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Alemannia Aachen: Ex-Uerdinger ist "ziemlich enttäuscht"

RevierSport
07. Oktober 2020, 07:00 Uhr
Florian Rüter war nach der Nullnummer gegen Lippstadt enttäuscht. Foto. Thorsten Tillmann

Florian Rüter war nach der Nullnummer gegen Lippstadt enttäuscht. Foto. Thorsten Tillmann

Die Offensivspieler von Alemannia Aachen konnten mit dem torlosen Unentschieden am Dienstagabend gegen den SV Lippstadt nicht zufrieden sein. Der ehemalige KFC-Spieler Florian Rüter sah die Harmlosigkeit vor dem Tor nicht vorhandener Konzentration und Präzision geschuldet.

Insgesamt ein Dutzend Ecken brachte Florian Rüter, rechter Mittelfeldspieler von Alemannia Aachen, beim 0:0 gegen den SV Lippstadt in den gegnerischen Strafraum – zu behaupten, dass diese Ecken für einen lichterloh brennenden Gästestrafraum sorgten, wäre gelogen. Jedoch lag dies nicht unbedingt am Schützen – die gesamte Alemannia-Offensive ließ gegen stark verteidigende Ostwestfalen die Durchschlagskraft vermissen, auch bei besagten Standards strahlten die Schwarz-Gelben zu wenig Gefahr im Strafraum aus. 

Rüter selbst analysierte nach dem Spiel: „Wir sind ziemlich enttäuscht vom Ergebnis, da wir uns nach dem Heimsieg gegen Gladbach II vom Wochenende mehr vorgenommen hatten. Jedoch haben wir auf zugegebenermaßen tiefen Geläuf einfach zu viele Fehlpässe produziert, die oft ein Indiz von mangelnder Konzentration sind.“ Die Partie gegen die Ostwestfalen sei zudem ein Kampfspiel gewesen, das der Gast von Beginn an angenommen habe.

Rüter beim KFC ohne Drittligaeinsatz

Aachens Nummer sieben stand gegen den SV Lippstadt zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf. In den Spielen gegen Borussia Dortmund II und bei Rot Weiss Ahlen wurde er zudem jeweils eingewechselt. Der 30-jährige Standardspezialist kehrte im Januar 2019 zu den Kaiserstädtern zurück, für die er bereits von 2015 bis 2017 spielte, nachdem er zwischenzeitlich eineinhalb Jahre beim KFC Uerdingen unter Vertrag stand. 

Bei den Krefeldern konnte Rüter allerdings nur in der Regionalligasaison 2017/18 Fuß fassen, in der er auf 17 Einsätze unter Michael Wiesinger und Stefan Krämer kam. In der dritten Liga spielte der Offensivspieler beim KFC keine Rolle mehr, nicht ein Einsatz steht bei ihm dort zu Buche. So folgte der Wechsel zurück zu seinem Ex-Verein.

Batarilo: "So ein Spiel hätten wir letzte Saison wahrscheinlich verloren"

Rüters Teamkollege Stipe Batarilo, der wie gegen Gladbach im Wechsel mit Nils Blumberg die linke Außenbahn beackerte, sah hauptsächlich in den ersten Minuten ein gutes Spiel seines Teams. „Wir sind oft über mich, Flo oder Nils durchgebrochen. Da hätten wir mehr draus machen müssen“, befand der 26-Jährige nach der Partie.

Vor allem am Ende habe die Alemannia jedoch dann das Spiel gegen Mönchengladbach II in den Knochen gespürt und die Konsequenz nicht mehr auf den Platz gebracht. Batarilo hatte jedoch auch ein Lob für die wacker verteidigenden Lippstädter parat: „Die haben das hinten echt gut gemacht und unsere Angreifer nahezu immer gedoppelt. Das war nicht einfach.“

Aus dem 0:0 können die Alemannen laut dem Ex-Wiedenbrücker jedoch auch Positives mitnehmen. „So ein Spiel hätten wir wahrscheinlich letzte Saison noch hinten raus mit 1:0 verloren. So müssen wir jetzt mit dem Punkt zufrieden sein“, erklärte Batarilo

Alemannia am Samstag gegen Oberhausen gefordert

Für die Alemannia war es im vierten Spiel der siebte Punkt. Damit steht die Elf von Trainer Stefan Vollmerhausen, die am kommenden Samstag (14 Uhr) Rot-Weiß Oberhausen zum Traditionsduell empfängt, in der stark verzerrten Tabelle auf Platz zwölf. Der SV Lippstadt konnte in seinem schon siebten Spiel den achten Punkt holen. Mit fünf Unentschieden hat das Team von Coach Felix Bechtold die meisten in der Liga und findet sich vor dem Duell mit dem Bonner SC (Samstag, 14 Uhr) auf dem zehnten Rang wieder. 

Text: Leon Peters

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