FC Nordkirchen

Bezirksliga-Spitzenreiter verliert im Sommer vier Leistungsträger

RevierSport
15. Januar 2021, 13:14 Uhr
Foto: RS

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Der FC Nordkirchen, Tabellenführer der Bezirksliga Staffel 9, muss in der neuen Saison auf gleich vier wichtige Säulen der Mannschaft verzichten. Das Quartett schließt sich dem Landesligisten SV Herbern an.

Mit Torhüter Philipp Sandhowe, Verteidiger Tim Bröer, Kreativmann Thomas Eroglu und dem vereinsinternen Top-Torjäger Daniel Krüger verlässt nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" beinahe die halbe Startelf den Bezirksliga-Tabellenfüher FC Nordkirchen in Richtung Landesligist SV Herbern. 


Ein, zum jetzigen Zeitpunkt, ungewöhnlicher und überraschender Schritt, wie auch Cheftrainer Mario Plechaty, Vater des Rot-Weiss-Essen-Profis Sandro Plechtay, findet. „Damit hat keiner gerechnet. Die Spieler kennen sich seit Jahren, haben immer mit offenen Karten gespielt. Ich war enttäuscht, habe es aber akzeptiert“, sagt der Übungsleiter des FC Nordkirchen gegenüber "Ruhr Nachrichten". Für Plechaty steht aber jetzt im Vordergrund, „dass sie bis zum Ende Gas geben.“

Nordkirchen befindet sich mitten im Aufstiegsrennen

Ein wichtiger Aspekt, denn wenn die Saison tatsächlich fortgesetzt wird, befindet sich seine Truppe mitten im Aufstiegsrennen. Eine enge Konstellation an der Tabellenspitze würde einen hochspannenden Endspurt versprechen.


Der FC Nordkirchen steht nach acht Spielen mit 19 Punkten am Platz an der Sonne. Dicht gefolgt jedoch vom FC Roj, der ein Spiel weniger hat und nur drei Punkte hinter dem Klub aus der Schlossgemeinde liegt. Jan Ramadan, Trainer vom engsten Verfolger, sieht in den bevorstehenden Abgängen jedoch keinen Vorteil für seine Mannschaft im Aufstiegskampf. „Manche Spieler gehen, manchmal kommen dann aber auch bessere zum Verein. Ich denke, dass Nordkirchen weiß, was zutun ist. Als Motivation für uns würde ich die Abgänge aber nicht sehen“, erklärt Ramadan gegenüber "Ruhr Nachrichten".

Den besten Punkteschnitt der Liga kann allerdings Mengede 08/20 vorweisen. Die Dortmunder haben zwar vier Punkte weniger als der Tabellenführer, allerdings haben sie bis dato auch zwei Spiele weniger machen dürfen. Der Coach der Mengeder, Thomas Gerner, betrachtet die Transferneuigkeiten in differenzierter Sichtweise. Ein möglicher positiver Effekt für die Nordkirchener könnte demnach sein, „dass so eine Nachricht zusammenschweißen kann, um Top abzuschließen.“ Er sieht aber auch die Gefahr, „dass Spieler in einer misslichen Situation schnell der Gleichgültigkeit verfallen könnten.“ 

Autor: Lukas Block

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