11.10.2018

U21-Trainer Kuntz

"Bei uns können die Spieler Kind sein"

Foto: Firo

U21-Bundestrainer Stefan Kuntz kennt die Probleme im deutschen Fußball. Vor der EM-Qualifikation spricht er im Interview über Ausbildung.

Stefan Kuntz empfängt in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Auf dem Tisch liegt sein Tablet, auf dem er, der Junioren-Bundestrainer, die Daten vieler Talente sammelt. Seit 2016 trainiert der 55-Jährige die deutsche U21. Voriges Jahr holte er den EM-Titel. Nun kann sein Team mit einem Sieg am Freitag gegen Norwegen (20 Uhr/Eurosport) die Qualifikation für die Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino perfekt machen. Diesen jungen Spielern gehört die Zukunft im deutschen Fußball.

Herr Kuntz, haben Sie sich schon Unterkünfte in Italien angesehen?
Stefan Kuntz: Nein, da bin ich altmodisch, weil ich so erzogen wurde. Oder vielleicht auch, weil ich in meiner Karriere viel erlebt habe. Jedenfalls feiere ich erst dann, wenn es Etwas zu feiern gibt.

Aber im Grunde ist die Qualifikation für die EM doch sicher.

Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Aber jetzt müssen wir den letzten Schritt auch noch machen.

Wie stark schätzen Sie Ihren U21-Kader denn ein?
Das kommt natürlich immer darauf an, wer mir zur Verfügung steht. Aktuell haben wir im Gegensatz zum letzten Lehrgang wieder acht neue Spieler dabei.

Aber generell?
Ich lasse mal Brandt, Sané und Werner weg, die dürften theoretisch auch noch bei uns spielen. Dazu haben sich Kai Havertz, Thilo Kehrer und andere in den Blickpunkt gespielt. Generell muss der Pool, aus dem wir schöpfen, für die EM-Qualifikation reichen. Dann hängt es davon ab, wer zur Verfügung steht.

Was schätzen Sie an ihrem Kader?
Meine Jungs haben die U21 als Chance verstanden. Bei uns sind alle in einem Alter, sie sind alle ungefähr auf einem Level. Sie können sich ausprobieren und Verantwortung übernehmen, was in ihren Vereinen manchmal schwer möglich ist.

Nervt es Sie, wenn Sie Spieler an Joachim Löw abgeben müssen?
Im Gegenteil. Unsere erste Aufgabe ist es, die Jungs für die A-Nationalmannschaft vorzubereiten. Und so lange es für die Jungs nach oben geht, ist das weinende Auge recht trocken. Außerdem finde ich es immer interessant, wenn wir neue Spieler einbauen können.

Wie formen Sie daraus eine erfolgreiche Mannschaft?
Wir haben es derzeit geschafft, dass wir einen sensationellen Mannschaftsgeist haben, auch durch unser Betreuerteam. Bei uns fühlt sich jeder schnell wohl. Wir haben dabei klare Regeln. Wir sind keine Kirmestruppe. Aber die Jungs halten diese auch bereitwillig ein.

Wie finden Sie Spieler für die U21?
Das beginnt mit einer Recherche. Wir schauen uns am Anfang einer Saison die Kader bis runter zur dritten Liga an. Außerdem haben wir ein großes Netzwerk. Dazu kommt das Scouting. Ich verfolge von Freitag bis Montag mindestens zwei Spiele live, die anderen Partien schaue ich im TV. Und es gibt viele Spieler, die bereits eine DFB-Vergangenheit in der Jugend haben, die wir also bereits auf dem Schirm haben und über die mich unsere anderen U-Trainer informieren.

Finde Sie manchmal einen Spieler richtig gut, sein Vereinstrainer aber nicht?
Klar, das gibt es. Manchmal haben Spieler bei uns einen höheren Wert. Das sind die Zwickmühlen.

Und dann?
Da hilft reden. Ich stehe mit den Klubtrainern im ständigen Austausch. Wir müssen bei dieser Diskussion aber über ein weiteres Thema reden: die Identifikation mit der Nationalmannschaft.

