Ein Fazit kann man sicherlich nach den bisher erlebten Begegnungen der 23. Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften ziehen: Der heiße Favorit für das Endturnier in Wellinghofen ist nicht auszumachen. Dafür waren die gezeigten Leistungen insgesamt zu ausgeglichen und Klassenunterschiede oftmals nicht zu erkennen. Die ganz großen Überraschungen blieben zwar aus, doch einige „Underdogs“ erwiesen sich durchaus als ebenbürtige Gegner und konnten daher bis zuletzt auf ein Final-Ticket hoffen. Vor allem die A-Ligisten BSV Schüren, TuS Rahm und TSC Eintracht boten den Favoriten lange Paroli und belegten jeweils den unglücklichen vierten Platz und schrammten damit ganz knapp an einer Qualifikation für die Endrunde vorbei.

Dortmund: Die Zwischenrunde der Hallenstadtmeisterschaft

Zwischenrunde ist Endstation für die letzten Kreisligisten

Felix Guth/Nils Heimann
07. Januar 2007, 17:19 Uhr

Ein Fazit kann man sicherlich nach den bisher erlebten Begegnungen der 23. Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften ziehen: Der heiße Favorit für das Endturnier in Wellinghofen ist nicht auszumachen. Dafür waren die gezeigten Leistungen insgesamt zu ausgeglichen und Klassenunterschiede oftmals nicht zu erkennen. Die ganz großen Überraschungen blieben zwar aus, doch einige „Underdogs“ erwiesen sich durchaus als ebenbürtige Gegner und konnten daher bis zuletzt auf ein Final-Ticket hoffen. Vor allem die A-Ligisten BSV Schüren, TuS Rahm und TSC Eintracht boten den Favoriten lange Paroli und belegten jeweils den unglücklichen vierten Platz und schrammten damit ganz knapp an einer Qualifikation für die Endrunde vorbei.

Das denkbar unglücklichste Ausscheiden musste die Mannschaft von Marc Ritterswürden in der Halle Brackel hinnehmen. Mit erfrischendem Offensivfußball konnte der TSC Eintracht die Gruppe 2 mit 7 Punkten gewinnen und ließ mit SG Lütgendortmund und TuS Körne gleich zwei Bezirksligisten hinter sich. Im Überkreuzspiel traf die Flora-Elf dann auf den Gruppen-Zweiten der Gruppe 1, ÖSG Viktoria, und lieferte einen spannenden Kampf bis zur letzten Sekunde. Nachdem es auch nach Verlängerung Unentschieden gestanden hatte, musste schließlich ein Achtmeterschießen die Entscheidung bringen, in dem die ÖSG mit 8:7 die Oberhand behielt. Im anschließenden Entscheidungsspiel gegen SG Lütgendortmund machte die Enttäuschung über die verpasste direkte Qualifikation dem TSC schwere Beine, so dass die Partie - gegen keinesfalls überzeugende Lütgendortmunder - mit 1:3 verloren ging.

Den dritten Teilnehmer für die Endrunde stellt in Brackel der in der Meisterschaft arg gebeutelte Landesligist Westfalia Wickede. In der Vorrunde noch wenig überzeugend, qualifizierte sich die Mattukat-Elf souverän für die Endrunde und zeigte sich besonders im spielerischen Bereich verbessert. Mit drei glatten Siegen in der Gruppenphase (4:0 gegen SV Brackel, 7:1 gegen FC Nette und 4:0 gegen ÖSG Viktoria) und einem deutlichen 4:0 gegen SG Lütgendortmund im Überkreuzspiel qualifizierte sich die Mannschaft aus dem Dortmunder Osten von allen noch im Wettbewerb befindlichen Teams am klarsten für die Endrunde.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_226.jpg Auch diese beiden jungen Fans verfolgten das Geschehen in der Halle interessiert. Fotos: revierkick.de, Bernd Knobloch[/imgbox]

In der Halle Renninghausen stellte der A-Ligist BSV Schüren das Team, das für die Überraschungen sorgte, letztlich aber leer ausging. Hinter dem Landesligisten Hombrucher SV belegten die Schürener mit 4 Punkten den zweiten Platz in der Gruppe 2 und ließen dabei ihren hoch gehandelten Ligakonkurrenten, FC Brünninghausen, hinter sich. Auch die Überkreuzbegegnung gegen den Aplerbecker SC konnte die Mannschaft von Trainer Peter Walter lange offen gestalten, musste sich aber letztlich der Spielstärke des ASC mit 0:2 beugen. In der Entscheidungspartie traf der BSV dann auf den Hombrucher SV, der seine Überkreuzpartie mit 0:3 überraschend deutlich gegen Bezirksligavertreter TuS Eichlinghofen verloren hatte. Der Kräfteverschleiß aus der Begegnung gegen Aplerbeck machte sich beim BSV jetzt deutlich bemerkbar, so dass man gegen den HSV mit 1:3 die Segel streichen musste.

