Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen den Eltern beider Mannschaften musste am Samstag die F-Jugendpartie zwischen dem BV Altenessen und dem FC Stoppenberg abgebrochen werden.

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Beleidigungen, Rangelei und Spielabbruch in F-Jugend!

RevierSport
01. Dezember 2019, 14:08 Uhr

Foto: RS

Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen den Eltern beider Mannschaften musste am Samstag die F-Jugendpartie zwischen dem BV Altenessen und dem FC Stoppenberg abgebrochen werden.

Kurz vor dem Ende des Spiels eskalierte die Lage. Laut Altenessens Trainer Jamal Fechtali handelte es sich bis dahin um ein „ganz normales F-Jugendspiel.“ Doch dann kam es zwischen den Sieben- und Achtjährigen zu einer Rangelei um den Ball. Danach kam es nach Informationen dieser Redaktion zu tumultartigen Szenen, die zum Abbruch des Spiels führten. Fechtali beschreibt die Szene:

„Eine Mutter vom FC Stoppenberg rief rein, um was für 'bescheuerte Kinder' es sich in unserer Mannschaft handele. Daraufhin habe ich sie gebeten, die Anlage zu verlassen. Sie weigerte sich und plötzlich stürmte ein Trainer der Stoppenberger auf mich zu. Er schrie in meine Richtung: 'Lass meine Frau in Ruhe, du Affe'.“

Daraufhin kam es Augenzeugenberichten zufolge zu einer Rangelei zwischen den Eltern beider Teams: „Auf einmal waren zahlreiche Eltern der Stoppenberger auf dem Platz, ein Trainer rannte auf mich zu. Daraufhin sind auch Eltern von uns auf das Feld, um zu schlichten.“

FC Stoppenberg möchte sich in Kürze äußern

Schläge sind nach Angaben Fechtalis keine gefallen. Die Partie musste dennoch abgebrochen werden: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir uns das nicht antun.“ In der Folge sollen sich die Gemüter beruhigt haben. Laut Fechtali habe sich Gästetrainer Kader Sivri nach dem Spiel entschuldigt.


Sivri wollte die Schilderungen Fechtalis auf RevierSport-Anfrage noch nicht kommentieren, dementierte allerdings, dass es sich bei dem Vorfall um seine Frau handelte. Der Gästetrainer kündigte zudem an, dass der FC Stoppenberg sich in Kürze zu den Vorfällen äußern und die Geschichte begradigen werde.

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02.12.2019 - 07:41 - rotweissliebe

Dei beiden Mannschaften aus dem Essener Norden sind zumindest in der Jugend für andere Schlagzeilen bekannt. Beim FC Stoppenberg werden Gäste der Jugend immer mit Höflichkeit und Respekt begrüßt und behandelt. Ich durfte in der Vergangenheit mit vielen Jugendmannschaften in verschiedenen Altersklassen dort antreten. Auch bei Begegnungen im Jugendleistungsbereich konnte ich kein unangemessenes Verhalten von Trainern, Spielern oder Eltern feststellen. Bei Begegnungen im Bereich Bambini bis U12 gibt es immer mal den Einen oder Anderen hitzigen Vater (oder Mutter), aber in meiner Erinnerung niemals ein nicht vertretbares Verhalten. Der BV Altenessen 06, als alter Essener Traditionsverein hat sich in den letzten 10 Jahren mangels Nachwuchs einer starke Wandlung unterzogen. Zwischenzeitlich als Migrationsverein in der Jugend geehrt (RS berichtete), zeichnet sich seit Jahren im Bereich der Senioren ein anderes Bild. Von Essens ehemaliger Nummer 3 ist seit mehreren Jahren nichts mehr vorhanden, Abstiege von der Verbandsliga bis runter in die Kreisliga B, sowie viele Skandale rund um das Verhalten der dort spielenden Sportkameraden zeichnen seit langem den Weg des BVA. Gegner welche aufgrund massiven körperlichen Drucks seitens der Spieler und Zuschauer eine komplette Rückrunde nicht mehr angetreten sind und den BVA sogar kurzfristig dadurch wieder in der Kreisliga A katapultierten( auch hier berichtete der RS korrekt und sachlich), sowie aufgrund von mehreren körperlichen Auseinandersetzungen Mannschaften abgemeldet werden mussten, runden das Bild ab. Der Kreis 13 steht diesem Problem seit Jahren hilflos gegenüber, mehr als Sperren aussprechen ist halt ihrerseits nicht möglich. Das Migrationsprojekt, trotz Renovierung der Sportanlage und zusätzlichen Geldern, darf man als gescheitert betrachten.

01.12.2019 - 23:33 - Frankiboy51

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01.12.2019 - 20:01 - Außenverteidiger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

01.12.2019 - 19:59 - Katze_vom_Londenring

Schade, dass RevierSport so unreflektiert nur einen der Trainer zur Sache sprechen lässt und nicht erst die Stellungnahme des Gegners abwartet. Solche Aktionen gehen vor die Spruchkammer und werden dort aufgearbeitet und die Schuldfragen geklärt. Die Sitzungen hätte man abwarten müssen bevor die Kids einer F-Jugendmannschaft von RevierSport stigmatisiert werden. Die sind bei der ganzen Geschichte, unabhängig vom Verein die Leidtragenden.

Mir scheint, dass dieser Trainer proaktiv seine eigene Geschichte schnell verkauft um Stimmung zu machen, wer liest schon die klein gedruckte Gegendarstellung ein paar Tage später. Gerade weil es um die Kids geht hätte ich mir eine Einigung auf Vereinsebene ohne die Öffentlichkeit gewünscht aber RevierSport sind scheinbar die Kids nicht so wichtig.

01.12.2019 - 15:45 - Ruhrperle

Fällt mir spontan das Lied ein : " Bolle reiste jüngst zu Pfingsten ,nach Pankow war sein Ziel, doch hat er....." !
Was einem doch auf dem Sportplatz so alles geboten wird ! Einfach herrlich ! Jetzt noch ein paar schnuckelige Cheerleader
tanzen und singen lassen.... ;-))