Bitte ….
Die Identifikation können wir allein nicht erreichen. Sie muss auch von den Vereinen mitgetragen werden. Es wird aber zum Problem, wenn man jungen Spielern im Verein das Gefühl gibt, dass der Besuch der U-Mannschaften des DFB nicht so wichtig ist. Es kommt vor, dass Trainer einem Spieler sagen, wenn du beim DFB spielst, weiß ich nicht, ob du danach noch deinen Stammplatz hast. Wenn ein Trainer den Spieler da nicht unterstützt, ist das nicht förderlich.

Kommt das regelmäßig vor?
Das sind maximal zehn Prozent der Fälle. Meistens geben die Vereine die Bedeutung der DFB-Auswahlmannschaften weiter.

Wie reagieren Sie, wenn einer Ihrer Spieler im Verein kaum auf dem Platz steht?
Das kann ich nicht beeinflussen. In die Vereinsangelegenheiten mischen wir uns nicht ein. Ein Paradebeispiel ist da gerade Schalkes Alexander Nübel. Natürlich sind Schalke und auch Domenico Tedesco im Moment froh, dass der bei uns spielt. So wie bei Cedric Teuchert. In so einem Moment wird auch ein Verein glühender DFB-Anhänger (lacht).

Wann sollte ein Spieler denn den Sprung zu einem Topklub wagen, auch wenn die Gefahr bestehe, weniger zu spielen?
Bis zum Alter von 12, 13 oder 14 Jahren würde ich im heimischen Umfeld mit Stützpunkttraining bleiben. Dann kommt so langsam der Punkt, an dem ein Spieler mit den ganzen Herausforderungen, die beim Leistungssport auch in der Jugend schon entstehen, klarkommen kann. Denn es nutzt nichts, wenn ich ein Talent spielerisch weiterbringe, aber als Mensch nimmt es Schaden.

Generell gefragt: Wie schädlich sind Berater im Profifußball?
Es gibt schon Einflussfaktoren auf einen jungen Spieler, die aus meiner Sicht falsch sind. Ich habe das auch in meiner Funktion beim 1. FC Kaiserslautern kennengelernt …

… sie waren dort Vorstandsvorsitzender …
… dann sitzt dort ein junger Spieler mit seinen Eltern, die einen Berater wollen. Ich habe gefragt: Warum brauchen sie einen Berater? Glauben Sie, ich betrüge sie? Trotzdem haben sie sich dann einen Berater genommen, der gefordert hat, dass der Junge unbedingt in der ersten Mannschaft trainieren muss. Obwohl wir davon abgeraten haben. Die Folge war, dass der Junge sich nicht durchgesetzt hat.

Der Spieler wurde also schlecht beraten.
Ja, das ist der Moment, in dem der Berater schlecht ist. Weil eine Sache ist klar: Wenn ein Spieler in der zweiten Mannschaft gute Leistungen bringt, dann wird er auch hochgeholt. Schauen Sie sich Florian Neuhaus an. Er hat erst mal einen Schritt zurückgemacht, sich in der 2. Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf durchgesetzt, jetzt spielt er bei Gladbach in der Bundesliga.

Sind die Berater sogar eine Gefahr für den deutschen Fußball?
Das muss jeder selber beurteilen. Aber: Zwischen 18 und 21 Jahren muss sich ein Talent Spielzeit erkaufen. Die Spieler sollen lieber auf Geld verzichten, dafür aber regelmäßig zum Einsatz kommen. Das lohnt sich auch finanziell, weil die Spielzeit wird nachher zum Multiplikator bei einem Vertragsangebot. Einige verstehen das, andere nicht.

Wie wäre eine Gehaltsobergrenze für Talente?
Wir kommen immer an den Punkt, dass die Topvereine dann sagen, bei einer Gehaltsobergrenze kriegen wir keine ausländischen Talente mehr, und die europäische Konkurrenz hängt uns ab.

Was kann man dann tun?
Es gibt nicht die eine Stellschraube, an der man dreht und alles wird gut. Der DFB hat einen Vorteil: Im Grunde sind wir wie eine neutrale Beratungsstelle. Wir geben Feedback ohne eigenes Interesse. Wenn wir den Spielern Tipps geben, wollen wir nur das Beste für die Jungs und teilen unsere Erfahrungen mit ihnen.

Na ja, der DFB will eine starke Nationalmannschaft.
Richtig, das Hauptinteresse liegt in der Entwicklung der Talente, es geht bei den Nationalmannschaften nicht ums Geld. Wir können in vielen Sachen sehr neutral eine Meinung abgeben. Das nutzen auch einige.

Aber in der U21 gibt es auch Prämien.
Also Prämien gibt es nur bei einem Turnier. Und für den EM-Sieg haben die Spieler eine Summe bekommen, die sie normalerweise nach ein, zwei Bundesliga-Spielen schon durch ihre Punktprämie verdient haben.

Scheinbar geht es Ihren Spielern dann nicht nur ums Geld, oder warum spielen sie für die U21?
Im Verein sind sie immer unter Beobachtung, da müssen sie um ihre Position kämpfen. Aber wenn sie hierhin kommen, dann treffen die meisten ihre alten Kumpels. Dann blühen sie auf. Unsere Spieler können hier noch mal Kind sein. Das tut ihnen gut. Wir haben hier eine professionelle Wohlfühl-Atmosphäre. Außerdem ist das Gefühl, für sein Land zu spielen auch eine riesige Motivation. Dazu lernen die Spieler bei uns durch die Auswärtsspiele und Turniere auch andere Länder und einen anderen, internationalen Fußball kennen. Wir fordern sie auf Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen, in einem respektvollen Rahmen mit einem fairen Umgang untereinander.

Wie machen Sie das als Trainer?
Ich arbeite jetzt seit gut 35 Jahren im Fußball und habe durch meine Lebenserfahrung viel weiterzugeben. Dazu bieten wir den Jungs auch einen Blick über den Tellerrand hinaus.

Welche?
Wir haben etwa das Projekt „U21 hilft“, in dem wir unser Motto „Herz zeigen“ vorleben. In dem Rahmen sind wir zum Beispiel zur Kinderkrebs-Station in Braunschweig gefahren. Da habe ich mir die Jungs angeschaut, wie sie mit den Kindern spielen. Ich spüre, dass bei solchen Besuchen eine Sehnsucht gestillt wird, zu erfahren, wie das echte Leben aussieht. Meine Spieler wissen, dass sie eine außergewöhnliche Stellung in der Gesellschaft einnehmen. Das Leben außerhalb des Fußballs zu spüren und etwas zurückzugeben, gibt ihnen eine Befriedigung, ein gutes Gefühl. Vor ein paar Wochen hat sich der Vater einer Patientin aus Braunschweig gemeldet und hat sich noch mal bedankt, weil seine Tochter so viel gelacht hat, als unsere Spieler da waren. Sie ist mittlerweile leider verstorben. Ich habe das unseren Jungs erzählt, es war Totenstille in der Kabine. Wir haben dann Fotos von ihr vergrößert und uns mit diesen Bildern fotografieren lassen. Die Bilder und eine Einladung zu unseren Spielen haben wir dann dem Vater zurück geschickt, um der Familie Mut zu machen.

Also sind es gute Jungs …
Ja, auf jeden Fall. Sie sind offen, sie wollen Dinge erfahren. Für uns war es ein großes Kompliment, als wir gehört haben, wie viele unserer Jungs sich beim Confed Cup gut präsentiert haben.

