Wenn im Fußball immer alles glatt gehen würde, könnte sich Schalkes Reserve den Weg nach Verl sparen. Denn gegen den SCV gab's bisher nichts zu holen.

S04 II: Verler Trauma

Noch keinen Punkte gegen den SCV

25. Oktober 2009, 08:17 Uhr

Wenn im Fußball immer alles glatt gehen würde, könnte sich Schalkes Reserve den Weg nach Verl sparen. Denn gegen den SCV gab's bisher nichts zu holen.

In der vergangenen Saison nämlich war die Punkteausbeute der S04-Zweitvertretung gegen den Klub aus Ostwestfalen gleich null. Und um das schlechte Omen perfekt zu machen, gingen die Schalker auch zwei Jahre zuvor in den beiden Duellen gegen den SCV leer aus.

Das alles muss für das Match um 14 Uhr im Stadion an der Poststraße nichts bedeuten, denn Serien sind bekanntlich dazu da, um irgendwann beendet zu werden. Wie Schalkes Profis es vor einer Woche in Stuttgart vorgemacht haben und
es am Sonntag um 17.30 Uhr gegen den Hamburger SV in der eigenen Arena ebenfalls vorhaben.

Für die Jungs von S04-II-Trainer Oliver Ruhnert könnte das Ende der schwarzen Bilanz gegen Verl auch einen wichtigen Trend in der Regionalliga markieren. Beide Teams versuchen es nämlich seit Wochen, sich von der Abtsiegszone zu entfenern. Schalke ist durch das 0:2 vor einer Woche sogar gegen den 1. FC Saarbrücken wieder unter den Strich gerutscht, Verl hin-gegen verspielte beim 1. FC Kaiserslautern II eine 2:0-Führung, nahm aber aus der Pfalz immerhin ein 2:2 mit.

Da Innenverteidiger Andreas Saur wegen groben Foulspiels
die Rote Karte (54.) und Außenverteidiger Julian Schmidt wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurden, fehlen der Truppe von Coach Raimund Bertels zwei Abwehrrecken. „Dass diese zwei Spieler dem SC Verl nicht zur Verfügung stehen, möchte ich nicht überbewerten. Schließlich fehlt uns auch Philipp Kraska aufgrund seiner 5. Gelben Karte“, sieht Ruhnert keinen besonderen Vorteil auf einer der beiden Seiten.

Schalkes Problem mit dem Kontrahenten hat andere Gründe, diese sind physischer Natur. „Verl verfügt nicht über Spieler, die sich durch große technische Finesse auszeichnen. Vielmehr lebt das Spiel der Mannschaft von Kompaktheit und Geschlossenheit“, weiß Ruhnert, dass der Weg aus dem Keller nur über bedingungslosen Kampf führt.

Ob Albert Streit dabei helfen wird, will sich der A-Lizenzinhaber offen halten.

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