Aachen endgültig raus aus dem Keller

30.09.2018

RL West

Aachen endgültig raus aus dem Keller

Foto: Michael Gohl

Nach dem katastrophalen Start mit null Punkten aus den ersten drei Spielen hat sich Alemannia Aachen wieder gefangen.


Es kam nicht von ungefähr, dass die Aachener in den Katakomben des Stadions mit Jubelschreien und Schlagergesängen feierten. Denn der 1:0-Erfolg der Kaiserstädter im Westschlager gegen Rot-Weiss Essen ist gleichzeitig der vorläufige Höhepunkt des aktuellen Aachener Aufschwungs. Und das, wo die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic mit drei Niederlagen in die Saison gestartet ist. Acht Spiele später sind es 16 Punkte, zuletzt drei Siege in Folge.

Kilic selbst ist erleichtert, dass es endlich wieder aufwärts geht: „Ich bin froh, dass wir wieder aus dem Keller raus und ins obere Mittelfeld zurückgekehrt sind. Da, wo wir mindestens hinwollen und uns festigen werden.“ Aus dieser Erfolgsserie müsse seine Mannschaft nun das Selbstvertrauen mitnehmen, um auch bei den kommenden Aufgaben gegen Lippstadt, Verl oder Straelen zu bestehen. „Man sieht: Egal, wer in der Liga kommt, es sind immer enge und umkämpfte Spiele, in denen Kleinigkeiten entscheiden.“

So auch beim Auswärtsspiel vor 10.077 Zuschauern im Stadion Essen. Dort hieß die Kleinigkeit Siegtreffer von Dimitry Imbongo Boele. Dieser war nach etwa 20 Minuten im Strafraum frei vor Essens Keeper Lukas Raeder aufgetaucht und erzielte den einzigen Treffer des Tages. Kilic: „Wir wollten da weitermachen, wo wir gegen Herkenrath aufgehört hben. Wir wollten selbstbewusst nach vorne gehen, weil es bei Essen gerade in die andere Richtung geht. Das haben die Jungs sehr gut verinnerlicht. Diese Mentalität wollen wir beibehalten.“ Kilic hatte am Ende jedoch nicht vergessen, wem er diesen Sieg auch zu verdanken hat. Seinem Schlussmann Niklas Jakusch, der zu Saisonbeginn vom Absteiger TuS Erndtebrück an den Tivoli gewechselt ist: „Er hat uns im Spiel gehalten und wird im Moment von Spiel zu Spiel noch stärker. Ich bin stolz auf ihn, weil er hart arbeitet und die Arbeit mit unserem Torwarttrainer gut annimmt.“

Bitter hingegen: In der Anfangsphase der zweiten Hälfte musste der französisch-kongolesische Mittelstürmer des ehemaligen Bundesligisten verletzt ausgewechselt werden.

Autor: Stefan Loyda

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