In der zweiten Runde des RevierSport-Niederrheinpokals trifft der MSV Duisburg am Samstag (14 Uhr) auf die SSVg Velbert. Das Duell am Samstag ist besonders für einen Duisburger ein besonderes.  

RS-Niederrheinpokal

Besonderes Wiedersehen für Duisburgs Mickels in Velbert

10. Oktober 2019, 19:00 Uhr

Foto: firo

In der zweiten Runde des RevierSport-Niederrheinpokals trifft der MSV Duisburg am Samstag (14 Uhr) auf die SSVg Velbert. Das Duell am Samstag ist besonders für einen Duisburger ein besonderes.  

Für die Drittliga-Profis des MSV ist das Gastspiel beim Oberligisten wohl eher Pflicht als Kür. Doch für einen auf Seiten der Zebras ist es ein ganz spezielles Aufeinandertreffen: Leroy-Jacques Mickels. Der 24-Jährige steht seit Sommer in Duisburg unter Vertrag. In der Vorsaison spielte er noch in Velbert. Dort hatte er sich mit einer starken Oberliga-Saison ins Rampenlicht gespielt und so doch noch den Sprung in den Lizenzfußball geschafft. 

Im Interview mit dem vereinseigenen Youtube-Channel ZebraTV warnt er seine neuen Teamkollegen vor den alten: "Ich habe schon in der Kabine gesagt: Wir dürfen das Spiel nicht locker nehmen, sondern müssen hundert Prozent abrufen, sonst wird es weh tun. Je länger das Spiel dauert, desto ekliger wird es werden." 

Nun hofft Mickels auf einen Startelf-Einsatz an alter Wirkungsstätte. In der Liga durfte er bereits viermal von Beginn an aufs Feld. Insgesamt kommt Mickels bereits auf elf Drittliga-Einsätze, gekrönt von zwei Treffern und zwei Vorlagen. Vor der Saison hätten wohl die wenigsten damit gerechnet, dass er den Sprung von Liga fünf in Liga drei so problemlos meistert. "Keiner hätte gedacht, dass ich auf so viele Spiele komme in der Zeit. Ich hoffe und denke, dass ich mich noch weiterentwickeln kann", erzählt der Offensivspieler. 

Über Umwege in den Profifußball

Noch vor nicht allzu langer Zeit drohte seine Karriere aus den Fugen zu laufen. Nach dem er Borussia Mönchengladbachs Jugendabteilung durchlaufen hatte, landete Mickels nach jeweils kurzen Intermezzos bei FC St. Pauli ll und Alemannia Aachen in der Oberliga Niederrhein. Nach einem Jahr beim 1. FC Monheim ging er zur SSVg Velbert. Dort explodierten die Leistungen des gebürtigen Siegburgers förmlich: Mit 22 Toren und zehn Assists in 28  Pflichtspielen weckte er das Interesse des MSV Duisburg. 

In den ersten drei Liga-Partien brachte ihn Trainer Torsten Lieberknecht in der Schlussphase. Genauso lief es auch am vierten Spieltag beim Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte er sein erstes Tor für Duisburg - ein besonderer Moment für Mickels. "Ich habe schon auf der Bank gespürt, dass ich treffen werde", verrät er bei ZebraTV. "Das hat mich sehr stolz gemacht."

Für ihn geht derzeit ein Traum in Erfüllung. "Einzulaufen und zu hören wie die Fans deinen Namen rufen, davon habe ich als Kind geträumt. Das ist Wahnsinn."

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