Zoff in Homberg

Beleidigung? VfB-Trainer Janßen droht mit Klage

Fabian Kleintges-Topoll
07. April 2019, 19:24 Uhr

Foto: Mark Bohla

Hombergs Trainer Stefan Janßen ist als äußerst fairer Sportsmann bekannt. Beim 2:0-Erfolg gegen den TSV Meerbusch wurde er zum ersten Mal in seiner Karriere auf die Tribüne geschickt. Verständnis dafür hatte er nicht.

Es lief die 73. Spielminute, als im PCC-Stadion am Duisburger Rheindeich immer mehr Hektik aufkam. Der VfB Homberg verpasste in doppelter Überzahl unzählige Male das 2:0 und hatte danach Glück, durch den nach einer Notbremse verschossenen Elfmeter von Meerbuschs Dennis Dowidat nicht noch bestraft worden zu sein. Als Janßen gut fünf Minuten später schnellstmöglich seinen zweiten Wechsel durchführen wollte, um Zeit von der Uhr zu nehmen, schickte Schiedsrichter Jan Oberdörster den Homberger Erfolgstrainer auf die Tribüne. Eine Entscheidung, die auch für Janßen trotz aller Unruhe sehr überraschend kam.

Über den Platzverweis gegen Mike Koenders wollte sich der 49-Jährige gar nicht beschweren, viel mehr ärgerte sich der Trainer über die Entscheidungen des Linienrichters. „Ich habe ihn drei Mal angesprochen und er ist nicht in der Lage, die Auswechslung durchzuführen.“ Den Grund für die Verbannung auf die Tribüne bestritt Janßen vehement: „Sollte er das in den Spielbericht schreiben, werde ich ihn wegen Verleumdung verklagen. Ich habe ihn nicht beleidigt. Er sollte sich und seine Leistung hinterfragen. Das Ganze an anderen auszulassen, macht keinen Sinn“, stellte der Trainer klar.

Janßens Sonderlob für Ferdi Acar

Janßen weiter: „Mein Trainerkollege hat das genau gehört. Das lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich bin noch nie als Trainer in einer Seniorenmannschaft vom Platz geflogen. Das war völlig ungerechtfertigt. Er hat in fast allen Situationen daneben gelegen und da sollte man überlegen, ob er nicht drei Ligen zu hoch eingesetzt wird“, wütete der Trainer.

Trotz aller Aufregung freute sich Janßen besonders für Ferdi Acar, der in den letzten vier Spielen gleich fünf Treffer erzielte. Acar, der die meiste Zeit in der Hinrunde auf der Ersatzbank verbringen musste, blüht immer mehr auf, sehr zur Freude seines Trainers: „Er hat eine unglaubliche Spielintelligenz und eine exzellente Schusstechnik. Jetzt stimmt auch die Einstellung, er kämpft. Und seitdem spielt er überragend!“ Wie groß Acars Qualitäten sind, zeigte auch sein Volleytreffer zum frühen 1:0. „Dass er den mit dem Linken macht, war exzellent. Von mir aus kann er so weitermachen“, scherzte ein wütender und zugleich zufriedener Homberg-Trainer.


Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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07.04.2019 - 20:54 - Bern1954

Diesen Bericht zum Thema Schiedsrichter kann ich nur bestätigen....Dieses Gespann ist eine Frechheit!! Absolut nicht Oberliga tauglich.
Kreisliga reicht vollkommen für die Herren...

07.04.2019 - 20:39 - Frankiboy51

Sehr gut, die "Ex - RWO"ler ! ;-))