Alle Augen werden auf ihn gerichtet sein, wenn er am Sonntag auf seinen künftigen Verein trifft. Halil Altintop, Top-Goalgetter in Diensten des 1. FC Kaiserslautern, will beim mit Spannung erwarteten Rückrunden-Auftakt in der Pfalz allerdings keine Rücksicht auf den FC Schalke nehmen.

SCHALKE - Halil Altintop ohne Gewissenskonflikt

hb
28. Januar 2006, 19:12 Uhr

Alle Augen werden auf ihn gerichtet sein, wenn er am Sonntag auf seinen künftigen Verein trifft. Halil Altintop, Top-Goalgetter in Diensten des 1. FC Kaiserslautern, will beim mit Spannung erwarteten Rückrunden-Auftakt in der Pfalz allerdings keine Rücksicht auf den FC Schalke nehmen.

Alle Augen werden auf ihn gerichtet sein, wenn er am Sonntag auf seinen künftigen Verein trifft. Halil Altintop, Top-Goalgetter in Diensten des 1. FC Kaiserslautern, will beim mit Spannung erwarteten Rückrunden-Auftakt in der Pfalz allerdings keine Rücksicht auf den FC Schalke nehmen. „Wenn ich vor dem Tor stehe, werde ich bestimmt nicht daneben schießen“, macht Hamits Zwillingsbruder klar. Was er am Sonntag (17.30 Uhr, live bei Premiere) im Duell mit Schalke erwartet und was er bis zu seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen sportlich noch vor hat, erfuhr RevierSport im folgenden Interview.

##Picture:panorama:128##

Halil Altintop, der Tabellenletzte trifft auf den Vierten und nicht nur für sie ist es mit Sicherheit eine besondere Partie. Wie ist die Lage in Kaiserslautern?
Wir sind gut vorbereitet, vor allem das Trainingslager in Spanien hat eine Menge gebracht. Die Platzverhältnisse sind zwar im Moment sehr schlecht und es ist auch bitter kalt, aber damit müssen beide Mannschaften klar kommen.

Beide Teams stehen gleich zum Start unter Druck! Welche Truppe kommt besser damit klar?
Das kann man vorher schlecht sagen. Aber Schalke muss unbedingt punkten, weil die Truppe bisher die Ansprüche nicht ganz erfüllt hat. Das ist ein Vorteil für uns. Wir müssen an die Leistung von vor einem Jahr anknüpfen. Da war es auch das erste Spiel in der Rückrunde, wir haben 2:0 gewonnen (am Sonntag genau vor einem Jahr, die Red.).

Hand aufs Herz: Werden sie im Duell mit Schalke einen Gewissenskonflikt vermeiden können?
Damit habe ich kein Problem. Es ist aber ganz gut, dass das Spiel schon jetzt am Anfang stattfindet und nicht erst am Ende der Saison. Unsere Fans wissen genau, dass ich bis zum letzten Spieltag alles für den FCK geben werde, daher werden sie mich bestimmt weiter voll unterstützen und nicht daran denken, dass ich ab Sommer bei Schalke spiele.

Auf das erneute Bruder-Duell wird man am Sonntag verzichten müssen!
Einerseits ist es schade, dass Hamit nicht dabei ist und wir uns nicht auf dem Platz begegnen können. Andererseits ist es auch ganz gut, so, denn er ist ein sehr kampfstarker Spieler. Dass er fehlt, schwächt Schalke. Wir werden nach dem Abpfiff im VIP-Bereich sicher ein paar Minuten plaudern können. Dann muss er zurück nach Gelsenkirchen, denn er will am Montag wieder mit dem Mannschafts-Training anfangen.

S04 hat ein Stürmer-Problem, zumindest was die Torausbeute betrifft, der FCK in der Abwehr Schwierigkeiten. Welche Schwäche wird am Sonntag den Ausschlag für Sieg oder Niederlage geben?
Ich kann nur für uns sprechen und sagen, dass ich es gut finde, wie der Verein darauf reagiert hat, dass wir so viele Gegentore kassiert haben. Wenn die neuen Leute sofort einschlagen, kann das ganz entscheidend im Kampf um den Klassenerhalt sein.

Den sie mit Ihren Treffern sicher stellen wollen. Ist so eine tolle Quote wie in der Hinrunde eigentlich wiederholbar?
Warum nicht, ich halte es für möglich, noch einmal 13 Tore zu machen. Aber der Verein steht ganz klar im Vordergrund, nicht ich. Ich mache lieber ein paar Tore weniger und wir bleiben drin.

Aber die Torjägerkrone muss doch das Ziel eines jeden Bundesliga-Angreifers sein! Muss sich Miroslav Klose in der Rückserie warm anziehen?
Bremen spielt viel mehr nach vorne und hat insgesamt doppelt so viele Treffer erzielt wie wir. Da kommt Miro automatisch zu mehr Chancen als vielleicht ich in Kaiserslautern. Aber abgehakt ist das noch nicht!

Autor: hb

Kommentieren