und möchte definitiv in die Bezirksliga aufsteigen. Ob das dieses Jahr passieren wird, müssen wir gucken. Katernberg sehe ich einen Ticken stärker als uns. Spätestens in zwei Jahren möchten wir den Aufstieg aber packen.

Wollen Sie in Ihrer Karriere nochmal Oberliga-Fußball spielen oder stehen bei Ihnen andere Sachen im Vordergrund?
Das Private geht bei mir definitiv vor. Ich werde jetzt bald Vater und das steht für mich zurzeit im Vordergrund. Ich gucke, was ich mit Dellwig noch erreichen kann und mache mir darüber noch keine Gedanken. Ich muss nicht unbedingt nochmal Oberliga-Fußball spielen.


Autorin: Charmaine Fischer

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