Gut 25 Minuten musste sich der Anhang vom SC Dorstfeld gedulden, dann hieß es auf der neuen Kunstrasenanlage zum ersten Mal: „Fertig machen zum Jubeln“.

BL: Premiere geglückt

Otto markiert den ersten Treffer

21. Oktober 2009, 22:13 Uhr

Gut 25 Minuten musste sich der Anhang vom SC Dorstfeld gedulden, dann hieß es auf der neuen Kunstrasenanlage zum ersten Mal: „Fertig machen zum Jubeln“.

Denn da hatte Schiedsrichter Christian Brand nach einer an sich harmlosen Aktion im Strafraum gegen Tuna Kayabasi auf den ominösen Punkt gezeigt. Die Gelegenheit, auf dem neuen Geläuf den ersten Treffer zu erzielen, ließ sich der Torschütze vom Dienst, Daniel Otto, natürlich nicht entgehen (25.).

Zwei Standards

Bis dahin hatte der SCD gegen Urania Lütgendortmund laut Trainer Frank Truschko „die beste Leistung der laufenden Saison abgeliefert“, hätte aber durchaus konsequenter vor dem Gästegehäuse agieren können. Doch weder Otto per Kopf (4.), noch Kayabasi (24.) aus 20 Metern hatten bis dahin ausreichend Zielwasser getrunken. So musste nach dem Elfmeter von Otto eine weitere Standardsituation herhalten, um den Pausenstand von 2:0 zu produzieren. Kayabasi hämmerte einen direkten Freistoß aus 20 Metern in die Mauer, um den Abpraller dann im Gehäuse von Keeper Benjamin Jung nicht unhaltbar unterzubringen (45.+1.).

Ängstliche Gäste

Die bis dahin ängstlich agierenden Gäste hatten in der Pause offenbar neuen Mut gefasst und wagten sich nun auch vor das Dorstfelder Gehäuse, das sie bis dahin nur aus der Ferne gesehen hatten – und wurden prompt belohnt. Einen kapitalen Aussetzer von Keeper Stefan Pacher nutzte der eingewechselte Sebastian Arend zum 1:2-Anschluss (56.).

Truschkos Reaktion

Truschko musste reagieren und wechselte David Wündisch für Timo Link ein. Und Wündisch brauchte nur wenige Minuten um richtig in die Partie zu finden. Eine präzise Flanke von Philipp Schwaß drückte er zum 3:1 über die Linie (60.). „In unserem Defensivverhalten sind wir phasenweise einfach noch zu grün“, bemängelte Uranias Coach Roland Pohl das Zweikampfverhalten im eigenen Strafraum.

Klassenunterschied
Und erneut Wündisch leitete dann die Entscheidung ein. Clever holte er einen Freistoß heraus, den Patrick Lüder aus spitzem Winkel zum 4:1 Endstand in die Maschen drosch (80.). „Das war heute ein Klassenunterschied“, befand Pohl, "wir haben gegen eine echte Spitzenmannschaft verdient verloren.“

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