Zwar ist der WSV weiterhin das Schlusslicht der 3. Liga, doch nach acht Punkten aus fünf Spielen ist die Zuversicht ins Bergische Land zurückgekehrt.

Zuversicht ist zurück

"Immenses Selbstvertrauen"

06. November 2009, 14:37 Uhr

Zwar ist der WSV weiterhin das Schlusslicht der 3. Liga, doch nach acht Punkten aus fünf Spielen ist die Zuversicht ins Bergische Land zurückgekehrt.

Vor allem das 1:1-Unentschieden gegen Spitzenreiter Kickers Offenbach, bei dem der WSV über weite Strecken den Ton angab und völlig verdient kurz vor Schluss zum Ausgleich durch Abwehr-Stabilisator Stefan Lorenz kam, hat Mut gemacht.

„Mein Selbstvertrauen ist immens“, verkündete Uwe Fuchs schon unmittelbar nach der Partie gegen den OFC. Und der vom Trainer vorgelebte Optimismus scheint nun auch auf seine Spieler abzufärben. „Das Selbstvertrauen der Mannschaft ist inzwischen gut, es wird bald aber ebenfalls immens sein“, ist sich Fuchs sicher.

Einen Vorgeschmack darauf, was die Mannschaft ohne die im ersten Saisondrittel so lähmende Verunsicherung im Leisten zu Stande ist, lieferten die Wuppertaler gegen Offenbach ab. Abgesehen von einer kurzen Verschnaufpause zwischen der 45. und 55. Minute diktierten sie das Tempo und erspielten sich eine ganz Reihe dicker Chancen. Dass schließlich aber nur ein Treffer zu Buche stand, offenbart das derzeit noch dringlichste Problem des Schlusslichts. Vor dem Tor fehlt noch die Präzision und Kaltschnäuzigkeit - gleich reihenweise überboten sich die Offensivkräfte der Bergischen in den letzten Wochen im Auslassen bester Gelegenheiten.

Festzumachen ist dies allerdings nicht nur an Tobias Damm, der nach 15 Spielen erst drei Treffer auf seinem Torekonto verbuchen kann. Schließlich ist er mit seinem hohen läuferischen Aufwand und seinem kämpferischen Einsatz derzeit unverzichtbar für seine Mannschaft. Das weiß natürlich auch Uwe Fuchs, der in seiner Karriere immerhin 65 Erst- und Zweitligatore erzielte. Und so nimmt er seinen derzeit verhinderten Torjäger in Schutz: „In einigen Szenen wollen unsere Jungs einfach zu viel auf einmal. Dann verkrampft man natürlich. Aber ich bin mir sicher, dass der Knoten bald platzen wird.“

Und auch ansonsten spricht der Coach lieber über die Stärken seiner Elf. „Das Spiel gegen Offenbach ging in Sachen Tempo, Spielwitz, Kombinationen und Zweikampfhärte in Richtung Zweite Liga. Bei Offenbach wundert mich das nicht. Dass wir in der Lage sind, auf so hohem Niveau zu bestehen, war schon überraschend.“

Diese guten Eindrücke gilt es jetzt aber auch am Sonntag beim Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt 04, wie Offenbach einer der heißesten Aufstiegsanwärter, zu bestätigen. Damit sich der positive Trend der vergangenen Wochen auch endlich in der Tabelle widerspiegelt.

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