Es wird aber gerne von verwöhnten Talenten gesprochen. Wie beurteilen Sie die öffentliche Darstellung?
Ich stelle immer gerne die Gegenfrage. Wenn man sich selber zurückerinnert, wie man im Alter von 18, 19 oder 20 Jahren war. Und man stellt sich vor, man bekommt alle Konflikte aus dem Weg geräumt, man durchläuft nur offene Türen und hat dann noch ein Gehalt, was überdimensional höher ist als das des eigenen Vaters. Dann bedarf es schon einer unglaublichen Entwicklung, um das richtig einzuordnen.

Kommen wir zu Ihnen. Als Sie 1983 im Alter von 20 Jahren zum VfL Bochum gewechselt sind, haben Sie da gedacht, dass Sie so eine erfolgreiche Karriere haben werden?
Nein. Das sehen Sie schon an der Tatsache, dass ich zu dem Verein gegangen bin, bei dem ich Polizist bleiben konnte. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich fünf Mal in der Saarland-Auswahl gespielt, mehr nicht. Es war nicht absehbar, dass ich mal Torschützenkönig in der Bundesliga werden könnte.

Wäre so eine Karriere heute noch denkbar?
Ab und zu gibt es solche Fälle, wie zum Beispiel bei Jonas Hector. Normalerweise wird man heute aber vorher entdeckt.

Wie haben Sie Ihre Karriere erlebt?
Man muss manchmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, und das war ich oft. Für mich war Rolf Schafstall der perfekte erste Trainer. Außerdem bin ich beim VfL Bochum in ein tolles Mannschaftsgefüge gekommen. Von Klaus Fischer konnte ich zum Beispiel ganz viel lernen. Er ist bei Standards immer auf den ersten Pfosten gelaufen, während ich am zweiten gewartet habe. Als ich das geändert habe, habe ich viel mehr Tore geschossen. Bis heute ist es so, dass ich immer versuche, mich weiterzuentwickeln.

War denn damals alles besser?
Die Bezahlung nicht. (lacht)

Und sonst?
Ich möchte nicht in der heutigen Zeit spielen. Social Media gab es damals noch nicht. Wenn ein Spieler nach einem Spiel schauen muss, ob er ein aktuelles Bild aus der Kabine postet, verstehe ich das nicht. Wir haben uns im Arm gelegen, haben uns über das Spiel unterhalten. Außerdem sind wir nach einem Sieg auf die Rolle gegangen. Dann habe ich Sonntagmorgen beim Brötchenholen zwar müde ausgesehen, das hat aber maximal die Bäckereiverkäuferin gesehen. Das wurde nicht millionenfach verbreitet. Ich will nicht sagen, früher war alles besser, aber ich bin froh, dass es bei mir so gelaufen ist.

Merken Sie das bei ihren Spielern?
Das Bild, das in der Öffentlichkeit gemalt wird, unterscheidet sich von dem Bild, das wir haben. Die Spieler sind sehr vorsichtig, was sie nach außen geben, weil ihnen das schnell um die Ohren gehauen wird. Das ist schade, aber es gehört zum Geschäft.

Könnte man es ändern?
Wenn, dann nur beide Seiten.

Sind Sie traurig, wenn sie nach Kaiserslautern schauen?
Ja.

Wie wichtig sind Traditionsklubs im Profi-Fußball?
Ich bin Fußballromantiker. Deswegen bin ich ein großer Anhänger von Traditionsvereinen, die es sich aber leider manchmal sehr schwer machen, trotzdem aber wichtiger Bestandteil des deutschen Fußballs sind.

Wie wichtig ist der Wille bei der Talentausbildung?
Das Problem ist, dass sich die Gesellschaft verändert hat. Uns fehlen dadurch in der Breite Spieler, die immer und überall die nötige Mentalität mitbringen.

Warum?
Mentalität kann man nur schwer trainieren. Die Talente heute haben viele ihrer Konflikte aus dem Weg geräumt bekommen. Unsere Eltern gingen nicht in die Schule, das musste man selber regeln. Für ein falsches Wort auf dem Schulhof hat man auch mal ordentlich Gegenwind bekommen. Diese Konflikterfahrung fehlt heute.

