Am 26. Juli 2019 eröffneten Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund II die Regionalliga-Saison 2019/2020. Rund viereinhalb Monate später kommt es am Sonntag (14 Uhr) zum Rückspiel im Stadion Rote Erde.

RL West

Als der BVB II einen 17-Punkte-Rückstand wettmachte

02. Dezember 2019, 17:58 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Am 26. Juli 2019 eröffneten Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund II die Regionalliga-Saison 2019/2020. Rund viereinhalb Monate später kommt es am Sonntag (14 Uhr) zum Rückspiel im Stadion Rote Erde.

Die Dortmunder werden sich nur ungern an das Eröffnungsspiel erinnern. 1:0 lagen sie bis zu zehn Minuten vor Schluss an der Hafenstraße in Führung. Der BVB-Nachwuchs schien alles unter Kontrolle zu haben und das Feld als Sieger zu verlassen. Doch Essens Amara Condé mit einem feinen Freistoßtreffer und Alexander Hahn per verwandelten Foulelfmeter mit der letzten Aktion des Spiels sorgten für Ekstase bei den RWE-Fans.

"Wir haben in Essen mit unser bestes Spiel in dieser Saison gemacht und das Spielfeld dennoch als Verlierer verlassen. Das war eine ganz bittere Erfahrung. Leider muss man sagen, dass wir es in den Wochen danach nicht mehr allzu oft geschafft haben an die Leistung vom Essen-Spiel anzuknüpfen. Deshalb stehen wir auch weit hinter RWE. Wir können mit der Bilanz nach 17 Spielen nicht zufrieden sein", stellt Ingo Preuß, Sportlicher Leiter des BVB II, klar.

In der Saison 2011/2012 stieg der BVB II in die 3. Liga auf

Die von Mike Tullberg trainierte BVB-Reserve holte nur 24 Punkte aus den ersten 17 Partien und steht auf Platz acht. Der Rückstand auf Essen beträgt elf Zähler, auf Tabellenführer SC Verl sind es gar satte 16 Punkte Rückstand. "Das ist definitiv zu viel. Das wissen wir auch. Aber es gibt ja Gründe, warum es so ist. Wir schaffen es nicht, mal mehrere Spiele in Folge mit der selben Elf zu spielen. Wir haben kein stabiles Gerüst. Aber ich will auch nicht mehr ins Detail gehen. Wir haben genug darüber geredet. Jetzt verlangen wir einfach bessere Leistungen. Am besten schon im Spiel gegen Rot-Weiss Essen", betont Preuß.

Den Titelkampf hat Preuß eigentlich schon abgehakt, auch wenn er sich in der aktuellen Situation gerne an die Spielzeit 2011/2012 erinnert. 17 Punkte lag die Dortmunder Zweitvertretung hinter den Sportfreunden Lotte zur Saison-Halbzeit zurück. Und am Ende? Die Borussia machte diesen Rückstand wett und stieg in die 3. Liga auf. "Wir werden jetzt hier nicht herumspinnen und irgendwelche Parolen raushauen. Die drei, vier Mannschaften da oben sind schon stark und auch verdammt konstant in ihren Leistungen. Wir nehmen uns vor, einfach eine bessere zweite Saisonhälfte zu spielen", erklärt Preuß.

Damit soll am Sonntag gegen Rot-Weiss Essen begonnen werden. Preuß hofft dabei, dass die Dortmunder U23-Mannschaft von zahlreichen Borussia-Fans unterstützt wird. Preuß: "Mit Essen kommt der attraktivste Gegner in dieser Liga zu uns und die Profis spielen auch nicht parallel. Ich denke, dass es am Ende schon 3000 Zuschauer sein werden. Die Essener spielen oben mit und werden mit Sicherheit einiges mitbringen."

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren

03.12.2019 - 12:35 - fan2001FBU

Die Dortmunder sollten mal immer mit der gleichen Mannschaft spielen und nicht immer Ihre Profis einsetzen.
Das wird schwer für Essen.

03.12.2019 - 11:35 - Lokutus

erfrischend, dass der Trainer des Gegners nicht immer RWE in den Himmel lobt, sondern seine eigene Mannschaft beurteilt ! Und er scbhrint auch realistisch genug zu sein zu wissen, was er mit seiner Truppe noch reissen kann. Dortmund ist mit Sicherheit besser, als es der Tabellenplatz aussagt (5€ fürs Phrasenschwein) und alleine deswegen sollte RWE gewarnt sein. Das und die Erfahrung aus dem Hinspiel sollte Motivation genug sein !