Die heikle letzte Szene der Partie gegen Leverkusen II erhitzt noch immer die Gemüter. Doch, wenn die Punkte schon weg sind, soll nun eben Münster dran glauben.

RWE: "Positiv sauer"

"PC mit Youtube heißgelaufen"

Aaron Knopp
23. Oktober 2009, 07:47 Uhr

Die heikle letzte Szene der Partie gegen Leverkusen II erhitzt noch immer die Gemüter. Doch, wenn die Punkte schon weg sind, soll nun eben Münster dran glauben.

Leugnen hilft ohnehin nicht! Denn wer hätte es dem Trainerduo Ralf Aussem/Uwe Erkenbrecher ernsthaft abgekauft? Selbstverständlich gab es seit dem aberkannten Last-Minute-Treffer im Kölner Südstadion gegen Leverkusen II kaum ein anderes Gesprächsthema in der Mannschaft. „Wir haben einen PC im Kabinentrakt und der ist mit Youtube heißgelaufen“, berichtet Erkenbrecher. Fazit des intensiven Videostudiums: „Uns sind zwei Punkte geklaut worden. Das sehe selbst ich als eher skeptischer Mensch so.“

Und die Mannschaft allenthalben. „Die Jungs waren natürlich aufgewühlt und sauer. Aber eher positiv. Die haben das Gefühl: ‚Die Punkte holen wir uns wieder!‘“ Auch Aussem hat eine „gewisse Emotion“ festgestellt. Was könnte dramaturgisch also besser passen als der Vergleich mit dem großen Konkurrenten Preußen Münster. Für die Anhänger weckt allein der Name Brisanz, so dass man von Vereinsseite bereits die leise Hoffnung auf eine fünfstellige Kullisse ausspricht. Die Rahmenbedingungen für einen Reißer sind also gegeben. Allein, die Aufgabe wird dadurch nicht leichter. Aussem charakterisiert die Preußen als „bewegungs- und laufstark.“ Positiv aus Essener Sicht fallen jedoch die Rot-Sperren gegen Orhan Özkaya und Marc Lorenz ins Gewicht. „Die werden denen schon fehlen, aber mit Sicherheit wird Münster auch am Samstag mit elf Mann auflaufen“, scherzt der Ex-FC-Köln-Profi.

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/012/560-13011_preview.jpeg Bartosz Broniszewski (Foto: pozo).[/imgbox]
RWE offenbarte indes zuletzt auf der rechten Außenbahn Schwächen. Markus Neumayr spielte dort offensiv nicht auf seiner Lieblingsposition und Bartosz Broniszewski wirkte defensiv nicht ganz sattelfest: „Wir haben Gespräche mit ihm geführt und er müsste auf dieser Position eigentlich stabil genug sein“, hofft Erkenbrecher. Auch wenn es im Training immer wieder „Aufs und Abs“ gebe. Einen Wechsel auf der Position schloss das Duo jedoch aus. Nicht zuletzt, weil „ich nach dem Ausfall von Finn Holsing der letzte gelernte Rechtsverteidiger bin“, berichtet Aussem. Und gibt sich dennoch zuversichtlich: „Denn Münster ist mit Sicherheit nicht unschlagbar.“ So dass Youtube in der nächsten Wochen beim Suchbegriff „RWE - Münster Heimsieg“ einige neue Treffer ausspucken sollte.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren