Der Tiefflug von zuletzt acht Pleiten in Serie ist erst einmal gestoppt. Doch über das Remis gegen Herbede kann sich in Mühlhausen Niemand richtig freuen.

Vardi/Flamme-Deal

"Unser Vorbild ist der SC Hassel"

29. Oktober 2009, 11:05 Uhr

Der Tiefflug von zuletzt acht Pleiten in Serie ist erst einmal gestoppt. Doch über das Remis gegen Herbede kann sich in Mühlhausen Niemand richtig freuen.

Denn ausgerechnet SSV-Spielertrainer Dirk Eitzert sorgte mit einem Eigentor für das Unentschieden. „Da konnte er nichts machen“, nimmt Andreas Klein den Pechvogel in Schutz.

Der Sportliche Leiter des SSV sieht die „Schuld“ für das schlechte Abschneiden ohnehin nicht beim Coach. „Es gibt keine physikalische Erklärung dafür: Steht man oben, hat man Glück, steht man unten, klappt gar nichts. Bei uns war bislang Letzteres der Fall.“ Doch der Funktionär hofft, dass die Partie gegen Herbede die Trendwende eingeläutet hat. „Die haben uns zwar streckenweise dominiert, aber wir haben dieses Mal nicht verloren. Das gibt uns eventuell Sicherheit.“

Nichts desto trotz muss der Klub zusehen, dass die Mannschaft in der Winterpause verstärkt wird. Besonders im Sturm besteht Handlungsbedarf. Und der SSV ist bereits fündig geworden. Denn David Flamme, der gerade erst beim Ligagefährten VfL Schwerte aussortiert worden ist, steht auf Eitzerts Wunschzettel ganz oben. Und weil Schwerte selber Interesse an Berkan Vardi, der kürzlich beim SSV vor die Tür gesetzt worden ist, bekundet, dürfte einem Tausch kaum noch etwas im Wege stehen: „Wir sind für diesen Deal offen“, würde Klein den Wechsel vollziehen. „Wir haben ja ein gutes Verhältnis zum VfL. Wir können uns über alles unterhalten und wir haben bislang immer einen gemeinsamen Nenner gefunden.“

Übersetzt: Vardi kann zum Schützenhof zurückkehren und Flamme hat eine neue Herausforderung. „Die können Vardi gerne haben und bei David hätten sie einen Abnehmer in uns“, nickt Klein. „Sowohl beim VfL als auch bei uns kann man keine Reichtümer anhäufen. Also dürfte das Finanzielle schnell geklärt sein.“

Länger wird die sportliche Klarheit auf sich warten lassen, denn der SSV ist immer noch Letzter. Klein: „Bis zur Pause müssen wir noch zehn Punkte holen. Unser Vorbild ist der SC Hassel. Die starten auch erst immer in der Rückrunde die Aufholjagd.“

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