Die Begründung von Waldhof Mannheim für einen Saison-Abbruch ist von einigen Fußball-Drittligisten kritisiert worden. 

3. Liga

Abbruch oder Fortsetzung? Konkurrenz kritisiert Waldhof Mannheim

27. April 2020, 08:26 Uhr
Der MSV Duisburg und Waldhof Mannheim führen die Tabelle der 3. Liga an. Foto: firo

Der MSV Duisburg und Waldhof Mannheim führen die Tabelle der 3. Liga an. Foto: firo

Die Begründung von Waldhof Mannheim für einen Saison-Abbruch ist von einigen Fußball-Drittligisten kritisiert worden. 

Der Tabellenzweite hatte sich wegen eines Todesfalls im direkten Umfeld eines Spielers gegen eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit ausgesprochen. „So ein Vorgang hat ja auch eine ethische Komponente. Ich kann für mich persönlich sagen, dass ich diesen Weg so nicht gewählt hätte“, sagte Chemnitz-Präsidentin Romy Polster in der „Bild“ (Montag).

Robert Marien, Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock, kommentierte: „Unser aufrichtiges Beileid an die Familie. Aber die Art und Weise, so etwas zu lancieren und die Ankündigung, es zu veröffentlichen, lässt sich streiten.“ An diesem Montag ist eine Videokonferenz der 20 Clubs zu weiteren Konsequenzen in der Corona-Krise angesetzt.

Nach Informationen der „Rheinpfalz“ (Samstag) ist der Vater eines Waldhof-Profis an Covid-19 gestorben. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine E-Mail von Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp, in welcher dieser den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und andere Drittliga-Clubs über den Todesfall informiert hat. „Nach Rücksprache mit dem Spieler kann ich bestätigen, dass es diese E-Mail gibt“, sagte Kompp dem Blatt.

Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass es bei Geisterspielen zu weiteren Infektionen und möglicherweise zu Todesfällen kommen kann, sprechen sich die Waldhöfer für einen Abbruch der aktuellen Spielzeit aus. Die Mannheimer stehen auf dem zweiten Tabellenplatz und könnten bei einem Abbruch in die 2. Liga aufsteigen. dpa

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28.04.2020 - 09:26 - IchDankeSie1907

Geisterspiele in der dritten Liga sind nicht schlecht. Es wird einige Vereine zum Umdenken zwingen, zurück in die Realität des Fußballs. Dies gilt besonders für die Vereine, die jetzt schon am Rande der Insolvenz taumeln. Man wird sich dann zurückerinnern, wie vorteilhaft ein Saisonabbruch gewesen wäre, gepaart mit einer zweigleisigen dritten Liga.

Lasst sie spielen und von ihrem hohen Ross stürzen. Vielleicht werden dann wieder aus Geschäftemachern Sportsmänner!

27.04.2020 - 15:28 - Tief_im_Westen

Die Heuchler sitzen in Mannheim und nicht in München, denn hier wird der Tod eines Familienangehörigen eines Spielers instrumentalisiert. Auf eine ganz besonders widerliche Weise. Wer das unterstützt, der geht über Leichen und sollte sich in Grund und Boden schämen.
In Mannheim weiß man, dass diese Haltung in der zweiten Bundesliga nicht haltbar wäre. Man weiß aber ebenso, dass das Virus dann noch da sein und es keinen Impfstoff geben wird. Wieso sind Geisterspiele im September weniger schlimm als im Mai? Ist dann der Angehörige weniger tot?

Es ist richtig pervers mit dieser Argumentation seinen Aufstieg zu fordern, wo die Dinge warten und erfüllt werden, die man jetzt ablehnt. Ins Gesicht sollte man solchen Menschen spucken.

27.04.2020 - 14:50 - Alt Zebra

Ich bin kein Waldhof Fan aber ich kann ihre Einstellung Verstehen.Die Mannschaften die jetzt gegen Waldhof schießen sind das letzte.Die Menschlichkeit ist verloren gegangen jeder Denkt nur an sich.Die Schlimmsten sind die Bayrischen Vereine allen voran 1860,wenn bei denen jemand Gestorben wäre würden die Anders Reden.Alle Heuchler dieses Bayern Volk.