Die gemeinsame Sitzung mit der Stadt Essen versprach Richtungsweisendes. Herausgekommen ist vorerst aber nur eins: RWE muss sparen, womöglich drastisch.

RWE: Stadt-Gespräch

"Grundlegend andere Verhältnisse"

Aaron Knopp
09. November 2009, 19:04 Uhr

Die gemeinsame Sitzung mit der Stadt Essen versprach Richtungsweisendes. Herausgekommen ist vorerst aber nur eins: RWE muss sparen, womöglich drastisch.

Stadtdirektor Christian Hülsmann und GVE-Geschäftsführer Andreas Hillebrand für die Stadt Essen, Dietmar Bückemeyer und Klaus Kunze für den Aufsichtsrat sowie der gesamte RWE-Vorstand waren zusammengekommen, um über die Lage beim Regionalligisten zu sitzen. Dass dabei vor allem die finanzielle Situation auf der Tagesordnung stand, versteht sich von selbst.

Ohne wirklich konkret zu werden, liest sich das Ergebnis des Treffens unheilvoll. "Es wurde der Finanzbedarf des Vereins für die laufende und für die kommende Saison eingehend besprochen. Die Stadt machte deutlich, dass sie sich nicht über den bisherigen Rahmen hinaus engagieren kann. Der Verein ist aufgefordert, alle Kosten auf den Prüfstand zu stellen und eine spürbare Entlastung zu erreichen", erklärte der Verein in einer Pressemitteilung am Nachmittag.

"Werden in einem Ausmaß sparen müssen, das wehtun wird"

Wirklich überraschen kann das zwar niemanden. Ohne ins Detail zu gehen, wird Rot-Weiss Essens 1. Vorsitzender Stefan Meutsch allerdings etwas konkreter: "Wenn die Stadt deutlich macht, dass sie ihr Engagement nicht ausweiten kann, heißt das, dass der Verein gefordert ist, erstmal mit den Einnahmen auszukommen." Die fetten Jahre an der Hafenstraße sind offenbar vorbei. "Wir werden in einem Ausmaß sparen müssen, das wehtun wird. Mit kosmetischen Maßnahmen ist gar nichts gewonnen. Die Ausgabenseite muss so gestrafft werden, dass wir von grundlegend anderen Verhältnissen sprechen müssen. Es kann durchaus sein, dass dabei kein Auge trocken bleibt."

Gleichzeitig ist der Funktionär allerdings davon überzeugt, dass es RWE gelingen kann, den Spagat zwischen wirtschaftlichen Zwängen und sportlichen Ambitionen zu vollziehen. "Wir werden uns nicht kaputtsparen, das kann nicht Sinn der Sache sein. Wir müssen gemeinsam eine Situation schaffen, wo wir ohne Qualitätsverluste weniger ausgeben."

Noch bleibt immerhin genügend Luft, sich einer neuen sportlichen Perspektive zu besinnen. Nicht zuletzt war Ergebnis der Besprechung: die Liquidität bis zum Saisonende ist gesichert.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren