Den Schock des Sieben-Minuten-Blackouts und der verspielten 3:0-Führung zum Auftakt der WM gegen Nigeria verdauten die deutschen U17-Fußballer schnell.

U17: Verspielte Führung

"Die Köpfe nicht hängen lassen"

sid
25. Oktober 2009, 12:12 Uhr

Den Schock des Sieben-Minuten-Blackouts und der verspielten 3:0-Führung zum Auftakt der WM gegen Nigeria verdauten die deutschen U17-Fußballer schnell.

"Am Ende können wir zufrieden sein", sagte DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli doch etwas überraschend. Zuvor hatten seine Europameister zum Auftakt der WM in Nigeria einen deutlichen Vorsprung gegen die Gastgeber verspielt und sich mit einem 3:3 (2: 0) zufrieden geben müssen. Wegen starker Regenfälle hatte das Spiel in Abuja mit 30 Minuten Verspätung begonnen, am Ende stand das torreichste Eröffnungsspiel in der Geschichte der U17-WM.

Nach den Toren von Torjäger Lennart Thy (Werder Bremen/21.), Shkodran Mustafi (FC Everton/39.) und Mario Götze (Borussia Dortmund/47.) brachte der Platzverweis gegen den Hamburger Verteidiger Robert Labus (53., Notbremse) das DFB-Team zwischenzeitlich völlig aus dem Konzept. Nach den schnellen Gegentreffern von Stanley Okoro (54., Foulelfmeter), Kenneth Omeruo (59.) und Edafe Egbedi (61.) retteten die deutschen Junioren in Unterzahl zumindest noch den Punkt über die Zeit. Weitere Gegner des DFB-Teams, das im Mai in Deutschland den EM-Titel gewonnen hatte, sind am Dienstag Argentinien und am Freitag Honduras (beide 16.00 Uhr).

Die ersten beiden der sechs Gruppen sowie die besten vier Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein. Argentinien hatte zum Auftakt 1:0 gegen Honduras gewonnen. "Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmt", meinte Pezzaiuoli: "Nach der Roten Karte hatten wir einen Bruch im Spiel und sind nicht mehr zurück gekommen." Reinhold Yabo munterte seine Kollegen auf: "Wir dürfen jetzt aber nicht die Köpfe hängen lassen und müssen weiter an unsere Stärke glauben", meinte der Kapitän vom 1. FC Köln: "Wenn wir unsere Stärken abrufen, wird es schwer gegen uns. Das haben wir in der ersten Halbzeit gesehen."

Autor: sid

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