Pause oder Fortsetzung?

Ärger in der Regionalliga Südwest: "Das Ganze ist skurril"

04. November 2020, 10:20 Uhr
Auf dem Bieberer Berg wünscht man sich eine Fortsetzung der Saison. Foto: firo

Auf dem Bieberer Berg wünscht man sich eine Fortsetzung der Saison. Foto: firo

Während in vier von fünf Regionalliga-Staffeln klar ist, wie es weitergeht, warten die Vereine in der Regionalliga Südwest immer noch auf eine Entscheidung seitens der Bundesländer und des Verbandes. Die Wartezeit sorgt für viel Ärger.

In der Regionalliga West wird am Mittwoch nahezu der komplette 13. Spieltag  - Dortmund II spielte gegen Münster bereits am Dienstag (2:0), Ahlen gegen Fortuna Köln ist abgesagt worden - absolviert. Am Montag entschied der Westdeutsche Fußballverband (WDFV), dass die Saison trotz des Lockdowns in der West-Staffel fortgesetzt wird.

Derweil haben die Verantwortlichen der Regionalligen Nordost, Nord sowie Bayern entschieden, dass die Spielzeit unterbrochen wird. Einzig in der Regionalliga Südwest ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Dabei war eigentlich der Tenor, dass bis Dienstag eine Entscheidung fallen würde. Am Dienstag wollte der Verband in einer Pressemitteilung Stellung beziehen. Doch bei den Vereinen ist nichts im Mailfach angekommen. Sascha Döther, der Geschäftsführer der Regionalliga, war für die Vereine nicht erreichbar.

Kickers Offenbach sind sehr verärgert

"Das Ganze ist skurril. Wir sind völlig außen vor", ärgert sich Thomas Sobotzik, der Geschäftsführer der Offenbacher Kickers gegenüber dem Portal "op-online.de".

Auch Sobotzik wird wissen, dass vieles für eine Spielpause im Monat November in der Regionalliga Südwest spricht. Das Problem im Südwesten: Die Liga besteht aus Vereinen aus mehreren Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. Jedes Bundesland muss die Regionalliga für sich selbst einstufen, ob diese eine Amateur- oder Profiklasse ist.  Es ist bislang lediglich klar, dass Baden-Württemberg, Hessen und das Saarland die 4. Liga als Profiliga einstufen. In Bayern und Rheinland-Pfalz sieht man dies anders.


"Wer sich per Vertrag dazu verpflichtet, eine Leistung gegen Entgelt zu erbringen, und dies überwiegend der Sicherung des Lebensunterhaltes dient, ist Berufssportler. Und zwar unabhängig davon, ob es eine reine Profiliga ist", sieht Sobotzik gegenüber "op-online.de" in der Südwest-Staffel eine Profiliga. Wie gesagt: das sehen aber auch einige anders.

Die Kickers, die zuletzt sogar mit einer Klage drohten, und Co. müssen sich wohl oder übel auf eine Spielpause einstellen. Da wird auch der offene Brief der Offenbacher an Regionalliga-Südwest-Geschäftsführer Döther nichts mehr ändern.

Mehr zum Thema

Kommentieren