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Baumberg verfolgt Homberg

Oliver Stolz
07. Oktober 2018, 18:28 Uhr

Foto: Stolz

Spektakel im MEGA-Stadion an der Sandstraße. Die Sportfreunde Baumberg besiegten den TSV Meerbusch am 10. Spieltag der Oberliga Niederrhein mit 2:1 (1:1) und behalten den VfB Homberg im Blick. 

Doch nicht nur das: „Ja klar, wir wollen den VfB ärgern“, gab es die klare und deutliche Kampfansage von SF-Trainer Redouan Yotla nach der Partie. Klar ist auch, die Sportfreunde sind ärgster Verfolger der Duisburger, kämpften sich im Spitzenspiel auch über 60 Minuten in Unterzahl zurück. Zwei Elfmeter, zweimal war es Robin Hömig (36., 84.), der sich mit seinen Saisontreffern sieben und acht zugleich an die Spitze der Torjägerliste ballerte. Beide Strafstöße verwandelte er zentral, fast schon frech. 


Am Mittwoch steht das wichtige Spiel im RevierSport-Niederrheinpokal für die Baumberger gegen den KFC Uerdingen auf dem Plan (19:30 Uhr, BSA Europaallee, Monheim). Der Drittligist darf sich auf einen Kunstrasenplatz freuen. „Wir wollen in erster Linie Werbung für den Fußball in Monheim machen“, beschreibt Yotla das Vorhaben. „Auch den KFC wollen wir natürlich ärgern und versuchen, so lange es geht die Null zu halten.“ Doch die Krefelder dürften ein anderes Kaliber darstellen als Meerbusch. Das weiß auch der Trainer des Underdogs.

Über eins waren sich beide Trainer nach dem Verfolgerduell vor 150 Zuschauern einig. „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“, sprachen Yotla und Toni Molina nach den 90 Minuten unisono. „Der Schiri war maßlos überfordert“, konnte Molina nur den Kopf schütteln. Der TSV-Trainer wollte die schlechte Leistung von Fabian Spitzer aus Duisburg aber nicht als Grund für die Niederlage gelten lassen. „Wir müssen uns unsere eigenen Fehler zugestehen. Jetzt müssen wir uns schütteln und einfach weitermachen“, weiß Molina, dass der Saisonstart für einen Aufsteiger alles andere als mies ist.

Yotla sprach bei der gelb-roten Karte gegen Alon Abelski von einem „Schlüsselmoment“ des Spiels (31.). „Spätestens nach dieser Aktion haben wir die Partie bewusst in diese Richtung gelenkt“, so der SF-Trainer. „Wir haben die Hektik oben gehalten, weil wir gemerkt haben, dass die Unparteiischen mit dieser Situation nicht zurechtkommen“, so das Fazit von Yotla. Dass der stets für seine loyale Art bekannte Sportliche Leiter in Personalunion sogar den entscheidenden Elfmeter als fraglich betrachtet, spricht für ihn. „Das hat Jannik Weber richtig gut gemacht“, verriet Yotla mit einem Augenzwinkern.

Gegen Uerdingen bekommen die Baumberger nun den Leckerbissen serviert, den sie sich nach dem starken Saisonstart redlich verdient haben.

Autor: Oliver Stolz

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