In der Halle Huckarde beeindruckten gleich zwei A-Ligisten mit starken Auftritten. In der Gruppe 1 belegte der TuS Rahm hinter der souveränen Westfalia aus Huckarde den zweiten Platz nach den Gruppenspielen. Dadurch erkämpfte und erspielte sich die Truppe von Trainer Christian Hein die Berechtigung für die Überkreuzbegegnung gegen den Gruppen-Ersten aus Gruppe 2, Mengede 08/20. Ohne Scheu gingen die Rahmer in die Partie gegen den großen Favoriten, agierten offensiv und gingen nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Der Landesligist reagierte auf den Rückstand wütend, ohne allerdings spielerisch zu überzeugen, was auch Trainer Mario Plechaty zugab: „Rahm war wirklich stark, wir haben allerdings viel zu nervös agiert, weil die Jungs sich selbst sehr unter Druck setzen“. Als Tuna Kayabasi kurz vor der Halbzeit den Ausgleich markierte, glaubten die meisten der Zuschauer, dass das Spiel jetzt den erwarteten Verlauf nehmen würde. Doch weit gefehlt. Im Gegenzug ging der TuS wieder in Führung – dachten alle. Doch der Schiedsrichter entschied, auf Anfrage bei seinem Linienrichter, dass der Treffer nicht gegeben wird, weil die Spielzeit bereits abgelaufen war. Diesen Schock konnte der starke A-Ligist nicht verarbeiten und verlor so nicht nur die Partie gegen Mengede mit 1:4, sondern unterlag auch im Entscheidungsspiel gegen Arminia Marten mit demselben Ergebnis: „Wir sind super enttäuscht, denn wir wären gerne nach Wellinghofen gefahren“, meinte Christian Hein nach dem Ausscheiden und dachte dabei vor allem an die zweifelhafte Entscheidung aus dem Spiel gegen Mengede.

In der so genannten „Hammergruppe“ mit Mengede 08/20, BW Huckarde, Arminia Marten und dem Kreisliga A Gruppe 1 Spitzenreiter, SC Dorstfeld, hatte der Kreisligist gleich doppelt Pech. Bis wenige Sekunden vor dem Abpfiff lag die Mannschaft von Andreas Bath in der Gruppenbegegnung gegen Arminia Marten mit 3:2 in Führung, ehe Tim Schwarz in Überzahl den Ausgleich für die Arminia erzielte. Somit benötigte der SCD im abschließenden Gruppenspiel einen Sieg gegen das bereits ausgeschiedenen BW Huckarde und hoffte gleichzeitig auf eine Niederlage der Martener gegen Mengede. Mit 5:1 fertigte die Mannschaft um Kapitän, Sven Tschernoster, den klassenhöheren Gegner ab und wartete gebannt auf die letzte Gruppenpartie des Tages, Arminia Marten gegen Mengede 08/20. Der Landesligist aus Mengede agierte von Anfang an offensiv und suchte so die schnelle Entscheidung. Mit Glück, Geschick und einem alles überragenden Jörg Heitmann verteidigte Arminia Marten aber das 0:0 und belegte so den zweiten Platz in der Gruppe 2. Dorstfelds Trainer, Andreas Bath zeigte sich zwar enttäuscht über das unglückliche Ausscheiden, war aber weit davon entfernt die Schuld bei anderen zu suchen: „Wir sind super unglücklich, aber man kann Mengede keinen Vorwurf machen. Wir hatten gegen Marten genug Torchancen um die Überkreuzspiele aus eigener Kraft zu erreichen“.

Die Arminia aus Marten verlor zwar ihr anschließendes Überkreuzspiel mit 2:3 gegen Westfalia Huckarde, löste aber durch einen lockeren 4:1 Sieg über TuS Rahm doch noch das Ticket für die Endrunde.

Auf Seite 2: Die Zwischenrunde in der Halle Brügmann sowie alle Ergebnisse und Tabellen der Zwischenrunde

Autor: Felix Guth/Nils Heimann

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