Dank eines Kopfballtreffers von Frank Fahrenhorst hat Werder Bremen am 18. Bundesliga-Spieltag mit 1:0 (0:0) bei Arminia Bielefeld gewonnen. Bielefelds Tscheche David Kobylik verschoss im ersten Durchgang einen Elfmeter.

Fahrenhorst köpft Werder zum Sieg

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29. Januar 2006, 19:28 Uhr

Dank eines Kopfballtreffers von Frank Fahrenhorst hat Werder Bremen am 18. Bundesliga-Spieltag mit 1:0 (0:0) bei Arminia Bielefeld gewonnen. Bielefelds Tscheche David Kobylik verschoss im ersten Durchgang einen Elfmeter.

Werder Bremen hat sich nach dem Pokal-Aus bei Regionalligist FC St. Pauli in der Bundesliga wieder zum ersten Verfolger von Titelverteidiger und Spitzenreiter Bayern München aufgeschwungen. Trotz einer enttäuschenden Leistung feierten die Norddeutschen bei Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0) ihren ersten Sieg in Ostwestfalen seit 1984 und zogen mit 39 Punkten am Nordrivalen Hamburger SV (38 Zähler) auf Platz zwei vorbei.

Den glücklichen und hart umkämpften Sieg der Bremer sicherten 18 Minuten vor dem Abpfiff ausgerechnet die insgesamt zwei schwächsten Bremer: Nach einem Freistoß von Johan Micoud an die Latte köpfte Frank Fahrenhorst den abgeprallten Ball aus kurzer Distanz über die Linie (72.). Die Arminia, die insgesamt die besseren Chancen hatte, verpasste durch die fünfte Heimniederlage ein beruhigendes Polster auf die Abstiegszone. Die nächsten beiden Partien bestreiten die Ostwestfalen, die derzeit noch fünf Punkte Vorsprung auf Rang 16 haben, in Hamburg sowie beim FSV Mainz 05.

24.196 Zuschauer sahen eine sehr mäßige Partie auf schwer bespielbarem Untergrund. Die Gastgeber hatten jedoch seit Tagen die Rasenheizung in Betrieb gehalten, so dass zumindest bessere Platzverhältnisse garantiert waren als bei Bremens 1:3-Niederlage in St. Pauli.

Mit Ausnahme des im Pokal verletzten Nationalstürmers Miroslav Klose, den Nelson Valdez ersetzte, schickte Werder-Trainer Thomas Schaaf seine "Pokal-Versager" zur Wiedergutmachung aufs Feld. Die Chance zur Rehabilitierung nutzten seine Spieler allerdings nicht. Zwar hatte Nationalspieler Torsten Frings nach neun Minuten bei einer schönen Direktabnahme die Führung auf dem Fuß, in der Folge fehlte den Gästen jedoch der Zug zum Tor.

Nach 25 Minuten hätte Bielefeld denn auch in Führung gehen müssen: Nach einem Foul des ebenso wie der Ex-Bielefelder Patrick Owomoyela und Micoud völlig indisponierten Fahrenhorst an Isaac Boakye entschied Schiedsrichter Franz-Xaver Wack (Biberbach) zu Recht auf Elfmeter. Der Tscheche David Kobylik nutzte diese Gelegenheit jedoch nicht und traf nur die Latte.

Dennoch weckte diese Situation die zuvor sehr zurückhaltend agierenden Bielefelder auf. Vor der Pause hatten Boakye (25.) sowie sein in der Winterpause von Hertha BSC Berlin zurückgekehrter Sturmpartner Artur Wichniarek (34.) noch zweimal das 1:0 auf dem Fuß.

Bei Werder hingegen blieb auch nach dem Seitenwechsel der erwartete Ruck aus. Die Norddeutschen wirkten emotionslos und im Spiel nach vorne ohne Durchschlagskraft. Entsprechend glücklich fiel Fahrenhorsts Siegtreffer, zumal die Hausherren in der Schlussphase dem Ausgleich noch einmal sehr nahe waren.

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