Eines vorweg: Ich finde Heiko Herrlich als neuen VfL-Trainer eine gute Lösung. Er ist unverbraucht und hat frische Ideen. Genau das braucht der Klub jetzt.

Legats Liga

Heiko Herrlich: "Eine gute Lösung"

28. Oktober 2009, 10:16 Uhr

Eines vorweg: Ich finde Heiko Herrlich als neuen VfL-Trainer eine gute Lösung. Er ist unverbraucht und hat frische Ideen. Genau das braucht der Klub jetzt.

Ein abgehalfterter Haudegen bringt zwar mehr Erfahrung mit, aber so einen will doch niemand mehr sehen.

Trotzdem ist Herrlich ganz neu im harten Geschäft Bundesliga. Beim DFB hat er viel serviert bekommen und hatte ein tolles Leben. Nun hat er plötzlich einen ganz anderen Job, in dem er jeden Tag auf dem Platz stehen muss und ihn ständig sämtliche Journalisten mit Fragen durchlöchern. Das wird erstmal eine schwierige Aufgabe für ihn.

Aber noch schwieriger wird es, die Mannschaft auf Vordermann zu bringen und die ganzen Altlasten von Marcel Koller zu bereinigen. Schließlich geht es in Bochum immer nur darum, den Arsch zu retten. Dafür wünsche ich Heiko alles Gute. Ein Newcomer kann manchmal wirklich Berge versetzen. Sollte er erfolgreich sein, bekommt er ein Denkmal gesetzt. Wenn es nicht funktioniert, müssen sich die Entscheidungsträger wieder einiges gefallen lassen.

Aber erstmal sollte man dem neuen Coach eine Chance geben. Bei einem jungen Mann, der gerade erst seine Arbeit in der U19-Nationalmannschaft aufgegeben hat, kann man auch davon ausgehen, dass endlich mal wieder mehr auf den Nachwuchs gesetzt wird. Es gibt doch nichts Schöneres als Cheftrainer eines Bundesliga-Teams zu gucken, was die eigene Jugend so hergibt. Der DFB macht es doch vor: Talente zu fördern, ist heutzutage das A und O. Und genau das ist zuletzt zu kurz gekommen. Aber ich bin mir sicher, Heiko wird dann auch mal in der Regionalliga vorbeischauen.

Ich habe selber viele Spiele gegen ihn absolviert und kann nur Bestes über ihn sagen: Für die Bundesliga war er ein Ereignis, hat wunderschöne Tore erzielt. Als Mensch ist er sehr bescheiden und auf dem Boden der Tatsachen geblieben. Genau so haben wir es im Ruhrpott gerne.

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