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RL West
Relegation: Spannender Titelkampf im Nordosten

Leipzig-Trainer Wolfgang Wolf.
Foto: dpa

Der Meister der Regionalliga West trifft in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga auf den Sieger der Nordost-Staffel. Dort liefern sich mehrere Klubs ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 

Vier Nordost-Mannschaften dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Drittliga-Aufstieg machen, darunter auch die VSG Altglienicke. Der Klub aus Berlin führt die Tabelle derzeit mit 44 Punkten an, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert als die Verfolger - und ein großes Problem.

Die Volkssportgemeinschaft darf ihre Heimspiele nicht im eigenen Stadion austragen. Es ist zu klein, selbst für Regionalliga-Ansprüche und verfügt nur über einen Kunstrasenplatz. Deshalb teilt sich der Klub mit Ligakonkurrent BFC Dynamo den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Und der wird nach der Saison abgerissen. Die Stadionfrage könnte für die VSG das Zünglein an der Aufstiegs-Waage werden. Gegenüber der "Sportschau" versicherte Geschäftsführer Marco Schröder allerdings, alles zu versuchen, um die Drittliga-Lizenz beantragen zu können.

In den vergangenen zwei Spielzeiten stand Andreas Zimmermann bei den Berlinern an der Seitenlinie. Zimmermann versuchte sich im zurückliegenden Sommer beim Wuppertaler SV, wurde dort aber inzwischen entlassen. Seit Juli hat Trainer-Routinier Karsten Heine bei der VSG das Sagen.

Leipzig, Cottbus und Hertha II als Verfolger

Auch der Coach von Verfolger Lokomotive Leipzig hat schon zahlreiche Vereine in seiner Vita stehen: Wolfgang Wolf. Mit den Stuttgarter Kickers stieg er 1996 in die 2. Bundesliga auf, mit dem 1. FC Nürnberg 2004 ins Oberhaus. Folgt nun der Drittliga-Aufstieg mit Lok?

Seit dem vergangenen Sommer ist er Sportdirektor am Bruno-Plache-Stadion. Im Herbst übernahm er als Coach und trainiert nun seinen Sohn Patrick. Am vergangenen Wochenende gewann Leipzig bei Optik Rathenow mit 3:1. Lok hat derzeit ebenfalls 44 Punkte - gegenüber Altglienicke allerdings die um neun Treffer schlechtere Tordifferenz.

Hinter beiden steht Energie Cottbus. Der Drittliga-Absteiger hat drei Punkte weniger auf seinem Konto und seit dem Jahreswechsel einen neuen Trainer. "Pele" Wollitz ging zum 1. FC Magdeburg, Co-Trainer Sebastian Abt übernahm. Unter dem neuen Coach gelang dem ehemaligen Bundesligisten bislang kein Sieg. Zuletzt verlor Cottbus beim VfB Auerbach mit 2:3. Zwei Wochen zuvor traf Cottbus auf Leipzig. Zur Freude Altglienickes setzte es ein 2:2-Remis.

Insolvenzfälle auch im Nordosten

Die Zweitvertretung von Hertha BSC darf auch noch auf die Meisterschaft schielen, hat aber die schlechtesten Karten der vier Klubs. Die Hertha liegt sechs Punkte hinter Stadtrivale Altglienicke.

Nicht nur im engen Aufstiegsrennen gibt es Parallelen zwischen der West- und Nordost-Staffel. Rot-Weiß Erfurt ging im Laufe der Spielzeit insolvent und stellte den Spielbetrieb ein, genauso wie die SG Wattenscheid 09 im Westen. Zudem bekam Wacker Nordhausen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit neun Punkte abgezogen.

So sieht die Spitzengruppe der RL Nordost aus

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