Wie kann man das ändern?
In der U21 gebe ich nur ein Spielkonzept vor, denn im Spiel passiert immer noch sehr viel zufällig. Ich brauche Spieler, die darauf auf dem Platz die richtigen Antworten finden. Als Trainer muss ich sagen: Am Sieg sind meine Spieler schuld. Ich muss die Spieler immer wieder in Situation hineinbringen, die sie nicht vorhersehen können. Natürlich braucht es eine Grundordnung. Aber dann sollen sie drauflosspielen, Fehler machen, lernen.

Warum sind Frankreich und England derzeit besser bei der Ausbildung?
Die Frage ist ja: Sind sie besser? Ich glaube, dass in der U17, der U19, vielleicht auch in der U20 einige Länder im Moment Vorteile gegenüber uns haben. Unser Vorteil ist aber, dass unsere Talente Spielpraxis bekommen. Wir haben zwar nicht mehr so viele außergewöhnliche Talente in jedem Jahrgang, aber vielleicht gleichen wir das aus, weil die Jungs in den wichtigen Jahren Spielpraxis bekommen.

Aber es wäre doch noch besser, wenn Deutschland auch viele außergewöhnliche Talente in der U17 hätte. Warum klappt das nicht?
Das ist der berühmte Ponyhof, den es nicht gibt.

Aber es muss doch Gründe geben.
Da fängt bei der gesellschaftlichen Entwicklung an. Wenn man heute guckt, wie viele von den Kindern Sport machen, dann ist das ein signifikanter Unterschied zu früher. Wir müssen die Kinder pushen, dass sie Sport machen.

Also ist es ein deutsches Problem?
Die Ausbildung ist in Deutschland mittlerweile ein System, in das viele involviert sind. In dem auch viel Geld zu verdienen ist. Vielleicht müssen wir umdenken.

Inwiefern?
Wir müssen zum Beispiel auch dem U14- und dem U15-Trainer denselben Stellenwert geben wie dem U17- oder dem U19-Trainer, der schnell nach oben will. Die Frage ist auch, ob unser Wettspielsystem richtig ist? Schon bei der U10 will jeder Meister werden, deswegen werden nicht alle Spieler eingesetzt. Würden wir vielleicht andere Wettspiele machen, würden wir nicht immer nur Meisterschaften austragen, sondern vielleicht Turniere, könnten wir das ändern. Wir müssen uns mit der gesellschaftlichen Erziehung, mit dem Geldgewinnsystem, mit dem Wettkampfsystem und mit der Ausbildung befassen. Wir können nicht nur an einer Stellschraube drehen. Es müssen alle bereits sein, etwas zu ändern.

War dafür das WM-Aus gut?
Ja, wenn daraus jetzt Konsequenzen folgen. Wenn man nicht einfach nur sagt: ,Der Jogi muss was ändern.‘

Gab es die Probleme schon länger?
Ja, natürlich. Und damit beschäftigen sich DFB, DFL und die Vereine bereits seit Jahren. Der beste Beweis ist, wenn Leipzig, Gladbach, Dortmund und Bayern 17-jährige aus dem Ausland kaufen. Das machen sie ja nicht, weil sie einen Ausländer haben wollen, sondern weil der deutsche Spieler nicht gut genug ist.

Wie arbeiten Sie mit Joachim Löw zusammen?
Sehr gut. Wir setzen uns vor der Nominierung zusammen. Dann reden wir über die Schnittmengen-Spieler. Jogi entscheidet, wen er braucht, und am anderen Tag nominieren wir.

Finden Sie gut, dass er weitermacht?
Ja, wenn ein Trainer zwölf Jahre Erfolg gehabt hat, dann hat er mehr als nur die Chance verdient, weiterzumachen.

Wie haben Sie die Affäre um Mesut Özil wahrgenommen?
Ich hätte nie gedacht, dass es so eine Bedeutung einnimmt. Ich will gar nicht das Foto an sich bewerten. Aber meiner Meinung nach hätte Mesut diese Sache schneller und besser klären können.

Interview: Marian Laske

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